Stimme aus dem Handel

Die Politik schickt uns in den Datensuizid

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Kein Platz für Schutz

Im Geflecht der Großkonzerne ist bei all dem Big Data kein Platz für den Schutz der Daten. Auch der Übergang zwischen wirtschaft- und staatlichen Interessen ist in vielen Ländern fließend. Beide Seiten sehen ihr Seelenheil in der hemmungslosen Sammelwut und personalisierter Verknüpfung unserer Daten. Diese stellt die Hauptgefahr dar. Erst hier kann aus geringwertigen Einzeldaten ein wertvolles Gesamtpaket werden.

Da wir augenscheinlich recht schmerzfrei mit unseren Daten umgehen und die Gegenseite mit fast grenzenlosen Ressourcen antritt, sollten wir uns einige grundsätzliche Fragen stellen: Ist der Preis für unsere demokratische Ordnung nicht ein mangelhafter Schutz des Einzelnen? Die Bürger fühlen sich frei und sicher und der Bedarf nach Datenschutz scheint mir stark reziprok dazu. Die darstellbare Wertigkeit ist sehr gering und nur eine kleine Zielgruppe mit hohen kommerziellen Interessen kann und will ihre Daten adäquat schützen.

Erst wenn der Preis für die Daten die persönliche Freiheit oder gar die Angst um Leib und Leben ist, werden wir an unserem Verhaltensmuster etwas ändern. Doch zum jetzigen Zeitpunkt habe ich den Eindruck, dass wir mit den Bewohnern des Schlaraffenlandes über eine Hungersnot sprechen wollen. So bleibt es am Ende wieder bei den großen Worten einer zu tiefst (selbst-)betroffenen Politik, die einen Teil der Bevölkerung wissend in den Datensuizid laufen läßt. □

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