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Aktuelle Camcorder Die handlichen Speicherriesen sind da

Redakteur: Christian Träger

Obwohl viele Camcorder mit DVD-Rohlingen oder Festplatte arbeiten, werden die Geräte immer handlicher. Doch auch die Videokameras mit integriertem Flash-Speicher finden bei den Kunden immer mehr Anklang.

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JVC. Die Festplatte im GZ-MG505 fasst 30 Gigabyte an Filmen und Fotos
JVC. Die Festplatte im GZ-MG505 fasst 30 Gigabyte an Filmen und Fotos
( Archiv: Vogel Business Media )

Gleich auf zwei großen Messen konnten in diesem Jahr die Hersteller ihre aktuellen Camcorder-Modelle vorstellen. Während sich die Imaging-Spezialisten auf die Photokina konzentrierten, konnten die Besucher der IFA, die nun jährlich stattfindet, zum Beispiel bei JVC, Hitachi und Samsung erste Blicke auf die neuesten Camcorder-Modelle werfen.

Canon

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Einen DVD-Camcorder für Aufzeichnungen im 16:9-Format hat Canon im August mit dem DC21 vorgestellt. Filme bannt das Gerät aus der zweiten Generation der Canon DVD-Camcorder sowohl auf DVD-R als auch auf wiederbeschreibbare DVD-Medien. Selbst zweischichtige Rohlinge mit acht Zentimetern Durchmesser können darin verwendet werden. Für die Aufnahmen steht dem Hobby-Regisseur ein zehnfacher optischer Zoom zur Verfügung. Dabei ermöglicht ein Breitbilddisplay mit einer Diagonale von 2,7 Zoll eine Vorschau auf die Motive. Fotos nimmt das handliche Gerät mit einer maximalen Auflösung von 2,2 Megapixeln auf. Diese lassen sich nach Angaben des Herstellers auch simultan zum Video aufnehmen. Auf Pict-Bridge-kompatiblen Druckern können die Fotos dann direkt auf Papier gebracht werden. Für die DC21 empfiehlt Canon einen Verkaufspreis von 699 Euro.

Hitachi

Nach eigenen Angaben eine Weltneuheit hatte Hitachi auf der IFA im Gepäck. Das Unternehmen konnte gleich zwei Camcorder-Modelle zeigen, die ein DVD-Laufwerk und eine Festplatte enthalten. Dies soll die Flexibilität für die Speicherung von Filmen und Bildern erhöhen, denn wenn der Besitzer gerade keinen DVD-Rohling zur Hand hat, bietet die Festplatte mit ihren acht Gigabyte Kapazität immerhin Platz für bis zu sechs Stunden Videomaterial im Standard-Format. Der Flexibilität bei der Aufnahme dient auch die Möglichkeit, die Geräte innerhalb von einer Sekunde aus dem Standby-Modus „scharf“ zu machen, so dass dem Besitzer kaum ein Motiv durch die Lappen gehen dürfte. Der Unterschied zwischen den beiden vorgestellten Modellen liegt unter anderem in der Auflösung. So arbeitet das CCD im DZ-HS301E mit 1,3 Megapixeln, während die HS303E 3,3 Megapixel zu bieten hat. Das „kleinere“ Modell kostet damit 699 Euro (UVP), während der HS303E mit 999 Euro zu Buche schlägt.

JVC

Dank der integrierten Festplatte hat der Everio GZ-MG505 insgesamt 30 Gigabyte an Speicherplatz für Videos und Bilder zu bieten. Der Camcorder arbeitet dabei mit drei CCDs, die jeweils eine Auflösung von 1,33 Megapixeln besitzen. Damit ermöglicht das Modell aus der Everio-Serie Foto-Aufnahmen mit fünf Megapixeln, mit einem achtfachen optischen Zoom. Für Video-Aufnahmen steht sogar ein zehnfacher Zoom bereit. Der Camcorder ermöglicht dabei Aufzeichnungen im 16:9-Format. Dieses bietet auch das integrierte LCD-Display, dessen Diagonale 6,7 Zentimeter misst. Den Preis des Festplatten-Camcorders gibt JVC mit 1 399 Euro (UVP) an. Optional ist die Share Station CU-VD10, ein portabler DVD-Brenner, erhältlich, mit dem sich ohne Computer DVDs erstellen lassen.

Panasonic

Mit dem SDR-S150 hat Panasonic im Juni den Nachfolger des S100 vorgestellt, der bei seiner Einführung als kleinster Camcorder mit drei CCDs galt. Wie der Vorgänger zeichnet der S150 Videos im MPEG2-Format auf SD-Speicherkarten auf. Dabei werden die aktuellen SDHC-Medien (SD High Capacity) unterstützt, die nun die Grenze von zwei Gigabyte Speicherplatz hinter sich lassen. Panasonic selbst bietet ein Medium mit vier Gigabyte Kapazität an, das Videos in Spielfilmlänge Platz bieten soll. Gegen das Verwackeln soll der Camcorder mit dem OIS, einem optischen Bildstabilisator, gefeit sein. Fotos nimmt der Camcorder in einer Auflösung von bis zu 3,1 Megapixeln auf. Videos lassen sich nicht nur im 4:3-, sondern auch im 16:9-Format aufzeichnen. Das LCD-Display besitzt eine Diagonale von 6,7 Zentimetern und zeigt ebenfalls ein 16:9-Format. Der SDR-S150 soll rund 1 000 Euro kosten (UVP).

Samsung

Einer der jüngsten Vertreter in Samsungs Camcorder-Familie hat einen 1,1-Megapixel-CCD zu bieten und zeichnet Video und Ton auf einem Acht-Zentimeter-DVD-Rohling auf. Dabei ist er bei den Formaten nicht wählerisch. Ebenfalls integriert ist ein 4-in-1-Card-Reader, der ergänzend die Verwendung unterschiedlicher Flash-Medien für die Speicherung erlaubt. Darüber hinaus lässt der VP-DC563 Aufnahmen im 16:10-Format zu. Für die Aufnahmen steht dem Anwender zudem ein 26facher optischer Zoom zur Verfügung. Stabile und unverwackelte Aufnahmen soll dabei Samsungs Bildverbesserungssystem „DIS“ erlauben. Das Unternehmen empfiehlt für den DC-563 einen Verkaufspreis von 679 Euro.

Sanyo

Für Outdoor-Einsätze sind die Besitzer einer Xacti Digital Movie CA6 Active gut gerüstet. Mit dem wetterfesten Gehäuse soll sie Wind und Regen trotzen, während sie zum Beispiel die Klettertour im MPEG4-Format festhält. Dabei nimmt der Camcorder, der nur rund 170 Gramm wiegt, Videos im VGA-Modus mit einer Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten auf. Für optimale Ergebnisse sollen dabei ein Bildstabilisator sowie ein Anti-Wind-Filter sorgen. Fotos lassen sich mit der CA6 in einer Auflösung von sechs Megapixeln aufzeichnen, wofür ein fünffacher optischer Zoom zur Verfügung steht. Die Motive visiert der Besitzer über das ausklappbare Display an, das eine Diagonale von zwei Zoll vorweisen kann. Sanyo empfiehlt für die Xacti CA6 einen Verkaufspreis von 379 Euro. Ebenfalls im Angebot hat der Hersteller die Xacti HD1A, die High-Definition-Inhalte mit einer Auflösung von maximal 1 280 x 720 Bildpunkten auf SD-Medien abspeichert. Für die HDA1 empfiehlt Sanyo einen Verkaufspreis von rund 900 Euro (UVP).

Sony

Eine Produktoffensive hat Sony im Juli gestartet. Vorgestellt wurden drei Festplatten-Camcorder sowie zwei HD-Modelle. Zwei der Festplatten-Modelle, der DCR-SR50 und der SR30 bringen es ab Werk auf eine Speicherkapazität von 30 Gigabyte. Das Modell SR70 liefert sogar den doppelten Speicherplatz und kann damit mehr als 14 Stunden im High-Quality-Modus aufzeichnen. Den Erhalt der Daten auf der Harddisk sichert bei einem Sturz das so genannte Smart Protection System, das die Leseköpfe automatisch in die Parkposition fährt, so dass die Festplatte keinen Schaden nimmt. Die Preise liegen zwischen 649 und 899 Euro (UVP). Die beiden HD-Modelle verwenden das AVCHD-Format. Das aufgezeichnete Video-Material in High-Defintion-Qualität ist damit unter anderem zu Blu-ray-Geräten kompatibel. Die Preise für die beiden HD-Camcoder HDR-UX1 und SR1 beginnen bei 1 399 Euro (UVP).

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