Windows 10 in Unternehmen

Die wichtigsten Tools für den Umstieg auf Windows 10

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Andreas Donner

Um die Windows-10-Tauglichkeit von PCs zu bestimmen, Installationsmedien zu erzeugen oder Systeme aufzuräumen, gibt es einige sehr nützliche Werkzeuge.
Um die Windows-10-Tauglichkeit von PCs zu bestimmen, Installationsmedien zu erzeugen oder Systeme aufzuräumen, gibt es einige sehr nützliche Werkzeuge. (Bild: Joos / Microsoft)

Planen Unternehmen den Umstieg auf Windows 10 oder wollen den Betrieb von Windows-10-Maschinen optimieren, stehen zahlreiche Tools zur Verfügung, die bei Migration, Verwaltung und Betrieb helfen. Wir beleuchten die wichtigsten Werkzeuge – insbesondere solche zur Prüfung von PCs auf Windows-10-Tauglichkeit.

Mit Zusatztools, die in vielen Fällen sogar kostenlos als Freeware oder Opensource zur Verfügung stehen, können Anwender und Administratoren die Bereitstellung und den Betrieb von sowie die Migration zu Windows 10 vereinfachen und effektiver gestalten.

Windows 10-Installationsmedium auf USB-Sticks erstellen

Microsoft stellt die ISO-Dateien von Windows 10 kostenlos zur Verfügung. Um aus diesen ISO-Dateien einen boot- und installationsfähigen USB-Stick zu erstellen, muss zuerst das kostenlose MediaCreationTool heruntergeladen und ausgeführt werden. Über das Tool kann dann die entsprechende ISO-Datei heruntergeladen oder gleich ein passender Installationsdatenträger erstellt werden.

Dazu wird die Option „Installationsmedien für einen anderen PC erstellen“ ausgewählt. Soll über das MediaCreationTool ein USB-Stick erstellt werden, muss dieser mit dem Rechner verbunden sein. Anschließend lädt der Assistent die Installationsdateien von Windows 10 herunter und kopiert sie auf den USB-Stick (siehe Abbildung 1).

Rufus für die Erstellung von bootfähigen USB-Sticks

Ein weiteres kostenloses Tool, das bei der Erstellung eines bootfähigen USB-Sticks hilft, ist Rufus. Auch hier steht eine grafische Oberfläche zur Verfügung, um einen bootfähigen USB-Stick zu erstellen (siehe Abbildung 2). Rufus kann die Installationsdateien von Windows 10 aber nicht herunterladen. Diese müssen bereits verfügbar sein und werden anschließend auf den USB-Stick kopiert.

Windows-Updates in Installations-Medium integrieren

Um Microsoft-Updates schnell und einfach in Windows 10-Installationsmedien zu integrieren, sind keine teuren Werkzeuge notwendig. Mit zwei kostenlosen und etablierten Freeware-Tools lassen sich Updates leicht in bestehende Installationsmedien integrieren:

Mit den beiden Tools lassen sich Windows 10-Installationsdateien aktualisieren und anpassen. Auch Installationsmedien können jederzeit angepasst werden.

Windows 10 auf SSD-Festplatten betreiben

Setzen Unternehmen SSDs auf Firmenrechnern ein, sollten einige Dinge überprüft werden, damit die Speichermedien optimal als Festplatten arbeiten. Sehr hilfreich ist dabei die Freeware AS SSD Benchmark. Das Tool misst die Geschwindigkeit von SSD-Festplatten (siehe Abbildung 5). Eine ausführliche Anleitung und Tipps zu ASS SSD Benchmark sind auf der Seite des Autors zu finden.

Ein weiteres Tool zum Messen der Leistung von SSDs und herkömmlichen Festplatten ist CrystalDiskInfo. Das Tool gibt es als installierbare Version sowie portabel für USB-Sticks.

Um die Leistung von SSD-Platten zu verbessern, sollte möglichst immer die aktuellste Firmware auf dem Gerät installiert sein. Welche Firmware-Version installiert ist, zeigt CrystalDiskInfo an. Sobald CrystalDiskInfo gestartet wurde, lässt sich auch die Temperatur der Festplatte ablesen. Sie ist ein wichtiger Indikator für gute Kühlung im PC. Wird die Festplatte bei Beanspruchung zu heiß, kann sie schnell zerstört werden.

Auch die Wiederherstellung von Daten spielt im Zusammenhang mit SSDs eine wichtige Rolle. Das wohl bekannteste Wiederherstellungs-Tool von Daten auf SSD- und Flashlaufwerken ist Recuva.

Autostart-Programme in Windows verwalten

Funktioniert Windows nicht mehr korrekt, liegt es oft an zu vielen gestarteten Programmen, die sich nach der Installation in den Autostartbereich einklinken. Die meisten Programme funktionieren auch ohne einen Eintrag in den Autostartbereich von Windows. Ob die Autostart-Funktion nötig ist, lässt sich prüfen, indem der Eintrag im Tool Autoruns deaktiviert wird. Mit „Options/Filter Options/Hide Microsoft Entries“ werden Windows-Systemprogramme von der Anzeige ausgeblendet. Über das Entfernen des Häkchens vor einem Eintrag, kann der Autostart eines Programms deaktiviert werden (siehe Abbildung 6).

Mit CPU-Z die CPU im Blick, mit GPU-Z den Grafikadapter

Mit dem kostenlosen Tool CPU-Z erhalten Administratoren und Anwender einen einfach zu lesenden Überblick über die CPU im Rechner. Interessant kann das vor allem vor der Aktualisierung zu Windows 10 sein, da hier auch der CPU-Typ und dessen Daten angezeigt werden. Über die verschiedenen Registerkarten im Tool erhalten Anwender verschiedene Informationen zum Prozessor (CPU), aber auch zur Hauptplatine (Mainboard) und zum Arbeitsspeicher (Memory). Auch der Typ des Arbeitsspeichers ist zu sehen, ebenso wie der Hersteller (siehe Abbildung 7).

Grafikkarten lassen sich mit dem kostenlosen Programm GPU-Z testen. Dass Tool muss nicht installiert werden. Nach dem Start zeigt es unter anderem den Takt der Grafikkarte an, den Hersteller oder den Speicherausbau an. Auch diese Daten spielen bei der Aktualisierung zu Windows 10 eine wichtige Rolle (siehe Abbildung 8).

AIDA64 nutzen

Eines der sicherlich bekanntesten Diagnose-Programme von Hardware ist AIDA64. Die Anwendung steht als Demoversion oder als mobile Version zur Verfügung, die nicht installiert werden muss. Wer häufiger Rechner untersucht, erhält für 39,95 US-Dollar die Extreme-Version, die alle notwendigen Daten eines Rechners auslesen kann, um zu überprüfen, ob die Hardware noch fehlerfrei funktioniert.

Windows mit Clonezilla sichern und wiederherstellen

Mit der kostenlosen Software und Live-CD Clonezilla kann ein Windows-System auf eine externe Festplatte gesichert und jederzeit wiederhergestellt werden. Das Tool funktioniert generell wie die Sicherung mittels Systemabbild, ist aber von Windows unabhängig.

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