Empfehlungen von Analysten Diese Maßnahmen helfen in schwierigen Zeiten

Autor / Redakteur: Andreas Zilch, Experton Group / Dr. Andreas Bergler

2009 wird für den IT-Bereich ein sehr schwieriges Jahr. Umso wichtiger ist es, von realistischen Annahmen auszugehen und die Krise aktiv zu managen. Dazu gehört auch die Einstellung, dass IT nicht Teil der Krise, sondern vielmehr Teil der Lösung ist.

Firmen zum Thema

Der richtige Einsatz von IT kann Unternehmensprozesse nachhaltig verbessern.
Der richtige Einsatz von IT kann Unternehmensprozesse nachhaltig verbessern.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die globale Wirtschaftskrise kann eine Chance für Anwender und Anbieter sein, Themen anzugehen, die in guten Zeiten eher unbequem erscheinen. Durch die Krise wird auch der IT-Markt negativ betroffen – das bedeutet sinkende Budgets für Anwender und sinkende Umsätze für Anbieter.

Dieser Beitrag stammt aus der Mutmacher-Ausgabe von IT-BUSINESS (5/2009 vom 2.3.2009, zur CeBIT 2009). (Archiv: Vogel Business Media)

In Wachstumsraten beziffert die Experton Group im wahrscheinlichsten Szenario den Rückgang des IT-Marktes um 3,7 Prozent für 2009 – die gute Nachricht ist, dass somit 96 Prozent des Marktes zur Verteilung übrig bleiben.

Empfehlungen für IT-Anbieter

  • Konzentration auf das Kerngeschäft und eindeutige Positionierung in der Wertschöpfungskette: Anbieter von Technologien und Services müssen sich den eigenen Stärken bewusst sein und diese konsequent vermarkten. Themen, die für den Kunden keine Wertschöpfung bringen, müssen ausgeklammert werden.
  • Bedürfnisse des Kunden: Hier ist ein modularerer Ansatz gefordert – die technische Implementierung über SOA oder SaaS geschieht im zweiten Schritt.
  • Wirtschaftlichkeitsrechnungen: Anbieter und Dienstleister müssen im Vorfeld zeigen können, dass Investitionen in ihre Produkte oder Leistungen für den Kunden wirtschaftlich sinnvoll sind. Den Nutzen für den Kunden solide abzuschätzen und dann die Verantwortung zu tragen, wird ein klarer Differenzierungsfaktor.
  • Green IT mit ökonomischem Schwerpunkt: Der ökonomische Teil von Green IT bedeutet eine Erhöhung der Stromeffizienz im IT-Bereich. Es liegt in der Verantwortung der IT-Fachkräfte, die Investitionen hierfür voranzutreiben. Die ökologische Komponente haben die IT-Verantwortlichen noch in den wenigsten Fällen erkannt.
  • Partnerschaften: Gut beraten sind Anbieter, die ihren Kunden strategische Partnerschaften bieten können und Chancen sowie Risiken einer Investition mit ihren Kunden teilen.

Empfehlungen für Anwender

In puncto Kostensenkungen und Priorisierung sollten CIOs Folgendes beachten:

  • Kritische Überprüfung der IT-Strategie und der Projektvorhaben
  • ABC-Analyse der Projekte im Hinblick auf Senkung der kurz-, mittel-, und langfristigen Betriebskosten
  • Nachweisbarer Wert für die Fachabteilungen und das Gesamtunternehmen
  • Konsequentes Ranking der Projekte anhand der ABC-Analyse
  • Klare Kommunikation, welche Projekte Priorität haben und welche verschoben oder gestrichen werden können.
  • Infrastruktur-Maßnahmen: Schon begonnene Projekte zu Konsolidierung, Harmonisierung und Virtualisierung müssen konsequent weitergeführt werden. Verzögernungen kosten bares Geld.

Kostensenkungspotenziale aktiv angehen: Dies betrifft insbesondere die Ablösung von Altsystemen (Hardware und Applikationen). Jetzt ist die beste Zeit, dieses Thema aktiv anzugehen. Ein weiteres Beispiel ist die Software-Lizenzoptimierung, die oft auch als eher unbequem eingestuft wird.

(ID:2019593)