VMware-Studie zu Umgang mit Online-Daten Digitaler Fortschritt gefährdet

Von Martin Droysen

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Eine aktuelle Studie von VMware zeigt, dass Misstrauen im Umgang mit Daten digitale Innovationen gefährden kann. Gefordert sind hier sowohl Unternehmen als auch die Regierung, um das Vertrauen der Nutzer in der Datennutzung zu verbessern.

VMware-Studie zu Misstrauen beim Umgang von Online-Daten.(Bild:  Marco2811 - stock.adobe.com)
VMware-Studie zu Misstrauen beim Umgang von Online-Daten.
(Bild: Marco2811 - stock.adobe.com)

Deutsche Verbraucher sind sich zu 59 Prozent unsicher, wer sich ihrer persönlichen Daten bedient und wo diese weiterverarbeitet werden. Dennoch ist das Interesse an digitalem Fortschritt hoch, denn zugleich glauben 53 Prozent der Befragten in Deutschland an neue Arbeitsplätze durch Technologie. Investitionen in technologische Neuheiten wünschen sich sogar 63 Prozent der Studienteilnehmer für eine nachhaltigere Welt.

Zündstoff Datennutzung

Diese deutliche Diskrepanz zwischen dem einerseits hohen Interesse an digitalen Prozessen und andererseits eingeschränkten Vertrauen der deutschen Verbraucher in die Nutzung ihrer Daten bietet viel Zündstoff für den technologischen Fortschritt. Eine neue Studie von VMware mit mehr als 6.000 europäischen Konsumenten, darunter 1.030 aus Deutschland, verdeutlicht diese Werte.

Technologische Innovationen und digitale Erfahrungen können unser Leben, unsere Wirtschaft, unsere Gesellschaft und unseren Planeten positiv beeinflussen. Aber es mangelt an Bewusstsein für die Art von Daten, die benötigt werden, um diesen Fortschritt voranzutreiben. Der Preis für den Fortschritt wird derzeit als zu hoch empfunden und die Konsumenten sind noch nicht bereit, die für den Wandel erforderlichen Daten zu teilen. Damit die Verbraucher dies akzeptieren, müssen sie wissen, was mit ihren Daten geschieht und darauf vertrauen, dass diese sicher sind und sensibel behandelt werden.

Björn Brundert, Principal Technologist bei VMware

Verbesserung der Lebensverhältnisse

Als unangenehm oder gar beängstigend empfinden der Studie nach gut 33 Prozent der deutschen Teilnehmer der Studie,die Umsetzung neuer Technologien, obwohl sie darin durchaus eine Verbesserung der Lebensverhältnisse von Bürgern und Gesellschaft sehen. Gegenteiliger Meinung ist hier ein Viertel der Befragten.

Zunehmend Sorgen um die Sicherheit des Datenabdruckes im Internet machen sich in Deutschland mit 45 Prozent knapp die Hälfte der Menschen. Besorgnis, welche Rolle die Technologie bei Fehlinformationen spielt, äußerten in der Studie 57 Prozent und rund 32 Prozent befürchten ein Tracken ihrer Tätigkeiten durch Unternehmen.

Nach Angaben der Europäischen Kommission könnte der Wert von Daten für die EU bis zum Jahr 2025 550 Milliarden Euro betragen. Wir als Unternehmen und die Regierung müssen aktiv dazu beitragen, dass die Konsumenten bewusster mit Daten umgehen. Nur so können wir gemeinsam daran arbeiten, die digitale Wirtschaft anzukurbeln.

Björn Brundert

Maßnahmen für sichere Daten gefordert

Lediglich 12 Prozent der deutschen Verbraucher vertreten die Meinung, Unternehmen und Regierungen kommunizieren offen, welche Technologien Anwendung finden und wie diese genutzt werden. So verdeutlichen die Studienergebnisse die Notwendigkeit für Regierung und Industrie, wichtige Maßnahmen zur Vertrauensbildung zur gemeinsamen Datennutzung bei Konsumenten zu veranlassen, wobei die Digitalisierung ihren Mehrwert beweisen könne.

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