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Olympus revolutioniert den SLR-Formfaktor Die wahrscheinlich kleinste Spiegelreflex der Welt

Redakteur: Sylvia Lösel

Auf der Photokina konnte man schon eine Designstudie bewundern, jetzt macht Olympus ernst. Die E-P1 soll die digitale Fotografie einmal mehr revolutionieren.

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Ganz im Stil der 50er-Jahre präsentiert sich das Äußere der E-P1.
Ganz im Stil der 50er-Jahre präsentiert sich das Äußere der E-P1.
( Archiv: Vogel Business Media )

Zu groß und zu schwer – diese Faktoren halten viele Kunden vom Kauf einer Spiegelreflex-Kamera ab. Deshalb hatten sich Olympus und Panasonic vorgenommen, dies zu ändern. Herausgekommen ist ein neuer Standard: Micro Four Thirds nennt er sich. Kameras, die auf Micro Four Thirds basieren, haben keinen Schwingspiegel mehr, weshalb kleinere Bodys möglich sind, auf denen dann die Wechselobjektive aufgeschraubt werden können.

Panasonic hat mit der G1 zwar auf der Photokina bereits ein Micro-Four-Thirds-Modell vorgestellt, die Abmessungen erinnern bei diesem Modell aber noch immer eher an eine herkömmliche SLR-Kamera. Olympus bringt jetzt mit der E-P1 erstmals einen ganz neuen Formfaktor ins Spiel. Die E-P1 soll an Olympus’ erste Halbformat-Kamera namens PEN erinnern, die vor 50 Jahren das Licht der Welt erblickte. Mit Retro-Design und dem optionalen Blitz ist dies dem japanischen Unternehmen auch gelungen.

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Alles andere als „Retro“

Das Innenleben allerdings ist alles andere als „Retro“. Die E-P1 beherbergt einen 12,3-Megapixel-Sensor, einen Truepic-V-Bildprozessor sowie einen Bildstabilisator. Die Lichtempfindlichkeit kann von ISO 100 bis ISO 6.400 variiert werden.

Parallel zur Kamera-Einführung bringt Olympus zwei Wechselobjektive im Micro-Four-Thirds-Format auf den Markt. Ein Pancake-Objektiv (34 mm) und ein Objektiv mit einer Brennweite von 28 bis 84 Millimeter. Mit Hilfe eines Adapters passen auf die Kamera aber auch Objektive des regulären Four-Thirds-Standards.

Zur kreativen Bildgestaltung tragen des weiteren sechs Filter bei, die auch für die Videoaufnahmen eingesetzt werden können. Denn die E-P1 kann bis zu fünf Minuten lang in HD-Qualität filmen (30 Bilder pro Sekunde). Gespeichert und wiedergegeben werden die Filme im AVI-Format. Für die Wahl des Seitenbildverhältnisses stehen 4:3 und 16:9 zur Wahl.

Die Kamera ist mit HDMI-Schnittstelle ausgerüstet und verfügt über einen High-Speed USB-Port. Bilder werden simultan als RAW- oder JPEG-Datei aufgezeichnet. Auf der Rückseite besticht die Kamera mit einem Drei-Zoll-LCD-Display.

Der neue Standard soll parallel zum bereits existierenden Four-Thirds-Standard bestehen. Diesen hatte Olympus zusammen mit Kodak entwickelt, um die Vorteile von digitalen SLR-Kameras voll ausschöpfen zu können. Dadurch konnten Kompromisse bei der Auslegung neuer Komponenten sowie Kompatibilitätsprobleme mit alten Komponenten aus der analogen Welt umgangen werden.

Das gibt es noch dazu

Zur Markteinführung der E-P1 gibt es zahlreiches Zubehör. Neben den beiden Wechselobjektiven und Adaptern für Four-Thirds und OM-Objektive steht ein Blitz zur Verfügung. Ein externer optischer Sucher, Ledertrageriemen in Weiß und Braun sowie ein Leder-Taschenbody in den gleichen Farben komplettieren das Sortiment.

Die Kamera wird es ab Juli in zahlreichen Kit-Varianten zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 799 Euro geben.

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