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ITscope Marktbarometer

Die Produkte des Channels aus Q3/2018

| Autor: Heidemarie Schuster

Langsam zeichnen sich die Channel-Produkte für das Weihnachtsgeschäft ab.
Langsam zeichnen sich die Channel-Produkte für das Weihnachtsgeschäft ab. (Bild: Pixabay)

Beim ITscope Marktbarometer hat sich im dritten Quartal 2018 wieder einiges getan. So zeigt es erste Vorboten auf das Weihnachtsgeschäft. Zudem machen sich die gewaltigen Preissprünge bei Intel-CPUs aufgrund massiver Lieferschwierigkeiten bemerkbar.

Das IT-Marktbarometer von ITscope zeigt die Top-Produkte des IT-Channels. Es gibt Aufschluss über die Bewegungen und Interessen des Markts. Über 8.000 Händler wickeln weite Teile ihrer Handelsprozesse, inklusive der Produktrecherche, über www.ITscope.com ab. Die Experten von ITscope erstellen aus diesen Zahlen Analysen und Prognosen.

Die Neueinsteiger

Den ersten Platz der Neueinsteiger belegt im dritten Quartal mit beachtlichen 1.277 Klicks der Apple HomePod. Im zweiten Quartal war der space-graue Lautsprecher mit dem Draht zu Apples Siri schon dabei gewesen, mit 465 Klicks jedoch erst auf Platz 4. Es ist zu erwarten, dass er zum Weihnachtsgeschäft nochmal einen ordentlichen Schub bekommt.

Mit hohen Platzierungen von Apple-Originalzubehör bestätigt sich regelmäßig die Markentreue von Apple-Usern. Im Q3 jedoch hat sich auf Platz 2 mit dem Logitech Slim Folio diesmal ein 3rd-Party-Zubehör für die 9,7 Zoll großen iPads der 5. und 6. Generation gemogelt. Es handelt sich dabei um eine schwarze Tablet-Hülle mit integrierter deutscher Bluetooth-Tastatur. Dafür gab es 1.218 Klicks.

Apples 30W-Ladegerät für den USB-C-Anschluss des 12-Zoll-MacBooks ( MR2A2ZM/A) ist mit 585 Klicks auf dem dritten Platz gelandet. USB-C setzt sich immer weiter durch und wird uns bei den Neueinsteigern noch weiter interessieren (siehe Logitech Rally und Delocks Videoadapter).

Logitech ist überhaupt der Aufsteiger der Saison und hat es nach keiner Platzierung im zweiten Quartal gleich mit drei Produkten unter die Neueinsteiger geschafft. Platz 4 belegt mit 473 Klicks die Logitech MX Vertical, eine senkrecht zu haltende Maus. Diese wurde nach den Kriterien führender Arbeitswissenschaftlern entwickelt und wird von dem Schweizer Hersteller aus dem bezeichnenden Ort Apples als „die Evolution der Ergonomie“ beworben. Durch den 57-Grad-Winkel reduziert sich nicht nur der Druck auf das Handgelenk, sondern auch die Beanspruchung der Muskeln. Das sind ideale Bedingungen für den Büroeinsatz. Gegen den Massenaustausch dürfte in vielen Unternehmen indes der hohe Preis von um die 90 Euro netto stehen.

Ebenfalls sehr hochpreisig kommt die neue Konferenzkamera Logitech Rally auf Platz 12 daher, die für einen VK von 1.249 Euro angeboten wird. Dafür bietet das motorbetriebene schlaue Auge allerdings auch die B2B-freundliche Deckenmontage, Belichtungs-optimierung zur natürlichen Abbildung aller Meetingteilnehmer und die volle 4K-Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel – sowie passend dazu USB-C.

Hier ist er wieder – der USB-C-Anschluss. Auch USB-Typ-C genannt, entwickelt der sich immer mehr zum neuen Standard, sowohl bei Smartphones als auch bei Notebooks. Darüber hinaus führt er Mac- und PC-Welten zusammen, aufgrund der Kompatibilität zu Thunderbolt 3, dem Standard der eine Datenrate von bis zu 40 Gbit/s verspricht. Microsoft hatte diese Technik noch 2017 für nicht massenmarkt-tauglich erklärt, setzt nun aber selbst im Surface Book 2 darauf.

Weitere interessante Neueinsteiger fürs Weihnachtsgeschäft sind die neue AVM Fritz!Box 7530, der kleine Bruder der Fritz!Box 7590, auf Platz 7 und die Nikon D3400 mit 24 Megapixeln (6.000 x 4.000 Bildpunkte) auf Platz 13. Die letzte beziehungsweise neueste Neuerscheinung, die es gerade noch in die Top 15 geschafft hat, ist das erst wenige Wochen alte Apple iPhone Xs Leather Case in Schwarz mit 158 Klicks.

Prozessoren

Top-Thema bei den CPUs sind die Liefer- und Produktionsengpässe bei Intel, die mutmaßlich auf Probleme bei der Umstellung von 14nm auf 10nm zurückzuführen sind, während andere Player im Chipmarkt – Samsung, sowie Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor (TSMC) sogar schon an der noch effizienteren 7-nm-Technologie arbeiten. Intel selbst verweist auf die hohe Nachfrage als Ursache, und ist offensichtlich nicht in der Lage, diese zu bedienen: Auf Nachfrage bestätigten die Broadliner Ingram und Also Deutschland, dass aktuell nur noch geringe Stückzahlen im Zwei-Wochen-Rhythmus eintreffen, mit denen zunächst die Vorbestellungen bedient werden. Fürs ganze vierte Quartal sei hier noch keine Entwarnung in Sicht.

Andere Reseller im Markt nutzen diese Situation aus und treiben die Preise nach oben. Händler, die nicht warten wollen oder können, müssen daher aktuell Aufschläge bis zu über 50 Prozent über den Preisen hinnehmen, die noch im Sommer üblich waren, und finden dann entsprechende Stückzahlen bei den anderen auf der ITscope Plattform gelisteten Distributoren.

Beispielhaft für die Entwicklung ist der mit 3 GHz getaktete 6-Kerner Intel Core i5-8500 (BX80684I58500) aus der neuen 8ten Generation auf Platz 6 des Rankings. Der HEK schnellte ab Mitte September binnen weniger Wochen über 50 Prozent nach oben.

Doch auch die älteren CPUs sind betroffen: der mit 3,7 GHz getaktete 2-Kerner aus der 6. Generation auf Platz 16, der Intel Core i3-6100 (BX80662I36100) ist im Preis fast auf das Doppelte gestiegen.

Spannend wird nun, ob der Konkurrent AMD Kapital aus dieser Situation schlagen kann. Was die reinen Klickzahlen der Händler angeht, sind jedenfalls Intel-CPUs aktuell aufgrund der fieberhaften Suche nach Stückzahlen im Vorteil. Der AMD Ryzen 3 2200G, APU, 4-Core, 3,5 GHz (YD2200C5FBBOX) hat sich immerhin um sechs Stellen auf Platz 12 verbessert, dafür ist der AMD Ryzen 7 2700X, 8-Core, SMT mit 4,35 GHz (YD270XBGAFBOX) mit nur noch Platz 17 aus dem Top 15 Ranking herausgefallen.

TFT-Displays

Bei TFT-Monitoren tut sich im Ranking nicht viel, wenn man davon absieht, dass Dell seine Position jetzt mit sechs statt vorher vier Geräten unter den Top 10 weiter ausgebaut hat. HP macht sich ebenfalls weiterhin breit, während die etablierten Big Player aus Südkorea LG und Samsung jeweils nur noch mit einem Modell unter den Top 10 vertreten sind. BenQ schafft es mit dem 24-Zöller BL2405HT gerade noch auf Platz 12, von den anderen Traditionsmarken fehlt bis zum EIZO FlexScan EV2750-BK auf Platz 51 jede Spur.

Nun zu den Top-Geräten: Der Dell P2417H hat es mit 24 Zoll bei der Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel erneut an die Spitze geschafft. Von Platz 4 auf Platz 2 verbessern konnte sich der Dell UltraSharp U2415, der ebenfalls als 24-Zöller daherkommt, allerdings mit der 16:10-Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten, ebenso wie das HP EliteDisplay E243i auf Platz 3. Das zeigt, dass sich 24 Zoll mit 16:9 Full HD oder 16:10 im Business offenbar immer mehr durchsetzt. Auf Platz 4 ist mit dem Dell UltraSharp U2715H dann erstmals ein Vertreter aus dem 27-Zoll-Lager mit der QHD-Wide-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel.

Während sich gebogene Fernseher nur mäßig verkaufen, nehmen Dell und Samsung im Oktober 2018 gerade wieder einen neuen Anlauf mit XXL-Curved-Monitoren für Business-Anwendungen, für Börsenplätze etwa. In der Händlergunst sind die aber auch nicht so von Erfolg gekrönt, wie Samsungs QLED-Monitor C49HG90DMU zeigt, der nun schon seit Mitte 2017 auf den Markt ist. Der 49-Zöller ist nämlich im dritten Quartal wieder von Platz 46 auf Platz 88 abgerutscht.

Mobiltelefone

Bei den Handys hat sich unter den Top 10 auch nicht viel getan, sieht man davon ab, dass Apple jetzt nur noch mit sechs statt vorher sieben Geräten dabei ist. Bisher halten sich noch die relativ zu den Neuerscheinungen günstigen, mit geringerem Speicher ausgestatteten Modelle an der Spitze: Apples space-graues iPhone 8 mit 64 GB (MQ6G2ZD/A) belegt immer noch Platz 1, das ebenfalls space-graue Apple iPhone SE mit 32GB (MP822DN/A) hat sich auf Rang 2 verbessert und das schwarze iPhone 7 mit 32 GB auf Platz 3 verwiesen. Samsungs Galaxy S9 mit 64 GB in Schwarz (SM-G960FZKDDBT) hat sich auf Platz 5 gehalten, das ebenfalls schwarze Samsung Galaxy S8 in der Variante mit 64GB (SM-G950FZKADBT) hat sich um zwei Positionen auf Platz 6 verbessert, das Galaxy A5 von 2017 (SM-A520FZKADBT) sogar um drei Stellen auf Platz 8, während das schwarze Galaxy S7 (SM-G930FZKADBT) von Platz 6 auf Platz 10 abgerutscht ist.

Soweit so schön. So richtig interessant ist laut ITscope, wie sich das noch frische iPhone Xs macht, das erst Mitte September 2018 auf den Markt gekommen ist. Unter den möglichen Farben und Ausstattungen dominiert aktuell mit über 200 Klicks pro Woche die Variante MT9H2ZD/A – das iPhone Xs 256GB in Space-Grau – trotz des VKs von um die 1.300 Euro.

Das ebenfalls space-graue iPhone Xs Max besticht zwar mit dem bisher größten iPhone Display, das sich mit 6,5 Zoll nicht mehr hinter der Konkurrenz verstecken muss, tut sich aber angesichts des deutlich höheren Preises und nur um die 100 Klicks weit schwerer, die Händlerherzen zu erwärmen.

Tablets

Bei den Tablets ist auf den ersten Plätzen alles wie im zweiten Quartal: Den Spitzenplatz hält weiterhin das Microsoft Surface Pro mit 12,3-Zoll-Display und 256 GB Speicher, Windows 10 Pro und Intel Core i5-7300U (FJY-00003) zu einem VK von 1.299 Euro. Im zweiten Quartal hatte es zwar noch über 6.000 Klicks, mit 5.737 Treffern ist es aber bei Händlern wie bei Business-Kunden immer noch der beliebteste Tablet-PC.

Ganz weit oben in der Händlergunst rangiert auch immer noch das Surface Pro in der Variante mit LTE in Schwarz. Dieses konnte sich im dritten Quartal mit 3.072 Klicks zum dritten Mal in Folge den dritten Platz sichern, allerdings weit hinter dem Apple iPad mit 32GB (MR7F2FD/A), das mit 4.932 Klicks deutlich besser abgeschnitten hat und wieder auf Platz 2 landete. War die Mac-Company im zweiten Quartal noch mit sieben iPads unter den Top 10, sind es jetzt nur noch sechs, das tut der Beliebtheit der Marke mit dem angebissenen Apfel aber keinen Abbruch.

Samsung hat es diesmal mit zwei Geräten unter die Top 10 geschafft. Erwähnenswert ist vor allem das in Schwarz gehaltene Galaxy Tab A (Modell 2016, SM-T585NZKEDBT), das mit 2.890 Klicks um vier Stellen auf Platz 4 vorgerückt ist. Dieses bietet eine WUXGA-Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixel auf 10,1 Zoll, einen 1,6 GHz schnellen 8-Core-Prozessor und 2 GB RAM sowie Platz für eine SD-Karte mit maximal 200 GB. Ansonsten hat sich unter den Top 10 nicht viel getan.

Interessanter ist da schon das neue Microsoft Surface Go mit Intel Pentium Gold 4415Y CPU und 128 GB Speicher in Silber (JTS-00003), das erst seit Juli 2018 auf den Markt ist und des mit 2.283 Klicks von Anhieb an auf Platz 14 geschafft hat. Eine Microsoft-typische Besonderheit ist das zehn Zoll große 10-Punkt-Multi-Touch-Display mit der etwas ungewöhnlichen Auflösung von 1.800 x 1.200 Bildpunkten.

Business-Anwendern, für die das Gerät mit Windows 10 Pro gedacht ist, kann es nur recht sein. Die Business-Handschrift zeigt sich bei diversen Sicherheitsmerkmalen und dem vorinstallierten Microsoft Office 365 als Trial Version. Passend dazu hat sich das in Schwarz gehaltene Microsoft Surface Go Type Cover mit Tastatur, Trackpad und Beschleunigungssensor innerhalb kurzer Zeit mit durchschnittlich über 50 Klicks pro Woche schon zu einem echten Quotenfänger entwickelt. Die Surface-Go-Hüllen in anderen Farben kamen im dritten Quartal noch nicht so gut an. Aber vielleicht reißt es ja das kommende Weihnachtsgeschäft heraus.

Wearables

Drei Trends sind bei den Wearables von besonderem Interesse. Erstens ist Apple nur noch mit fünf statt vorher acht tragbaren Geräten unter den Top 10, zweitens nur noch mit einem statt vorher 5 Smart Watches unter den Top 5 und drittens sind die Klickraten insgesamt saisonal bedingt deutlich zurückgegangen. Die weltraumgraue Apple Watch Series 3 auf Platz 1 zum Beispiel hat diesmal nur 1.723 statt vorher 2.140 Klicks eingeheimst. Der Grund, dass bei Apple die Klicks so stark nachlassen ist sehr wahrscheinlich der Generationswechsel auf die Watch Series 4. Diese wurde bereits vorgestellt, aber ist noch nicht im Ranking zu sehen. So ist schlagartig die Apple Watch Series 3 nicht mehr so beliebt. Das kommt den anderen Herstellern zu Gute und diese klettern nach oben.

So ist die Garmin Vívofit 3 (010-01608-06) zum Beispiel trotz einem Rückgang auf 1.386 statt vorher 1.606 Klicks von Platz 8 auf Platz 2 hochgerutscht. Die Plätze 3, 4 und 5 gingen diesmal an Nokia, genauer an die Steel HR Series. Sie konnte – seit November 2017 auf dem Markt – schon im zweiten Quartal gut zulegen. Von Platz 12 auf Platz 3 gemausert hat sich zum Beispiel die 44 mm große Nokia Steel HR (HWA03/40/BLACK), die im dritten Quartal aufgrund der schwankenden Verfügbarkeiten einen echten HEK-Rollercoaster erlebt hat. Die Schwankungen machten im HEK über 50 Euro aus. Einen ähnlichen, aber nicht ganz so dramatischen Verlauf nahm die Nokia Steel HR mit 36 mm auf Platz 4.

Neben zwei Samsung Gear S3 wie dem Modell Classic (SM-R770NZSADBT) auf Platz 9 hat es diesmal – zwar nur knapp – auch eine Fitbit unter die Top 15 geschafft: die Fitbit Charge 2 Blau-Silber (FB407SBUL-EU), gefolgt von der baugleichen Fitbit Charge 2 Silber-Blue (FB407SBUS-EU). Erwähnenswert ist schließlich noch die Garmin Fenix 5 Series, die es schon länger gibt, aber wohl aufgrund des gesunkenen HEKs interessanter zu werden scheint. So ist die Garmin Fenix 5 (010-01688-00) in grau/schwarz mit GPS, Herzfrequenzmessung und passiver digitaler Anzeige innerhalb eines Quartals von Position fernerliefen (208) auf Platz 20 aufgerückt. Gleich dahinter folgt die Variante in silber/blau (010-01688-01).

Notebooks

Bei den Notebooks hat sich Apple mit dem MacBook Air mit 13,3 Zoll und der WXGA+-Auflösung von 1.440 x 900 Bildpunkten (MQD32D/A) mit 4249 Klicks an die Spitze gesetzt – wieder muss man sagen. Denn Anfang des Jahres war es da schon, bevor im zweiten Quartal das HP ProBook 450 G5 mit 15,6 Zoll, Core i5-8250U und 8 GB RAM (3KY96EA#ABD) wie aus dem Nichts (genauer Platz 40) hochschoss. Das ist jetzt auf Platz 3 abgerutscht, denn das von den Komponenten fast genauso ausgestattete Lenovo ThinkPad E580 (20KS001JGE) hat sich von Platz 4 kommend davor gesetzt.

Ansonsten hat sich auf den ersten Blick eigentlich nicht viel bewegt, möchte man meinen, wobei der Schein trügt. Lenovo ist wieder mit acht Notebooks unter den Top 15, Apple und HP jeweils mit drei statt vorher zwei Geräten und Dell nicht mehr dabei. Tatsächlich hat sich aber so einiges getan.

Das Lenovo ThinkPad L580 20LW mit 15,6-Zoll-Display, Core i5-8250U, 256 GB SSD und 8 GB RAM (20LW000VGE) aus dem 2018er Line-up der L-Serie ist von Platz 42 auf Platz 5 vorgerückt und macht sich im beginnenden vierten Quartal auf, zum Gipfelstürmer zu werden. Ähnlich klickverdächtig ist auch das Lenovo ThinkPad L480 20LS mit 14-Zoll-Display, Core i5-8250U und 8GB (20LS001AGE), das von Position 79 auf Platz 10 vorgestürmt ist. Bei dem eingangs genannten Apple MacBook Air bewegt sich dagegen im beginnenden Weihnachtsquartal noch recht wenig, was die Klickraten angeht.

Relativ verhalten sind sie auch beim Microsoft Surface Book 2 (13,5 Zoll, 3.000 x 2.000, Core i5-7300U, HMX-00004), der von Position 10 auf Platz 12 abgerutscht ist, und bei dem Apple MacBook Pro (13,3 Zoll, 2.560 x 1.600 Pixel in Grau, MPXT2D/A), das gerade noch den letzten Platz der ersten 15 erwischt hat, immerhin um eine Stelle besser als im zweiten Quartal.

Das Lenovo ThinkPad X1 Carbon 20KH mit 14-Zoll-Display, Core i7-8550U, 512 GB SSD und 16 GB RAM (20KH006JGE) ist mit Platz 17 knapp an den Top 15 vorbeigeschrammt. Schon im zweiten Quartal machte ein X1 von sich reden, allerdings mit dem Unterschied, dass es sich um das Vorgängermodell 20HR0021GE mit 8 GB statt 16 GB RAM handelte, das nur noch als B-Ware verfügbar ist – für ab etwa 1.200 Euro. Die doppelte Ladung RAM (16 GB) scheint sich jedoch bezahlt zu machen, obwohl das neue ThinkPad X1 Carbon mit einem VK von 2.399 Euro ziemlich weit oben angesiedelt ist. Aber wie Apples Macbooks zeigen, hängt das Händlerherz nicht so sehr an einem günstigen Preis.

Komplettsysteme

Bei den PC-Systemen hat sich unter den Top 10 wenig bewegt. HP ist wie im zweiten Quartal nur zweimal unter den Top 10, Lenovo nur noch viermal (vorher fünfmal), Fujitsu nur einmal und Dell jetzt zweimal statt einmal.

Die Position der ersten drei ist unverändert: Der HP ProDesk 400 G4 (1JJ56EA#ABD) mit dem 3,4 Ghz schnellen Core i5-7500 und 256 GB SSD (1JJ56EA#ABD) ist wie im zweiten Quartal mit 4.453 Klicks weit vorn. An zweiter Stelle folgt wie zuvor schon das Lenovo ThinkCentre M710 (10MR000XGE) mit 2.318 Klicks. Das Modell verfügt ebenfalls über eine SSD mit 256 GB und einen i5-Prozessor, allerdings handelt es sich um den mit 2,4 GHz getakteten Core i5-7400T. Der Fujitsu Esprimo P557/E85+ (VFY:P0557PP581DE) mit 3,5 GHz schnellen Core i5-7400 (man achte auf das fehlende T) ist weiter auf Platz 3.

Interessant sind lediglich zwei Aufsteiger der Saison: der HP ProDesk 400 G3 DM, i5, 2.7 GHz, 256GB SSD (1EX82EA#ABD), der sich von Platz 41 auf Platz 4 verbessern konnte, und der Dell OptiPlex 3050, i5, 3,4 GHz, 256 GB SSD (TZY5H0), der von Position 120 kommend auf Platz 9 sogar noch einen größeren Satz nach vorn machte.

Was allerdings auffällt, ist die Tatsache, dass alle Komplettsysteme bis Position 27 mindestens ein Jahr „auf dem Buckel haben“, so auch der Apple iMac, i5, 3,4 GHz mit 1 TB Speichervolumen (MNE92D/A) auf Platz 10, übrigens der Einzige unter den Top 10 mit dem angebissenen Apfel. Dabei ist die Marke aus Cupertino im ITscope Marktbarometer sonst wieder recht stark vertreten.

Das einzige neue und herausragende Produkt unter den Komplettsystemen ist der HP ProDesk 400 G4 mit dem 2,1 GHz schnellen Core i5-8500T und 8 GB RAM (4CZ90EA#ABD), aber wie bereits angedeutet erst auf Platz 28. Die Klicksteigerungen können sich sehen und für Q4/2018 mehr erwarten lassen. Mit 17,5 cm im Quadrat ist der Mini-PC zwar nicht so klein wie der Intel-NUC-Plattform (12 x 12 cm), aber immer noch klein genug, dass er von einem Monitor huckepack genommen werden kann und für einen aufgeräumten Arbeitsplatz sorgt.

Grafikkarten

Bei den Grafikkarten bleibt es turbulent. So ist die Q2-Siegerin, die Zotac GeForce GTX 1080 Ti Mini mit 11 GB GDDR5X (ZT-P10810G-10P), mit nur noch 575 statt vorher 1.801 Klicks kläglich auf Platz 76 abgerutscht. Stattdessen findet sich jetzt die vormals zehntplatzierte Palit GeForce GTX 1050 Ti StormX (NE5105T018G1F) mit 4GB GDDR5 und 1.726 Klicks an der Spitze, gefolgt von der PNY Quadro P4000 (VCQP4000-PB) mit 8GB GDDR5 und 1.555 Klicks, die vorher auf Platz 4 war.

Ein Überraschungsaufstieg von Platz 15 auf Platz 5 ist der Asus ROG-STRIX-GTX1080TI-11G-GAMING mit 11 GB GDDR5X (90YV0AM1-M0NM00) gelungen. So richtig interessant wird es dann erst wieder ab der Position 8, der von der HP-gelabelten Nvidia Quadro P2000 mit 5GB GDDR5 (1ME41AA, im zweiten Quartal noch auf Platz 42. Die Gainward GeForce GTX 1060 mit 6 GB GDDR5 (3712) gleich dahinter war vorher noch auf Platz 25.

Die neueren Modelle aus 2018 setzen sich erst langsam durch. Auf den oberen Plätzen sind – wie auch die MSI GT 710 1GD3H LP mit 1 GB GDDR3 (V809-1899R) – Komponenten, die schon seit 2016 auf dem Markt sind. Die Neuerscheinungen von 2018 tauchen erst bei Position 39 auf, die PNY Nvidia Quadro P620 mit 2 GB GDDR5 und PCIe 3.0 x16 Low-Profile (VCQP620-PB), die im zweiten Quartal nur gerade mal auf Platz 182 war. Hier ist bei weiter steigendem Interesse ein Aspirant auf Top Platzierungen, zumal der niedrige, schmale Formfaktor ideal für den Einsatz in Workstations für den Business User ist.

Mainboards

Waren im ITscope-Ranking für das zweiten Quartal 2018 teilweise noch die Ausläufer des Blockchain- beziehungsweise Bitcoin-Hypes erkennbar, heißt es im dritten Quartal wieder „back to business“ und ran an die Spielekisten. So wie übrigens bei den markenbewussten Chinesen kommt es vielen PC-Käufern in Deutschland weniger darauf an, was auf dem Gerät draufsteht, sondern was darin verbaut ist. Asus-Mainboards sind für viele Gamer und Business-Kunden immer noch die erste Wahl. Das spiegelt sich typischerweise auch im ITscope-Ranking für Motherboards wider. So ist Asus diesmal sogar gleich mit sieben Hauptplatinen unter den Top 10 und mit fünf unter den ersten sechs.

Das fängt damit an, dass die ersten beiden Boards wieder das 1.168-fach geklickte Asus Prime Z370-P, LGA 1151, ATX (90MB0VH0-M0EAY0) und das Asus Prime Z370-A, LGA 1151, ATX (90MB0V60-M0EAY0) sind. Das Sieger-Board für Intels Core-Prozessoren der 8. Generation richtet sich an Kunden, die im Do-it-yourself alles aus einem PC herausholen wollen.

Das Asus H110M-A/M.2, LGA1151, micro ATX (90MB0R60-M0EAY0) ist um drei Stellen auf Platz 3 aufgerückt. Platz 4 holte sich das Micro-ATX-Board Gigabyte GA-A320M-S2H – 1.0 (GA-A320M-S2H) mit Sockel AM4 für AMD-Ryzen-CPUs mit Unterstützung von DDR4-SDRAM und 8-Kanal-HD-Audio. Platz 7 ging an das ATX-Board MSI Z370-A PRO, LGA 1151 (7B48-001R). Traditionell zählen die beiden Player so wie ASUS ebenfalls zu den Top-Mainboard-Marken, alle drei stammen übrigens aus Taiwan wie die meisten Komponentenhersteller (auch Apple-Produktionspartner Foxconn), produzieren allerdings überwiegend in China.

Einigen Wirbel gab es, als Asus im Juli auf der eigenen Webseite versehentlich Zugriff auf die Modellnamen zu 19 neuen Mainboards für Intels Sockel 1151 gegeben hat und dazu auch den bisher nicht bestätigten Chipsatz Z390 durchsickern ließ. Daraufhin mussten die Boards vorübergehend bei einigen Lieferanten gesperrt werden, damit der Marktstart nicht verzerrt wird – die Freigabe erfolgte erst am 8. Oktober. Es wird daher in Q4 spannend, ob die neuen ASUS-Boards auf entsprechendes Interesse stoßen, und ob die gebotenen Zusatzfeatures wie zum Beispiel OnBoard-USB-3.1-Gen2-Unterstützung für Nachfrage sorgen.

Bisher haben es 2018er Mainboards im Ranking noch schwer, die meisten Motherboards sind noch 2017er-Modelle oder älter. Unter den 2018er sind die LGA1151-Boards von ASUS führend, ganz vorn das Asus Prime B360M-A, LGA1151, micro ATX (90MB0WQ0-M0EAY0) auf Platz 9, das seit April 2018 im Handel ist. Zwischendurch schiebt sich ein AMD-Mainboard von Gigabyte auf Rang 27, das zu Jahresbeginn herausgekommene Gigabyte GA-78LMT-USB3 R2 (rev. 1.0) AMD 760G Socket AM3+ Mini ATX.

Auf Platz 31 folgt das Asus Prime H310M-A als micro ATX Board mit Sockel LGA1151 und USB 3.1 Gen 1 (90MB0WI0-M0EAY0). Die neuesten Business-Mainboard von Asus finden sich noch weiter hinten, zum Beispiel das ATX-Board Asusu Prime B360-Plus auf Platz 50.

Festplatten

Bei den Festplatten und SSDs hat sich auf den vorderen fünf Plätzen nicht viel getan. Die Top 15 werden ganz klar von der Samsung 860 PRO und der WD Red dominiert. Die beiden Hersteller lösen sich an der Front eigentlich immer ab, nur die Seagate IronWolf mit 4 TB (ST4000VN008), die um drei Positionen auf Platz 13 vorrückte, stört das traute Stelldichein von Samsung und Western Digital.

Die Samsung-SSD 860 EVO mit 250 GB (MZ-76E250B/EU) ist mit satten 10.921 Klicks weiter an der Spitze, die größere Schwester, die Samsung EVO mit 500 GB (MZ-76E500B/EU), wie vorher schon mit 7.507 Klicks auf Platz 2. Die Pro Variante MZ-76P256B mit 256GB ist stark im Kommen, von Platz 14 im zweiten und Platz 110 im ersten Quartal nun auf Platz 6 des Rankings. Parallel vollzieht sich allmählich der Wechsel zur neuen 970er Serie:

Hier ist der Aufstieg der Samsung-SSDs Samsung 970 EVO mit 500 GB (MZ-V7E500BW) und der Samsung 970 EVO mit 250 GB beachtlich, beide im Formfaktor M.2 2280 und mit PCI Express 3.0 x 4 (NVMe) als Schnittstelle. Diese schießen, wie sich im zweiten Quartal bereits ankündigte, mit wöchentlich mehr als 250 Klicks glatt durch die Decke: die 500er von Platz 76 auf Platz 12 in nur drei Monaten, die 250er von Platz 90 auf Platz 18.

Im NAS-Sektor ist weiter die WD Red mit 4 TB Speicherplatz (WD40EFRX) führend auf Rang 3. Dies zeigt, dass im Raid Segment 4 TB für viele Anwendungen immer noch ausreicht, während die 6 TB (Platz 7) langsam nach vorne kommt. Vielleicht gelingt WD ja mit der neuen 8 TB Variante WD80EFAX der Durchbruch: Diese ist seit Mai 2018 verfügbar, mit üppigen 256MB Cache ausgestattet und direkt von 0 auf Platz 50 eingestiegen.

Drucker und MFPs

Bei den Printer-Produkten ist an der Spitze wenig Bewegung. Die Klassenbesten sind wie gehabt: Der HP Color LaserJet Pro MFP M477fdn (CF378A#B19) und der HP LaserJet Pro M402dne (C5J91A#B19) haben sich an der Spitze lediglich abgelöst. Auf den nachfolgenden Plätzen 3, 4, 5 und 6 sind wieder der HP PageWide Pro MFP 477dw (D3Q20B#A80), der HP OfficeJet Pro 8710 (D9L18A#A80), der HP LaserJet Color Pro M452dn (CF389A#B19) und der HP LaserJet Color Pro MFP M477fdw (CF379A#B19). Es könnte auch so weitergehen, aber auf Platz 8 und Platz 9 haben sich dann gegenüber dem Q2-Ranking der Laserdrucker Brother HL-L5100DN (HLL5100DNG1) und der Tintenstrahler Canon Pixma iP7250 (6219B006) abgelöst.

Von besonderem Interesse ist hier ein günstiges, kompaktes monochromes Laser-Multifunktionsgerät: der HP LaserJet Pro MFP M28a (W2G54A#B19) ist zwar „nur“ auf Platz 50, allerdings noch sehr neu, das heißt erst Februar 2018 auf dem Markt und kommt von Platz 260 im zweiten Quartal.

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