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Windows Vista und Office 2007 vor der Fertigstellung Die Zukunft liegt auf Plan

Redakteur: Christian Träger

Mit einem großangelegten Beta-Test will Microsoft die Wege zu den Kunden ebnen. Bereits lange vor der Veröffentlichung konnten interessierte Reseller und Anwender das kommende Microsoft Office und Windows Vista auf dem eigenen Rechner testen.

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aussehen. Microsoft hat an der Optik der neuen Produkte gefeilt
aussehen. Microsoft hat an der Optik der neuen Produkte gefeilt
( Archiv: Vogel Business Media )

Nach mehreren Terminverschiebungen haben zahlreiche Fachleute aus der IT-Branche kaum noch daran geglaubt, dass Windows Vista und das 2007 Microsoft Office System in diesem Jahr fertiggestellt würden. Allen Unkenrufen zum Trotz scheint die Entwicklung der beiden Produkte nun allerdings doch planmäßig abgeschlossen zu werden. Allen Interessierten hat Microsoft in diesem Jahr die Chance geboten, sowohl Office 2007 als auch Windows Vista bereits vor dem Launch zu testen. Inzwischen hat das Windows Betriebssystem den Status des Release Candidate 2 erreicht und soll noch im November für geschäftliche Kunden erhältlich sein. Die Testversion der nächsten Office-Generation basiert noch auf der Beta 2, die im Mai angeboten wurde. Inzwischen gab es hierfür eine Reihe von Updates, mit denen die Office-Suite noch stabiler geworden ist.

Lösung gefunden

Mit der kommenden Office-Generation möchte Microsoft nicht nur eine Sammlung von Desktop-Anwendungen anbieten, sondern den Kunden eine Lösungsplattform für den Umgang mit Dokumenten und vor allem für produktiveres Arbeiten zur Verfügung stellen. Daher gehören nicht nur die bekannten Desktop-Programme wie Word, Excel oder Powerpoint zum Lieferumfang des 2007 Microsoft Office Systems, sondern auch einige Server-Anwendungen, mit denen sich zum Beispiel Portale für eine die Zusammenarbeit in Teams erstellen lassen. Die Server laufen jedoch im Hintergrund, während die Anwender mit den bekannten Desktop-Programmen arbeiten.

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Um die Produktivität bei der Arbeit mit diesen Anwendungen zu steigern, hat Microsoft deren Benutzeroberfläche vollkommen überarbeitet. Ein wichtiger Grund für die Veränderungen liegt in der allgemeinen Kritik, dass Kunden meist nur einen Bruchteil der Funktionen nutzen, die von den einzelnen Programmen zur Verfügung gestellt werden.

Daher werden in der nächsten Office-Generation die mehr oder weniger statischen Befehlsleisten früherer Versionen einer Dynamik weichen, die dafür sorgt, dass der Anwender immer genau jene Befehle angezeigt bekommt, die er gerade benötigt. Ist zum Beispiel ein Text markiert, werden jene Funktionen eingeblendet, mit denen sich unter anderem das Format der ausgewählten Textpassagen verändern lassen. Damit sollen die insgesamt über 1 500 Befehle im Microsoft Office einfacher zugänglich gemacht werden, damit die Nutzer schneller zu besseren Ergebnissen kommen.

Noch Arbeit

Auch bei Windows Vista fällt zunächst die gegenüber Windows XP überarbeitete Benutzeroberfläche auf. Die optische Besonderheit bildet „Aero“, eine Darstellungsoption, die Glaseffekte bei der Darstellung der Fenster zulässt. Allerdings sind derzeit nicht alle Anwendungen dazu kompatibel, so dass Vista zur normalen Darstellung wechselt, wenn ein solches Programm gestartet wird. Arbeit müssen auch die Hardware-Hersteller noch in die Entwicklung von Treibern investieren. Zwar laufen die beiden ATI-Karten in unserem Testsystem mit den Vista-eigenen Treibern und liefern einen erweiterten Desktop auf dem zweiten Monitor, von ATI selbst gibt es derzeit jedoch noch keinen Treiber für den aktuellen RC2 von Windows Vista.

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