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ITscope Marktbarometer

Die Produkte des Channels aus Q4/2018

| Autor: Heidemarie Schuster

ITscope zeigt auf, was der Channel im Q4/2018 geklickt hat.
ITscope zeigt auf, was der Channel im Q4/2018 geklickt hat. (Bild: © Daniel Berkmann - stock.adobe.com)

Im vierten Quartal 2018 gab es im ITscope Marktbarometer so manche Überraschung. Dieses Mal war beispielsweise nicht Apple der große Abräumer. Neben HP bringt sich auch Lenovo immer mehr ins Spiel. Spannend ist auch die Entwicklung bei den Core-i9-CPUs sowie bei Software mit dem neuen Microsoft-Line-up 2019.

Der Anbieter der B2B-Handelsplattform ITscope veröffentlicht Zahlen zum abgelaufenen vierten Quartal 2018. Analysiert werden die Klicks von über 10.000 registrierten Fachhändlern auf die Produkte von über 340 gelisteten Distributoren aus ganz Europa.

Die Neueinsteiger

Zum Weihnachtsgeschäft 2018 gab es im Handel wieder einige interessante Neueinsteiger – von Apple aber auch von Microsoft.

Nummer 1 der Neueinsteiger des Weihnachtsgeschäftes ist das Microsoft Office Home & Business 2019 in der Boxversion (T5D-03210) mit satten 6.938 Klicks – weit weg von allen anderen Neueinsteigern. Während der Trend zu Office 365 geht, handelt es sich dabei um eine günstige „On-premises“-Alternative für Kunden, die noch nicht auf den Cloud-Zug springen wollen. Recht gut abgeschnitten hat auch der erst zwei Monate gelistete Microsoft Windows Server 2019 in der Standardversion mit 2.156 Klicks auf Platz 6. Ebenfalls gut platziert ist das schwarze Microsoft Surface Pro 6 mit Core i5-8350U, 8 GB RAM und 256 GB SSD. Das ist mit 2.172 Klicks auf Platz 5 gelandet.

Rang 3 unter den Neueinsteigern hat mit 2.392 Klicks die Intel-CPU i9-9900K mit einer Taktrate von 3,6 GHz und 16 MB Cache. Nach den Anfangsschwierigkeiten im Vorquartal hat sich der neue Prozessor schließlich noch zum echten Verkaufsschlager entwickelt.

Platz 2 konnte sich mit 2.708 Klicks das space-graue Apple iPhone Xs mit 256 GB Speicherplatz sichern. Die Variante mit 64 GB hat im Marktbarometer für Q4/2018 weit weniger gut abgeschnitten.

Ebenfalls gut im Weihnachtsgeschäft 2018 gelaufen ist die Apple Watch Series 4 mit größerem Display und 16 GB in Space-Grau. Sie kam auf 1.602 Klicks und war bei den Wearables der Renner. Gleiches gilt für die spielefreudige Grafikkarte Asus Turbo-RTX2080TI-11G mit 11 GB GDDR6. Sie landet mit 1.555 Klicks auf Platz 9.

TFT-Monitore

Bei den Arbeitsplatz-Bildschirmen stellt der Aufstieg des HP EliteDisplay E2431 von Platz 3 auf Platz 1 mit 3.555 Klicks praktisch eine Revolution dar. Denn lange Zeit hat sich Dell mit gleich mehreren Monitoren an der TFT-Spitze gehalten. HP hat aber wohl verstanden, was im Büro gebraucht wird: 24 Zoll, viel Auflösung und das möglichst günstig. Der hausinterne Rivale, das HP EliteDisplay E243 mit nur einfacher 1.080p-Auflösung, kann da zwar nicht ganz mithalten, besticht aber mit 2.201 Klicks und klettert zwei Ränge auf Platz 5.

Die meisten anderen 24-Zöller bieten aber auch nur die 16:9-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel oder sind deutlich teurer, mit einer Ausnahme: Der Dell UlraSharp 2412M, der lange zu den Verkaufsrennern zählte, ist wohl als Reaktion auf den Kampfpreis des neuen Spitzenreiters auch schon für einen ähnlichen Preis erhältlich. Dennoch ist er mit 1.793 Klicks vom sechsten auf den zehnten Platz abgerutscht. Die Lagerbestände des HP EliteDisplay 243 wurden bereits Mitte Oktober vermehrt nachgefragt und nach Aufstockung auch wieder geleert, das deutlich sichtbar vor Weihnachten.

Der Dell UltraSharp 2419H mit 1.080p im 16:9-Format hat von Platz 48 auf Platz 6 einen regelrechten Senkrechtstart hingelegt. Wohin die Reise geht, ist noch offen. Der Sieger der letzten zwei Quartale, der UltraSharp 2417H, ist im umsatzentscheidenden Weihnachtsquartal jedenfalls auf den achten Platz verwiesen worden. Der Dell UltraSharp U2715H mit der 2,5K- oder Wide-QHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel ist dagegen um zwei Positionen auf Platz 2 hochgerutscht. Ob das schon den Trend zu 27-Zoll-Bilddiagonale ankündigt, wird sich zeigen. In dem von 24 Zoll geprägten Spitzenfeld ist der Arbeitsplatzbolide allerdings noch eine Ausnahme.

Curved Breitbildmonitore wie der LG 34UM88C-P – von Platz 28 auf Platz 23 hochgekrabbelt – haben es in der Händler- und Kundengunst weiterhin schwer. Ob es dem Neueinsteiger Dell UltraSharp U4919DW gelingen wird, zu den Top 15 aufzusteigen, ist bei Platz 340 im Weihnachtsgeschäft 2018 noch offen. Interessant ist die Auflösung von 5.120 x 1.440 Bildpunkten allemal, besonders für Heavy Duty Gaming oder Börsenplätze. Der Preis ist allerdings weniger heiß – noch zumindest. Er ist fast doppelt so teuer als der LG-Monitor, der jedoch „nur“ 4K-UHD-Auflösung bietet.

Erstaunlich ist schließlich, dass der zuletzt schon als Neueinsteiger vorgestellte Konferenzmonitor Samsung Flip WM55H mit 4K Touchscreen es von Platz 77 auf Platz 26 geschafft hat – ein beachtlicher Erfolg für so eine Speziallösung!

Tablets

Bei den Tablets sind unter den Top 15 besonders die Neueinsteiger zu beachten – vor allem das Ringen zwischen Microsoft und Apple um die Vorherrschaft in der Business Class sticht hervor. Noch sitzen die ersten Reihen wie im Vorquartal fest im Sattel. Das sind das Microsoft Surface Pro mit 256 GB, der Klassensieger, der auf 4.875 Klicks kam, gefolgt vom Apple iPad 32 GB und dem Surface Pro LTE mit 256 GB, mit 2.966 Klicks schon deutlich abgeschlagen.

Spannend bleibt, wie sich das neue Microsoft Surface Pro 6 mit Intel Core i5 der achten Generation im Vergleich zum massiv beworbenen Apple iPad Pro Wi-Fi + Cellular schlägt. Beide sind mit hochauflösenden 2,7k-Pixel-Displays und 256 GB Speicher ausgestattet. Das Apple Tablet ist etwas schlanker und leichter, dafür war Microsoft spendabler was die Akkuzkapazität angeht und verspricht 13,5 Stunden Videolaufzeit im Vergleich zu 10 Stunden Betriebsdauer beim iPad.

Damit scheint das Surface Pro im Microsoft-dominierten Business-Umfeld wiederum die Nase vorn zu haben: Bei den Tablets hat es auf Anhieb Platz 6 geschafft, während das iPad Pro nur auf Platz 15 liegt, wobei zu berücksichtigen ist, dass dieses erst seit Ende Oktober Klicks einsammeln konnte.

Besser performen hier derzeit noch aus der vorigen Apple-Generation die deutlich günstigeren 64 GB Varianten des iPad Pro WIFI + Cellular (von 16 auf Platz 10) und iPad Pro Wi-Fi (von 23 auf Platz 13). Microsoft hat wiederum mit dem Aufsteiger Microsoft Surface Go noch ein Pferd im Rennen, das sich von Platz 14 auf Platz 9 verbessert hat.

Von anderen Marken ist im aktuellen Tablet-Ranking kaum eine Spur, sieht man vom Lenovo MiiX 520-12IK8 ab, das es auf Platz 25 geschafft hat.

Mobiltelefone

Auch wenn es sich im ITscope Marktbarometer in Q4/2018 noch nicht niedergeschlagen hat, ist der Verkaufsstopp für die 2017 lancierten iPhones 7, 8 sicherlich das beherrschende Thema im Mobilfunkmarkt. Am 20. Dezember kurz vor Weihnachten hat der Chiphersteller Qualcomm vor dem Landgericht München laut Chip das Recht erwirkt, bei Hinterlegung einer Sicherheitsleistung in Höhe von jeweils 668,4 Millionen Euro für zwei Patente den Verkaufstopp in Deutschland vorläufig zu vollstrecken. Apple hatte besagte Geräte vorsichtshalber aus den eigenen Shops genommen. Am 3. Januar 2019 trat das Verkaufsverbot dann offiziell in Kraft.

Ungeachtet dessen hat sich das space-graue iPhone 8 mit 64 GB Speichervolumen mit 4.453 Klicks weit vor allen anderen Smartphones in der Händlergunst erneut an der Spitze gehalten. Das iPhone X, ebenfalls mit 64 GB, ist im Ranking lediglich um eine Position auf Platz 5 abgerutscht. Ob sich das Verkaufsverbot auch auf andere Kanäle als den Apple Shop ausdehnt und wie der Großhandel reagiert, ist ungewiss.

Die Stückzahlen gehen jeweils bereits runter, die Preise sind schon gesunken, das liegt aber wohl mehr an dem Marktstart der neuen Xr- und Xs-Modelle im Oktober. Die Historie für den neuen beziehungsweise alten Klassensieger, besagtes iPhone 8, spricht Bände. Diese ist auch im ITscope Marktbarometer in der Historie gut nachzulesen.

Derweil scheint sich das space-graue Apple iPhone Xs mit 256 GB Speichervolumen, wie schon erwartet, zum absoluten Favoriten bei den Händlern zu entwickeln. Nach Erscheinen Mitte September im Vorquartal noch auf Platz 113, ist es jetzt bereits auf Platz 3 gelandet, womit es die anderen Xr- und Xs-Modelle abgehängt hat. Das größere, im VK aber auch um 100 Euro teurere iPhone Xs Max mit 256 GB hat von Rang 392 auf Platz 9 zwar auch einen kräftigen Satz nach vorn gemacht.

Insgesamt ist Apple mit zwölf Geräten in den Top 15 gelandet, Samsung nur mit drei Modellen, auffälligerweise aber mit fünf unter den Top 20, während die Mac-Company früher oft ganz allein auf weiter Flur war im Smartphone-Ranking. Das Galaxy S9 mit 64 GB ist um eine Position aufgerückt und liegt nun auf Platz 4, nachdem es im ITscope-Ranking anfangs so gefloppt hat. Das Galaxy S8 mit 64 GB hat sich stabil auf dem sechsten Platz gehalten. Von anderen Marken ist bis auf das Huawei P20 lite auf Platz 25 (vorher 28) so gut wie keine Spur. Erst ab Rang 88 folgen drei weitere Spitzenmodelle des chinesischen Anbieters.

Notebooks

Laptops und PC-Komplettsysteme gehören diesmal neben Software zu den absoluten Fokusthemen. Bei den Notebooks hat das Apple MacBook Air mit 13,3-Zoll-Display und Intel Core i5 die Spitzenposition an das 15,6-Zoll-Gerät HP ProBook 450 G5 verloren, das vorher als Neuling noch auf Platz 82 vor sich hindümpelte.

Gleich dahinter auf Platz 3 und 4 folgen zwei 15-Zöller von Lenovo: das ThinkPad E580, vorher auf Platz 2, und das Lenovo ThinkPad L580, das um eine Stelle auf Platz 4 aufgerückt ist, beide mit Intel Core i5-8250U. Der chinesische Riese liefert sich mit HP einen Kampf um die Marktführerschaft im Preis-/Leistungs-Rennen im Bereich 400 bis 800 Euro unter den Top 15. Tatsächlich scheint HP damit schon die Händlerherzen zu gewinnen. Denn das HP 250 G6 und das ProBook 650 G4, vorher auf den Positionen 242 und 58, teilen sich im vierten Quartal den elften und zwölften Platz. Das HP ProBook 470 G5 schaffte es von Platz 255 immerhin auf Platz 15.

Wenn es ans High-End geht, kämpfen Apple, Microsoft und Lenovo um die Krone. Die beliebtesten Laptops aus der Kategorie finden sich auf den Plätzen 5, 6 und 7 und sind der Reihe nach: das Microsoft Surface Book 2 mit 13,5 Zoll und Core i5 (vorher auf Platz 12), das Lenovo ThinkPad X1 Carbon 20KH mit 14-Zoll-Display und Core i7-8550U (vorher Platz 17) und das Apple MacBook Pro mit Touch Bar, 15,4-Zoll-Display und Core i7, das im dritten Quartal als Neueinsteiger noch auf Platz 46 war.

Komplettsysteme

Bei den PC-Komplettsystemen, die im ITscope Marktbarometer ebenfalls in den Fokus gerückt sind, verschiebt sich das Verhältnis eindeutig in Richtung HP und Lenovo. Die Form der Komplettsysteme wird zunehmend kleiner: Tiny, Mini und Micro sind der neue Trend.

Den Spitzenplatz belegt wieder der HP ProDesk 400 G4 mit Intel Core i5 (3,4 GHz) und 256 GB SSD (4.068 Klicks). Der namensgleiche Vertreter mit 2,1 GHz und 256 GB NVMe SSD ist von Platz 28 auf den zweiten Platz aufgerückt und hat das Lenovo ThinkCentre M710, i5, 2,4 GHz auf Platz 3 verwiesen.

Von Null auf den vierten Platz vorgeprescht ist dagegen der Tiny-PC Lenovo ThinkCentre M720q 10T7, Core i5 mit 1,7 GHz und 256 GB SSD. Was früher als NetTop und Co. bezeichnet wurde, heißt bei Lenovo eben Tiny-PC; HP nennt es Desktop-Mini-PC, Dell spricht von Micro. Abgesehen von der anderen Bezeichnung, stimmt jetzt allerdings die Leistung für alle gängigen Büroanwendungen. Ein günstiger Vertreter ist der HP ProDesk 400 G4, Intel Core i3 mit 3,1 GHz und 256 GB SSD, der von Platz 365 auf den zehnten Platz regelrecht hochgeschossen ist. Dell hinkt in dem Segment der Minis noch etwas hinterher. So konnte der Dell OptiPlex 3060 – Micro – 1xCore i5 8500T mir 2,1 GHz von Platz 132 auf Platz 30 zwar viel an Boden gutmachen, aber bei den großen Distributoren wie Tech Data und Ingram ist er relativ schwer erhältlich.

Überfliegerpotenzial könnte man den Geräten mit Intels Core-i-Prozessoren der achten Generation bescheinigen. Beliebt ist vor allem der mit 2,8 GHz getaktete Core i5-8400. Wer sich von Fujitsu noch einen entsprechenden Tower „Made in Germany“ sichern will, sollte sich beeilen. Interessant ist hier besonders der Fujitsu Esprimo P558/E85+, Core i5 mit 2,8 GHz und 256 GB SSD, zumal er von Platz 514 auf den elften Platz einen wahrhaften Senkrechtstart hingelegt hat, ebenso wie das Lenovo ThinkCentre M720q 10T7 mit Core i5 (1,7 GHz) und 256 GB SSD, das von Platz 492 auf Platz 14 aufgestiegen ist.

Grafikkarten

Besonders beliebt im Weihnachtsrummel war die neue Geforce RTX 2080TI Boards. Der Klassensieger ist das Asus Turbo-RTX2080TI-11G, das wie fast alle der rund 60 neuen Boards mit 11 GB GDDR6 Speicher ausgestattet ist.

Von Null auf den siebten Platz vorgestoßen ist die etwas teurere Zotac Gaming GeForce RTX 2080 Ti AMP. Von quasi Null (Position 941) auf Platz 9 ist die ähnlich teure MSI RTX 2080 Ti GAMINGxTRIO aufgestiegen. Alle diese 2080er-Boards befinden sich in der Distribution im Zulauf.

Gefragt sind auch weiterhin 2017er-Boards mit GDDR5-Speicher. Denn die PNY Quadro P4000 und P2000 halten hinter dem Sieger nach wie vor Spitzenplätze. Das Geforce-Board MSI GT 710 1GD3H mit 1 GB GDDR3 hat sich nur leicht auf Platz 4 verschlechtert, während sich die Gigabyte Geforce GTX 1060 Windforce OC 6G mit 6 GB GDDR5 um zehn Stellen auf den fünften Platz deutlich verbessern konnte.

Mainboards

Bei den Motherboards hat sich, vorher nur auf Platz 11, das Asus Prime X399-A die Krone geholt. Konnte der Hersteller im Vorquartal noch die ersten drei Plätze für sich beanspruchen, hat sich diesmal an zweiter Stelle gleich das Micro-ATX-Board Gigabyte GA-A320M-S2H gesetzt. MSI ist diesmal wieder mit zwei Hauptplatinen dabei unter den Top 15: mit dem viertplatzierten Intel-Board Z-370-A und dem 7A38-017R für AMDs Sockel AM4, das es als Neueinsteiger von 2018 auf Platz 11 schaffte.

Gleich dahinter ebenfalls als 2018er-Modell ist das Asus Prime Z370-P II. Unter den Neulingen erwähnenswert sind das Gigabyte X470 AORUS Ultra Gaming, das von Position 204 auf den achten Platz hochkatapultiert ist, und das Asus Prime X470-PRO, das sich von Platz 180 auf Platz zehn ebenso deutlich verbessern konnte. Anfangs hatten es die Mainboards von 2018 noch schwer, sich im Markt und bei den Fachhändlern durchzusetzen. Das scheint sich nun zu ändern.

Prozessoren

Das CPU-Geschehen war im vierten Quartal geprägt von Intel-Core-i9- und 8-Core-Prozessoren, wovon wiederum auch AMD profitierte. Der mit 4,35 GHz getaktete Ryzen 7 2700X des ewigen Herausforderers ist im 8-Kern-Aufwind schließlich um sieben Stellen auf Platz 10 aufgerückt.

In den letzten Quartalen fast immer nur maximal mit einer CPU unter den Top 15 vertreten, ist es AMD im Weihnachtsquartal 2018 gelungen, dort gleich noch zwei weitere Ryzen zu platzieren: Der mit 3,4 GHz getaktete 6-Kerner Ryzen 5 2600 konnte sich um zehn Stellen auf Platz 13 verbessern. Der Ryzen 3 2200G mit vier Kernen, integrierter Radeon Vega 8-Grafik und einer Taktrate von 3,5 GHz ist von Platz 12 auf Platz 14 leicht abgerutscht, aber immer noch vorne dabei.

An der Spitze stehen wieder vier Intel-Core-Prozessoren der achten Generation, angeführt von dem mit 3,7 GHz getakteten 6-Kerner Intel Core-i7-8700K, der mit großem Abstand auf 4.594 Klicks kam. Auf den Plätze 5, 8 und 12 finden sich drei Neueinsteiger: Da ist zunächst das Box-Pack des erst im Oktober lancierten Intel Core-i9-9900K mit acht Kernen und 3,6 GHz (im Boost sogar 5,0 GHz). Die etwas günstigere OEM-Variante der CPU aus dem aktuellen Coffee-Lake-Refresh mit 14-nm-Bauweise folgt drei Plätze dahinter. Und dann ist da noch der im August lancierte Intel Core i7-9700K, gleichfalls mit acht Kernen und einer Taktrate von 3,6 GHz. Gleichzeitig ist der offenbar überteuerte ältere 10-Kerner, der Intel Core i9-7900X, von Platz 21 auf Platz 33 abgerutscht.

Die Server-Pendants zu Ryzen heißen jetzt nicht mehr Opteron, sondern EPYC. Damit bringt AMD vergleichsweise günstige Server-Vertreter mit jeder Menge Kernen auf den Markt, die anfangs aber eher glücklos daher kamen. Das könnte sich nun ändern, denn der AMD EPYC 7351P mit 2,4 GHz, 16 Kernen und 32 Threads hat sich von Platz 343 auf Platz 131 vorgekämpft. Der EPYC 7351, der anders als die P-Variante Multi-CPU-Umgebungen unterstützt und daher im Händlereinkauf rund 300 Euro teurer ist, konnte sich von Position 547 auf Platz 223 verbessern. Die günstige EPYC 7251 mit 2,1 GHz und acht Kernen ist von Platz 836 auf Platz 235 aufgerückt. Erwähnenswert sind auch die 24-Kerner wie der AMD EPYC 7401P mit 2,0 GHz auf Platz 244 und einem Verkaufspreis von 1.299 Euro. Bei Intel würde man jeweils locker das Zehnfache hinlegen müssen.

Software

Mit dem stärkeren Fokus auf Systemhäuser ist Software zum neuen Trendthema geworden. Im Business kommt man da kaum an Microsoft vorbei. Entsprechend sind die ersten 24 Plätze alle von der Gates-Company oder mit OEM-Versionen von HP von ihr geprägt. Unter den ersten 15 Rängen ragen vor allem die sieben Microsoft-Produkte für 2019 heraus, die alle neu sind und einen regelrechten Senkrechtstart hingelegt haben.

Während die 2019er-Version schon anklopft und bei den Neueinsteigern den ersten Platz errungen hat, ist an der Spitze zum wiederholten Male Microsoft Office Home & Business 2016 in der Box mit 9.033 Klicks weit vor allen anderen. Die Einzelplatzvariante, die Kunden anspricht, die noch nicht auf den Cloud-Zug mit Office 365 springen wollen, ist für Freelancer zum Beispiel durchaus attraktiv, zumal auch Outlook dabei ist.

Auf dem zweiten Platz folgt mit 6.983 Klicks das deutsche Windows 10 Pro x64 als OEM-Ware mit DVD. Und dann kommt schon besagtes Office Home & Business 2019, das Windows 10 voraussetzt, ebenfalls im Box-Pack und mit Einzelplatzlizenz.

Von Null auf dem fünften Platz gelandet ist Office Home and Student 2019, als Einzelplatz-Box-Pack ohne Medien für PC und Mac. Enthalten sind die klassischen Office-Anwendungen sowie OneNote; anders als bei der Business-Variante ist Outlook aber nicht dabei. Auf Platz 5 folgt Microsoft Office Standard 2019 als Open Licence (OPL) Deutsch. Kleine und mittelständische Unternehmen können mit dem Open-Lizenzprogramm besser planen. Von Null auf Platz neun hochgeschnellt ist Microsoft Office Home and Business 2019 mit Multi-Language-Support. Interessanterweise ist die Mehrsprach-Variante etwas günstiger als die rein deutsche Version. Auf den Plätzen 14 und 15 sind schließlich der Microsoft Windows Server 2019 als OEM-Produkt und als Standard-Variante gelandet. Gleich dahinter schließt sich, ebenso brandneu, Microsoft Windows Remote Desktop Services 2019 an. Aber mit der Einzelplatzlizenz für Deutsch, die sich zum Beispiel für Thin-Clients anbietet, verlassen wir schon die Top 15. Bis Acronis auf Platz 25 und Veeam auf Platz 28 sind übrigens sonst nur Microsoft-Produkte unter den ersten 40 Plätzen.

Die Produkte des Channels aus Q3/2018

ITscope Marktbarometer

Die Produkte des Channels aus Q3/2018

01.11.18 - Beim ITscope Marktbarometer hat sich im dritten Quartal 2018 wieder einiges getan. So zeigt es erste Vorboten auf das Weihnachtsgeschäft. Zudem machen sich die gewaltigen Preissprünge bei Intel-CPUs aufgrund massiver Lieferschwierigkeiten bemerkbar. lesen

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