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Offene Stellen längerfristig besetzen Die richtige Technologie fördert Produktivität und Attraktivität von Arbeitsplätzen

Autor / Redakteur: Oliver Ebel / Heidemarie Schuster

Wie wir Arbeit erleben, hängt in der digitalen Welt immer mehr von der Technologie ab. Diese kann uns Arbeit abnehmen oder zusätzliche verursachen. Arbeitgeber sollten ihren Mitarbeitern eine möglichst angenehme Erfahrung am Arbeitsplatz bieten – auch aus eigenem Interesse – findet Oliver Ebel von Citrix.

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Bewerber beurteilen Arbeitsstellen immer mehr nach „weichen“ Faktoren.
Bewerber beurteilen Arbeitsstellen immer mehr nach „weichen“ Faktoren.
(Bild: magele-picture - stock.adobe.com)

Nahezu die Hälfte der deutschen Unternehmen hat Probleme, offene Stellen längerfristig zu besetzen, das geht aus dem Arbeitsmarktreport 2019 des deutschen Industrie- und Handelskammertages hervor. Die größten Probleme gibt es offenbar im Mittelstand, einer tragenden Säule unserer Wirtschaft. Aus dem Mangel an Fachkräften ergeben sich für Unternehmen zwei Implikationen:

  • 1. Die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt wird größer und Firmen müssen sich etwas einfallen lassen, um auf Kandidaten attraktiv zu wirken.
  • 2. Unternehmen müssen alles tun, damit ihre bestehende Belegschaft so produktiv wie möglich arbeiten kann.

Beide Aspekte hängen in entscheidendem Maße von der Employee Experience ab.

Smarte Technologien machen den Arbeitsplatz attraktiver

Wenn Unternehmen um gefragtes Personal konkurrieren, reicht es nicht mehr aus, nur ein gutes Gehalt anzubieten. Bewerber beurteilen Stellen zunehmend auch nach „weichen“ Faktoren. Dazu gehören Dinge, wie flexible Arbeitszeiten, Work-Life-Balance, Unternehmenskultur und nicht zuletzt die technologische Ausstattung. Gerade jungen Leuten ist es heute schwer zu vermitteln, warum sie bei der Arbeit vor einem grauen PC sitzen müssen, während sie privat eine ganze Reihe von Smart Devices nutzen. In den meisten Fällen ist es auch gar nicht mehr nötig, die Arbeit im Büro zu verrichten. Längst sind Laptops so leistungsfähig wie stationäre Rechner. Es spricht nichts dagegen, dass Mitarbeiter auch von zuhause oder unterwegs arbeiten – vorausgesetzt Unternehmen verfügen über die richtige Software, um mobile Geräte effizient und sicher zu managen.

Bei Unterhaltungselektronik legen die Hersteller heute größten Wert auf eine möglichst einfache Bedienung oder Usability. Das wünschen gerade die jungen Arbeitnehmer auch im Job. Das bestätigt eine Citrix-Umfrage: Dort gaben 84 Prozent der Teilnehmer an, dass sie sich von neuen Technologien vor allem eine einfache Bedienung wünschen. Die Realität sieht aber in vielen Firmen leider anders aus, vor allem, wenn alte Legacy-Systeme zum Einsatz kommen.

Verlässlichkeit und einfache Bedienbarkeit der Technologien sorgen für mehr Produktivität

Wenn in Unternehmen Arbeitskräfte fehlen, bedeutet das in der Regel mehr Arbeit für die restliche Belegschaft. Damit keine Überstunden anfallen, bleibt nur, die Produktivität zu erhöhen, um die gleiche Arbeit in weniger Zeit zu erledigen. Die zitierte Umfrage zeigt auch einen deutlichen Zusammenhang zwischen technologischer Ausstattung von Arbeitsplätzen und Produktivität. So sagen 90 Prozent der Teilnehmer, die Zugang zu guter Technologie haben, sie seien produktiv. Von den Arbeitnehmern, die nur schlechte Technologie zur Verfügung haben, halten sich nur 12 Prozent für produktiv. Was macht nun aber diese „gute Technologie“ aus? Die drei wichtigsten Faktoren sind laut den Befragten Schnelligkeit, Verlässlichkeit und einfache Bedienbarkeit.

Damit sich Arbeitnehmer wirklich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können, sollte ihre Software so designt sein, dass sie Arbeit abnimmt, statt welche zu verursachen oder abzulenken. Ein klassisches Beispiel sind diverse Logins für verschiedene Anwendungen und Dienste, was Zeit und Nerven kostet. Stattdessen sollten Unternehmen auf einfache und sichere Single-Sign-On-Lösungen setzen. Ein weiteres Problem: Nutzen Büroangestellte alte Software-Monolithen, müssen sie sich oft durch etliche Ebenen klicken, um eine eigentlich simple Aufgabe zu erledigen – auch das kostet wieder unnötig Zeit. Ablenkung durch unzählige Meldungen sollte man auch nicht unterschätzen: ein Update, eine E-Mail, eine Messenger-Nachricht – all das unterbricht einen effizienten Workflow. Mit digitalen Arbeitsplätzen, die einen intelligenten Feed anbieten, können Unternehmen aber dafür sorgen, dass Arbeitnehmer nur die Informationen erhalten, die gerade für sie relevant sind.

Oliver Ebel ist Area Vice President DACH bei Citrix.
Oliver Ebel ist Area Vice President DACH bei Citrix.
(Bild: Marcus Wichmann / Citrix)

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