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Studie von Sopra Steria Consulting

Digitale Überforderung auf Führungsebenen

| Autor: Heidemarie Schuster

Gerade ätere Führungskräfte haben Probleme mit neuen Technologien.
Gerade ätere Führungskräfte haben Probleme mit neuen Technologien. (Bild: Pixabay)

Aus der Studie „Digitale Überforderung im Arbeitsalltag“ von Sopra Steria Consulting geht hervor, dass die Digitale Transformation einen intensiveren Dialog zwischen der IT-Abteilung und anderen Unternehmensbereichen verlangt.

In den Führungsetagen deutscher Unternehmen herrscht digitale Überforderung – jedenfalls kommst zu diesem Ergebnis eine Studie von Sopra Steria Consulting. Anders als viele jüngere Kollegen und Fachmitarbeiter in ihren Abteilungen äußern sich leitende Angestellte tendenziell desinteressiert und unzufrieden in Bezug auf die Nutzung innovativer Technologien. So glaubt nur ein Drittel der befragten Führungskräfte, dass das eigene Unternehmen bei der Aktualisierung digitaler Lösungen der allgemeinen Entwicklung hinterherhinkt. Bei den Fachkräften hingegen war knapp die Hälfte dieser Meinung. Auf eine mangelnde Offenheit, sich auch auf praktischer Ebene mit verschiedenen Digitalisierungspotenzialen auseinanderzusetzen, deutet zudem der Unwillen vieler Führungskräfte hin, neue Lösungen von sich aus in den eigenen Arbeitsalltag zu integrieren. Fast 40 Prozent von ihnen warten stattdessen lieber ab, ob eine bestimmte Technologie tatsächlich ihre Arbeit erleichtert. Unter den Fachkräften nimmt nicht einmal ein Viertel diese abwartende Haltung ein.

Digitale Zurückhaltung

41 Prozent des befragten Führungspersonals wendet digitale Tools ohne Schulung erst gar nicht an. Bei jüngeren Mitarbeitern ist dieser Anteil deutlich niedriger; nur bei den über 50-Jährigen liegt er mit 44 Prozent noch höher.

In einigen Bereichen, wie in der Versicherungswirtschaft, ist der Altersdurchschnitt der Führungskräfte recht hoch, dennoch entscheidet oftmals die IT-Abteilung über den Einsatz neuer Technologien – ohne die betroffenen Fachbereiche vorab ausreichend mit ins Boot zu holen. Gerade bei den Führungskräften, die stark im operativen Geschäft eingebunden sind, führe dies mitunter zu einem gewissen Verdruss gegenüber neueingeführten Lösungen.

Zur Studie

Im Juli 2016 ließ Sopra Steria Consulting insgesamt 211 Angestellte und Führungskräfte aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern zu ihrer Haltung gegenüber der digitalen Transformation befragen. Die Erhebung fand über einen Online-Panel statt und bezog Unternehmen unterschiedlicher Branchen ein – darunter Finanzdienstleister, Energieversorger, Industrieunternehmen und Behörden. Explizit ausgeschlossen waren IT-Dienstleister und Beratungsunternehmen.

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