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Interview mit Profi-AG-Vorstand Manfred Lackner

„Die Public Cloud ist kein Geschäftsfeld für Systemhäuser“

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Michael Hase / Michael Hase

Manfred Lackner, Vorstand der Profi AG, richtet das Systemhaus auf das Software- und Beratungsgeschäft aus.
Manfred Lackner, Vorstand der Profi AG, richtet das Systemhaus auf das Software- und Beratungsgeschäft aus. ( Profi AG)

Systemhäuser müssen heute komplexe Lösungskonzepte entwickeln und umsetzen können. Davon ist Manfred Lackner, Vorstand der Profi AG, überzeugt. Ihre Rolle sieht er als Advisor, Cloud-Builder und -Integrator sowie Managed Service Provider. Das Public-Cloud-Modell dagegen skaliere bei einem Systemhaus nicht genug.

ITB: Der Schwerpunkt der Profi AG liegt wie bei vielen Systemhäusern auf der Infrastruktur. Seit drei, vier Jahren investieren Sie verstärkt in das Software-Geschäft. Warum?

Lackner: Wir haben in den vergangenen Jahren tatsächlich einen großen Anteil unseres Geschäfts mit Infrastruktur gemacht, und das ist nach wie vor unser Schwerpunkt. Wenn ich von Infrastruktur rede, meine ich das komplette Spektrum, das ein Kunde im Rechenzentrum braucht: Systemmanagement, Monitoring, Backup und Recovery, Hochverfügbarkeit. Mit Cloud Computing werden diese Themen zunehmend anspruchsvoller und entwickeln sich immer mehr in Richtung Software.

ITB: Zum Portfolio von Profi gehören inzwischen aber auch Anwendungsthemen wie Dokumentenmanagement, Business Intelligence oder Collaboration.

Lackner: Mit dem Aufkommen von Cloud Computing haben wir die Notwendigkeit gesehen, uns von einem Systemintegrator zu einem Cloud-Integrator zu wandeln. Bis dahin hatten wir es mit singulären Anwendungen, die jeweils auf einem Server liefen, zu tun. Durch Virtualisierung wird diese einfache Zuordnung aufgehoben. Als Integrator müssen wir daher in der Lage sein, die Applikationen unserer Kunden in der Private Cloud und in der Hybrid Cloud zu vernetzen. Daraus haben wir vor drei, vier Jahren den Schluss gezogen, dass wir uns wesentlich stärker als bisher mit Anwendungen befassen müssen, und haben seither die Software-Unit aufgebaut.

ITB: Die Schwerpunktverlagerung spiegelt sich im Personalausbau wider: Die Profi AG stellte 2011 allein 70 neue Mitarbeiter ein, viele davon in den Bereichen Software und Services. Hat sich die Entwicklung 2012 fortgesetzt, und werden Sie auch künftig weiter in Software-Experten investieren?

Lackner: 2012 sind noch einmal 40 Mitarbeiter hinzugekommen. Wir werden auch weiterhin unser Portfolio im Software-Bereich ausbauen und dafür entsprechend neue Mitarbeiter einstellen.

ITB: Wie schwierig ist es, Fachkräfte mit den erforderlichen Skills zu finden?

Ergänzendes zum Thema
 
Zur Person

Lackner: Eine große Rolle spielt bei uns Ausbildung. Von den 340 Profi-Mitarbeitern sind derzeit 20 Auszubildende und 15 Business-Akademie-Studenten, die meisten davon im Informatik-Bereich. Außerdem präsentieren wir uns mit unserem Programm „Profis für Profi“ als attraktiven Arbeitgeber für hochqualifizierte Mitarbeiter. Trotz Fachkräftemangel gelingt es uns immer wieder, gute Leute für die Profi AG zu gewinnen.

Erfahren Sie mehr darüber, wie sich Profi auf das Projektgeschäft ausrichtet.

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