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Studie des Bitkom zum deutschen CE-Markt Digitale Geräte treiben Umsatz-Wachstum voran

Redakteur: Katrin Hofmann

Während der Markt für digitale Elektronik zulegt, sinken die Umsätze mit analogen Geräten nach den Marktzahlen des Bitkom weiter. MP3-Player, Spielekonsolen und Flachbild-Fernseher und -Bildschirme für den PC tragen immer stärker zum prognostizierten Aufschwung des CE-Marktes bei. HDTV ist dagegen offenbar im Bewusstsein vieler Konsumenten noch nicht angekommen, wie auch eine Untersuchung des Wirtschaftsprüfers Pricewaterhouse Coopers belegt.

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Flache Fernseher sind begehrter als noch im Vorjahr.
Flache Fernseher sind begehrter als noch im Vorjahr.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Digitalisierung der Geräte puscht die Umsätze. Um 6,7 Prozent auf zehn Milliarden Euro soll der Markt für digitale Consumer-Elektronik in diesem Jahr laut einer Prognose des Branchenverbandes Bitkom wachsen. Für die Umsätze, die Händler mit analogen Produkten wie Videorekordern, Stereoanlagen oder Röhrenfernseher erwirtschaften, sagt der Verband dagegen ein Minus von zehn Prozent auf 2,6 Milliarden Euro voraus. Insgesamt soll der deutsche CE-Markt bis Ende 2007 um drei Prozent auf 13,1 Milliarden Euro zulegen.

Mit einem Plus von 171 Prozent im Vergleich zum April 2006 konnten Flachbild-Fernseher bezüglich der Ausstattung der Haushalte bis Juni 2007 am stärksten punkten. Auch bis Ende des Jahres wird der Aufwärtstrend nach Einschätzung des Branchenverbandes weiter anhalten. Fast 16 Prozent mehr als im Fußball-WM-Jahr werden demnach die Verbraucher für Plasma- oder LCD-Geräte ausgeben.

Plasma-TVs sollen rund 550.000 Stück verkauft (2006: 470.000) werden, LCD-TVs 3,9 Millionen Stück (2006: 2,6 Millionen). Laut Bitkom tragen die schlanken Flimmerkisten derzeit zu 32 Prozent der gesamten Umsätze mit Consumer-Elektronik bei: Auch im kommenden Jahr soll der Aufwärtstrend weiter anhalten.

Digitalisierung schreitet voran

Daneben werden Flachbildschirme für den PC, MP3-Player und Spielekonsolen immer beliebter. Im Juni dieses Jahres besaßen 48 Prozent mehr Haushalte als noch im April 2006 einen Flachbildschirm, 42 Prozent mehr einen MP3-Player und 24 Prozent mehr eine Spielekonsole. Die Umsätze mit Gamer-Hardware werden laut Bitkom bis Ende des Jahres um 45 Prozent auf 705 Millionen Euro zulegen. Daneben sollen die Umsätze mit Digitalkameras um 3,7 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro wachsen, wogegen sowohl MP3-Player als auch digitale Settop-Boxen auf Vorjahresniveau verharren.

HD-ready- oder Full-HD-Geräte für den TV-Empfang stehen zwar in den 79 Prozent der Haushalte, die einen Flachbildfernseher besitzen. Allerdings ist vielen Nutzern einfach nicht klar, was die zwei Technikkürzel überhaupt bedeuten. Nur 22,8 Prozent könnten den Begriff HD-ready erklären, nur 11,4 Prozent die Bezeichnung Full-HD. Über die bis zu fünf Mal höhere Auflösung wissen nur 35 Prozent Bescheid. Dass zusätzlich eine Settop-Box für den Satellitenempfang nötig ist, ist nur 31,4 Prozent klar.

High Definition braucht noch Anschub

Laut einer Untersuchung von Pricewaterhouse Coopers hat zudem nur jeder fünfte aller deutschen Haushalte einen HD-Fernseher. Lediglich elf Prozent der für diese Untersuchung 501 Befragten planen derzeit den Kauf eines solchen. 25 Prozent interessieren sich überhaupt nicht für das Thema und nur 16 Prozent wünschen sich weitere HD-Sendungen.

In der Bitkom-Umfrage äußerten sogar nur 14,3 Prozent dieses Bedürfnis. Die potenziellen Käufer von HD-fähigen Geräten haben also offenbar noch Aufklärungs- und Beratungsbedarf, den Fachhändler gezielt abdecken und sich so Absatzchancen erschließen können.

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(ID:2007172)