Zahlen auf einen Blick im Marktbarometer Die In- und Out-Themen der ITK-Branche in KW 26

Redakteur: Katrin Hofmann

Vom ITK-Arbeitsmarkt über die Zahlungsmoral der Unternehmen bis hin zum Server-Markt: Regelmäßig zeigt IT-BUSINESS an dieser Stelle die ITK-Trends – aber auch -Flops – im auf wesentliche Fakten komprimierten Überblick.

Firmen zum Thema

Erst abheben, anschließend abstürzen: Zahlreichen Trendthemen ergeht es so.
Erst abheben, anschließend abstürzen: Zahlreichen Trendthemen ergeht es so.
( Archiv: Vogel Business Media )
Der ITK-Sektor hat hierzulande zirka 846.000 Beschäftigte. (Archiv: Vogel Business Media)

Die ITK-Branche ist nach dem Maschinen- und Anlagenbau der zweitgrößte Arbeitgeber in der deutschen Industrie, hat der Bitkom herausgefunden. In den nächsten Jahren müssen laut Einschätzung des Branchenverbands die wichtigsten Infrastrukturen wie Verkehrs-Systeme, Behördennetze oder das Bildungssystem durch IT intelligent gemacht werden. „Der Bedarf an Spezialisten, die diesen Wandel gestalten, ist enorm,“ sagt Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. 53 Prozent der ITK-Firmen wollen 2010 Personal einstellen, 30 Prozent das aktuelle Niveau halten.

Western Digital auf Überholspur

Western Digital hat den größten Marktanteil. (Archiv: Vogel Business Media)

Laut iSuppli hat Western Digital erstmals in einem Quartal mehr Hard Disk Drives (HDDs) ausgeliefert als Seagate.

Die ausgelieferten Stückzahlen der Top-5-Laufwerk-Anbieter sanken im ersten Quartal weltweit um ein Prozent. Den größten Rückgang verzeichnete Toshiba/Fujitsu (-16,7 %), den stärksten Zuwachs Hitachi (+13,9 %).

Server-Markt rappelt sich auf

Der Server-Umsatz von Dell wuchs am stärksten. (Archiv: Vogel Business Media)

Der Umsatz mit Servern in EMEA wuchs IDC zufolge im ersten Quartal um 7,4 Prozent. Noch überzeugender präsentiert sich das Wachstum bei den Stückzahlen: Mit 560.000 verkauften Systemen wurden in den ersten drei Monaten 16,4 Prozent mehr Geräte abgesetzt als im Vorjahr.

Trends

  • Im europäischen Vergleich fürchten sich die Deutschen am meisten vor der Zukunft, lautet das Ergebnis einer Studie des GfK-Vereins. Zwei Drittel sorgen sich um ihren Arbeitsplatz. Angst vor einer negativen wirtschaftlichen Entwicklung haben 26 Prozent.
  • Die Zahlungsmoral deutscher Unternehmen hat sich weiter verbessert. Der D&B-Zahlungsindex stieg im Mai zum elften Mal in Folge. Damit beglichen rund 82 Prozent der Firmenkunden ihre Rechnungen bis zum vereinbarten Termin.
  • Die IT-Abteilungen stehen unter Kostendruck. Einer Studie von Micro Focus und Vanson Bourne zufolge, die Firmen in Großbritannien, Deutschland und den USA berücksichtigte, müssen 50 Prozent im laufenden Geschäftsjahr mit weniger IT-Budget auskommen. Nur neun Prozent planen, zusätzliche Mittel für Innovationen aufzubringen.
  • „E-Shops investieren am Bedarf vorbei“, resümiert E-Business-Experte Novomind auf Basis einer Studie. Dem zufolge wird stärker in die Nachbetreuung, wie E-Mail- oder Telefonberatung, anstatt in einfache Kaufprozesse investiert. Obwohl Online-Kunden laut Novomind vor allem dort einkaufen, wo das Shoppen reibungslos funktioniert.
  • Die Bundesregierung sorgt sich um die Finanzierungssituation von Unternehmen. Grund dafür seien unter anderem die eher schlechten Geschäftszahlen im Jahr 2009, die die Kreditwürdigkeit belasten.

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