ITC Channel Index zeigt wachsende Umsätze

Die Kassen im ITK-Fachhandel klingeln wieder

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Im B2C-Segment war ein saisonal bedingtes positives Umsatzwachstum zu beobachten. Mit 114 Punkten liegt der ITC Channel Index hier zwölf Prozent über dem Vorjahr. Im Vergleich zum September konnte er um 21 Prozent wachsen. Die Retail-Entwicklung ist damit in allen bisher erfassten zehn Monaten des Jahres 2009 positiv ausgefallen. Im kumulierten Jahresvergleich konnte so ein Wachstum von acht Prozent erreicht werden.

Der PC-Markt ist weiterhin von einem Aufwärtstrend gekennzeichnet. Hier können sich Händler über ein Absatzwachstum von 27 Prozent und ein Umsatzwachstum von 14 Prozent im Jahresvergleich freuen, vor allem Note- und Netbooks geschuldet.

Bildergalerie

Dagegen hatten LCD-Monitore im privaten Umfeld auch im Oktober zweistellige Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Besonders LCD-Monitore mit 20 Zoll oder kleiner sind ursächlich dafür. Weiterhin stark nachgefragt werden Displays mit 22 Zoll oder größer. So kommen beispielsweise 24-Zoll-Displays den Ansprüchen vieler Konsumenten hinsichtlich Multimedialität und Spieleerlebnis näher. Der Trend zu HD-Content und gesunkene Preise tun ihr Übriges dazu, den Trend zu verstärken.

Zubehör entwickelt sich weitgehend positiv. Eingabegeräte fürs Gaming beispielsweise bewegen sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Dieses Jahr haben deutsche Konsumenten bislang rund 126 Millionen Euro für Gamepads, Joysticks und andere Eingabegeräte ausgegeben. Das sind 24 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch Zubehör wie Adapter, Akkus, Ladegeräte, Taschen oder Memory-Cards entwickelt sich äußerst positiv. Im Jahresvergleich wuchs der Absatz um 20, der Umsatz um 36 Prozent.

Neuer Trend

Somit zeichnet sich ein neuer Basis-Trend ab: Die hohen Ausstattungsraten an Rechnern und Spiele-Hardware ziehen entsprechend positive Nachfrage nach dem verfügbaren Zubehör nach sich, bei auch in naher Zunkunft geringerer Preissensibilität. Auch wenn Diskussionen über Arbeitsplatzunsicherheit und allgemeiner Wirtschaftsentwicklung sich negativ auf die Kauflaune in Deutschland auswirkt, sollte das Jahresendgeschäft nur sehr bedingt betroffen sein. 2010 dürfte der Markt sich stärker auf innovative Produkte konzentrieren, als dies noch 2009 der Fall war.

Im Detail: Handys und Smartphones

Es ist eine Nachfrageverschiebung zugunsten von Smartphones zu beobachten. Nachlassende Innovationskraft und modifizierte Subventionspolitik führen bei Handys zu Verlusten. Ein gewisser Mangel an Innovationen bewegt Konsumenten außerdem dazu, aktuelles Equipment länger zu verwenden. Smartphones dagegen bieten neben einigen weiteren Segmenten wie Multimedia-Phones die meisten Vorteile aus Sicht der Anwender. 3G und damit verbundenen Dienste eröffnen Providern zudem neue Umsatzmöglichkeiten.

(ID:2042548)