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IT-Trends 2017 Die Public Cloud wird gesellschaftsfähig

Autor: Wilfried Platten

CEMA-Vostand Rolf Braun sieht 2017 als das Jahr der Public Cloud – mit Microsoft und AWS als großen Gewinnern.

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CEMA-Vorstand Rolf Braun: VDI verliert an bedeutung.
CEMA-Vorstand Rolf Braun: VDI verliert an bedeutung.
(Bild: Bild: CEMA)

ITB: Welcher Trend wird aus Ihrer Sicht das IT-Jahr 2017 entscheidend prägen?

Braun: Die Public Cloud setzt sich im deutschen Mittelstand durch. Mittelständische Unternehmen standen ihr vor allem wegen Datenschutz-und Sicherheitsbedenken bisher skeptisch gegenüber. Diese Bedenken räumt Microsoft durch Übertragen der Datentreuhänderschaft an T-Systems aus dem Weg. Zusätzlich bietet Microsoft durch die Möglichkeit zur hybriden Nutzung der Enterprise-erprobten Dienste, etwa von Office 365 oder Azure, den Geschäftskunden das Beste aus beiden Welten: weniger Komplexität und Kosten im IT-Betrieb bei erhöhter Flexibilität. Als Platzhirsch im Open-Source-Bereich werden die Amazon Web Services durch ihr neues Vertriebsmodell für Deutschland den Markt aufrollen.

ITB: Welcher Trend wird aus Ihrer Sicht im IT-Jahr 2017 scheitern?

Braun: Virtuelle Desktop Infrastruktur (VDI) verliert an Bedeutung. VDI galt bislang als Königsweg, um verteilten Anwendern flexibel zentral verwaltete und abgesicherte Arbeitsplätze bereitzustellen. Doch ihr Markanteil wird schrumpfen. Denn im Vergleich zu ihrem härtesten Konkurrenten, DaaS beziehungsweise Cloud-Services, erfordert eine VDI eine Installation und Vorabinvestitionen. Hinzu kommt, dass vor allem mobile Anwender außerhalb des Firmennetzes dank der Cloud schneller, einfacher und flexibler arbeiten können.

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Über den Autor

 Wilfried Platten

Wilfried Platten

Chefredakteur, IT-BUSINESS