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Kubernetes als Basis

Die heißesten Cloud-Native-Projekte für das Rechenzentrum

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Ulrike Ostler

Über zwei Drittel der Unternehmen planen in den nächsten Monaten auf Basis von Container-Clustern und Kubernetes einen Teil ihrer Anwendungen zu betreiben.
Über zwei Drittel der Unternehmen planen in den nächsten Monaten auf Basis von Container-Clustern und Kubernetes einen Teil ihrer Anwendungen zu betreiben. (Bild: gemeinfrei, sandid / Pixabay)

Die „Cloud 2019 Technology & Services Conference“ steht ins Haus. Im Zuge von Digitalisierung, Cloud-Transformation und Anwendungsmodernisierung kommen Unternehmen um den Einsatz neuster Technologien rund um Container und Cloud Native nicht mehr herum.

Der Crisp-Analyst Dr. Carlo Velten wird auf den Veranstaltungen in Hamburg und München die halten – er und seine Kollegen Maximilian Hille und Waldemar Biller geben aber an dieser Stelle bereits einen Überblick über die unabdingbaren Cloud-Native-Projekte sowie die neusten Entwicklungsstränge, die IT-Verantwortliche im Auge behalten sollten.

Zunächst stellen die Analysten klar, dass an Kubernetes, das sich mittlerweile zum de-facto Standard gemausert hat, kein Weg mehr vorbeiführt – „und dies nicht nur für Development- und Test-Szenarien, sondern zunehmend auch im produktiven Betrieb“, so Dr. Velten.

„Über zwei Drittel der Unternehmen planen in den nächsten Monaten auf Basis von Container-Clustern und Kubernetes einen Teil ihrer Anwendungen zu betreiben. Insbesondere die Verfügbarkeit verschiedener Kubernetes-Distributionen, Kubernetes-as-a-Service-Angeboten der Cloud Plattformen und Managed Kubernetes Services treiben die Enterprise Adoption“, ergänzt Veltens Kollege Maximilian Hille.

Rund um das Open-Source-Tool zur automatischen Bereitstellung von Container-Anwendungen hat sich mittlerweile ein großes Ökosystem etabliert, das sich rasant weiterentwickelt. Zu den wichtigsten darin enthaltenen “Cloud Native”-Technologien, Tools und Projekten mit einem hohen Reifegrad – es handelt sich samt und sonders um „Graduated Projects“ der federführenden Cloud Native Computing Foundation (CNCF) mit mehreren Jahren Entwicklungshistorie – zählt Crisp folgende Anwendungen:

Apache Spark

Apache Spark offeriert ein modulares Framework zur Verarbeitung von großen Datenmengen. Es gibt Komponenten wie eine Funktionsbibliotheken für Machine Learning (Mlib), zur verteilten Berechnung auf Graphen (Graph X) oder zur Datenstromverarbeitung (Spark Streaming).

Envoy

Envoy ist ein Level 7 Proxy-Service, der insbesondere das Last-Management auf Container-Clustern regelt.

Helm

Helm ist ein automatisiertes Softwarepaket als Anhängsel von Kubernetes für das einfache Management von Anwendungen.

Influx-DB und Grafana

Influx-DB von Influxdata ist eine in Go geschriebene für Bereiche wie Betriebsüberwachung, Anwendungsmetriken, Internet of Things-Sensordaten und Echtzeitanalysen. Grafana ist ein Dashboard für die visuelle Darstellung von Daten in Influx-DB

Istio

Istio fügt Envoy einen Überblicks-Service für Service Meshs hinzu.

Prometheus

Prometheus ist eine beliebte Zeitreihendatenbank und dient dem Monitoring besonders in stark horizontal skalierenden Umgebungen, wie sie immer verbreiteter vorzufinden sind.

Serverless

Das Serverless-Projekt war vor einem Jahr auf dem Sprung zum nächsten großen Ding – hat große Ähnlichkeit mit der längst bekannten Virtualisierung, Unternehmen müssen sich nicht länger um das Provisioning und den Betrieb von Servern kümmern, wenn sie Code in die Produktion geben.

Terraform

Terraform baut Infrastructure-as-Code und erlaubt so die Infrastruktur-Automation auch für Multi- und Hybrid-Cloud-Szenarien.

„Als im Jahr 2014 das Kubernetes Projekt veröffentlicht wurde, konnte niemand erahnen welche Marktakzeptanz und -präsenz das Container-Orchestrierungs-Tool erreichen könnte. Kubernetes hat den Markt aufgerollt, nach gut fünf Jahren seine Mitstreiter wie Docker Swarm, Mesosphere, etc. überholt und Einzug in die Rechenzentren vieler Unternehmen und Konzerne gehalten“, so Biller.

Der Analyst weißt aber auch darauf hin, dass Kubernetes NICHT die einzige Möglichkeit ist, um Container-basierte Anwendungen zu betreiben. „Noch bevor Kubernetes das Licht der Welt erblickte, florierte der Markt an Betriebsumgebungen für Web-Anwendungen. Große Namen in dieser Zeit waren Heroku, Googles App Engine und neben vielen anderen sicherlich auch Amazons Elastic Beanstalk. Diese Plattformen sind nach wie vor aktiv und stellen eine Alternative zu Kubernetes dar.“

Cloud Native auf der Cloud 2019 Technology & Services Conference

Dr. Velten wird in einem Fachvortrag auf der Cloud 2019 Technology & Services Conference darlegen, wie Cloud Native im Kontext von Digitalisierung, Cloud-Transformation und Anwendungsmodernisierung umgesetzt werden muss. In seiner Keynote wird er zudem die Cloud Native-Trends und -Landscape analysieren und einen Ausblick auf Markt- und Technologie-Trends geben.

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