Prognosen wider den Abschwung Die fünf wichtigsten IT-Trends

Autor / Redakteur: Jörg Kracke, 3Com / Dr. Andreas Bergler

Ganz offensichtlich wird das aktuelle Kalenderjahr vom Ausmaß, der Geschwindigkeit und der Intensität des globalen Wirtschaftsabschwungs geprägt sein. Am Beispiel von 3Com lässt sich erklären, warum einige Anbieter diese turbulenten Zeiten besser überstehen werden als andere.

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Nur über modernste Netzwerk-Strukturen lassen sich Trends wie SaaS effizient nutzen.
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( Archiv: Vogel Business Media )

Die Analysten erwarten einen Rückgang der Technologie-Ausgaben in den USA und Europa. Asien hingegen dürfte sich durch bescheidenes Wachstum dem Trend widersetzen. Technologiefirmen, die sich hauptsächlich auf die Märkte in den USA und Europa konzentriert haben, müssen ihren Absatz in Asien und anderen Wachstumsmärkten dringend ankurbeln und ihre eigene Wertschöpfungskette genau überprüfen.

1. Aus weniger mehr machen

Derzeit wird den Kunden oft bewusst, dass für Leistungsfähigkeit kein Aufpreis gezahlt werden muss. Der Nutzen für den Kunden liegt in der Lösung, nicht im Hersteller-Brand. Die 3Com Corporation hat in diesem Bereich einen deutlichen Vorsprung, da aktuell über die Hälfte ihrer Umsätze bereits aus China und dem Asien-Pazifik-Raum stammen.

2. Effizienzsteigerung durch Netzwerkvirtualisierung

Im Jahre 2008 gab es in Deutschland ein reges Interesse an der Virtualisierungstechnologie, und 2009 wird sich das auf die Switching-Technologie ausweiten, da die Unternehmen nach der Virtualisierung ihrer Server- und Storage-Umgebungen nun als nächstes ihr Netzwerk virtualisieren möchten. Dadurch ergibt sich eine einfachere Verwaltung bei höherer Verfügbarkeit und Skalierbarkeit. Ferner wird eines der Hauptthemen sein, wie man virtuelle Server, Netzwerke und Clients integriert verwalten kann. Derzeit werden Tools entwickelt, die im nächsten Jahr Marktreife erreichen dürften.

3. Schnellere On-Demand-Multimedia-Dienste

Die Bereitstellung von hochwertigen Multimedia-Diensten für Büros und Wohnungen ist noch immer teuer. Obwohl die Nachfrage nach Video-on-Demand im Verbrauchersektor hoch ist und Unternehmen interaktive Multimedia-Konferenzen in hoher Auflösung abhalten möchten, waren viele dieser Dienste im Jahr 2008 für die meisten Endverbraucher entweder gar nicht oder nur zu überteuerten Preisen erhältlich. Mit der Weiterentwicklung der passiven optischen Ethernet-Netzwerktechnologie (EPON) wird sich das wohl bald ändern. Sie wird für die Betreiber von Hochschulgeländen und Gebäuden zu einer geeigneten Option, um Breitband-WAN anzubieten, was bisher nur TK-Unternehmen und Kommunen vorbehalten war.

Diese Technologie wird von der im September 2009 bevorstehenden Verabschiedung des »IEEE P802.3av 10Gb/s Ethernet Passive Optical Network Draft« profitieren, welcher über eine passive optische Netzwerkinfrastruktur (PON) eine höhere Bandbreite bereitstellt. Der IEEE P802.3av Draft unterstützt den Betrieb von 10 Gigabit pro Sekunde (Gb/s) im Down- und Upstream, sowie 10 Gb/s Down- und 1Gb/s Upstream über eine PON-Infrastruktur, die von einigen TK-Anbietern und Internet-Providern in der »ersten Meile« zwischen zentralem Büro und Teilnehmer verwendet wird. Mit dieser höheren Bandbreite lassen sich dann Dienste wie IPTV, High Quality Conferencing und Video-On-Demand besser übertragen.

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