Frühlingsbunt und verbindungswillig Die ersten Kameras des Jahres 2010 von Kodak, Samsung und Olympus

Redakteur: Sylvia Lösel

Die Kamerahersteller sind auf der Suche nach der Killerapplikation der Zukunft. Denn fotografieren können inzwischen auch Einstiegskameras mit brauchbarer Auflösung und ausreichendem Zoom. Samsung hat sich zum Ziel gesetzt, Marktanteile zu erobern, Olympus verabreicht seiner µ-Reihe eine Frischzellenkur und Kodak-Kameras suchen Anschluss ans Netz...

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HD-Video und eine HDMI-Schnittstelle sind extravagante Details des neuen Tough-Flaggschiffs µ-Tough 3000 von Olympus.
HD-Video und eine HDMI-Schnittstelle sind extravagante Details des neuen Tough-Flaggschiffs µ-Tough 3000 von Olympus.
( Archiv: Vogel Business Media )

Kodak stellt mit seiner Kamera namens Slice ein Touchscreen-Modell vor. Dank der mitgelieferten Software ist es möglich, sowohl auf der Kamera als auch online Fotos nach Person, Ort, Datum oder Anlass zu sortieren. Mit der erweiterten Share-Funktion lassen sich Fotos und Videos auf der Kamera markieren und danach per Knopfdruck auf Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Youtube hochladen. Mit Hilfe eines internen Speichers von zwei Gigabyte und des 3,5-Zoll-Touchscreens wird die schlanke Slice zum persönlichen Fotoalbum. Die Kamera wird ab März 2010 in den Farben Schwarz und Nickel für 359 Euro (UVP) auf dem deutschen Markt erhältlich sein.

Beim Zoom trennt sich die Spreu vom Weizen

Zur Slice gesellen sich vier neue Easyshare Kameras der M-Serie in neuem Design. Alle Modelle verfügen ebenfalls über die Share-Funktion. Die Easyshare M580 und die M575 bieten einen 14-Megapixel-Sensor sowie ein Weitwinkel-Objektiv von Schneider-Kreuznach mit achtfachem (M850) beziehungsweise fünffachem (M575) optischem Zoom. Auf der Rückseite zeigen sich die Bilder auf einem Drei-Zoll-Display. Die Easyshare M580 ist ab April für 209 Euro (UVP) verfügbar. Die M575 wird es ebenfalls ab April für 189 Euro (UVP) im Handel geben. Die M550 und die M530 sind mit einem Zwölf-Megapixel-Sensor und einem 2,7-Zoll-LC-Display ausgestattet. Die M550 bietet ein Weitwinkel-Objektiv mit fünffachem optischem Zoom, während die M530 über einen dreifachen optischen Zoom verfügt. In den Outdoor-Farben Dunkelgrau, Blau und Grün ist die M550 ab März für 159 Euro (UVP) und die M530 in Orange, Rot, Grün, Blau und Carbon ab März 2010 für 139 Euro (UVP) verfügbar.

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Olympus beerdigt die XD-Karte

Die SD-Karte setzt sich auch bei Olympus durch. Alle neuen Modelle unterstützen jetzt diesen Speicherkarten-Typus.

Als neues Outdoor-Flaggschiff stellt Olympus jetzt die µ-Tough-3000 vor. Die bis zu drei Meter wasserdichte, bis zu einer Fallhöhe von 1,5 Metern stoßfeste und bis minus zehn Grad frostsichere Zwölf-Megapixel-Kamera wird Ende Januar 2010 zum Preis von 219 Euro (UVP) erhältlich sein. Sie ist mit einem optischen 3,6-fach-Zoom ausgestattet, verfügt über einen eingebauten Bildstabilisator, HD-Video und eine HDMI-Schnittstelle und einen 3,6-fachen-Zoom. Die Kamera bietet einen internen Speicher von einem Gigabyte, der Akku kann via USB-Kabel aufgeladen werden. Sie wird es in den Farben Oxide Red, Turquoise Blue, Hot Pink und Emerald Green geben.

Bunte µ-Vielfalt

Zusätzlich ergänzt Olympus seine µ-Palette um vier weitere Modelle. Ihre Kennzeichen: ein stylischer Look, ein fünf- bis zehnfacher Weitwinkelzoom (modellabhängig), HD-Video und HDMI-Schnittstelle. Die Modelle µ-5010 und µ-7030 (UVP: je 219 Euro), µ-7040, (UVP: 249 Euro), und µ-9010 (UVP: 299 Euro), stehen ab Januar bezieungsweise Februar 2010 in den Läden. Die Kameras verfügen über eine Auflösung von 14 Megapixel und bis zu zwei Gigabyte internem Speicher. Auf den bis zu Drei- Zoll großen LCDs macht das Betrachten der Aufnahmen Spaß. Dank der neuen „[ib]-Technologie“ lassen sich diese nach Event, Person oder Ort (über Gesichtserkennung und GPS) sortieren. Erhältlich sind die Kameras in unterschiedlichen Farbtönen, von Silber über Pink bis zu Blau, Gold und Violett.

Auch im Einstiegs-Segment der FE-Serie gibt es vier Neuheiten. 14 Megapixel, Zoomobjektive von 26 bis zu 130 mm Brennweite und AF-Tracking sorgen für Fotoqualität. Bei drei Kameras können darüber hinaus die Akkus via USB-Anschluss geladen werden. Die FE-5030 (UVP: 199 Euro), FE-4030 (UVP: 169 Euro), sowie die FE-47 (UVP: 129 Euro), werden ab Januar 2010 erhältlich sein, die FE-4040 (UVP: 179 Euro) ab Februar.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, mit welchen Modellen Samsung an die Spitze preschen möchte.

Samsung will Marktanteile erobern

Mit Vollgas prescht Samsung ins neue Jahr und stellt nach der NX10 jetzt weitere Kamera-Highlights vor. Touchscreen-Display, Highend-Konnektivität und zwei Displays — damit heben sich die Samsung Modelle aus der Masse ab.

Gerade einmal 19,4 Millimeter schmal ist der leichte Edelstahl-Korpus der Samsung ST5500 und ST5000. Für alle, die ihre Kamera am liebsten ohne Tasten bedienen, hat Samsung beide mit einem Touchscreen ausgestattet. Bei der ST5500 misst dieser 3,7 Zoll. Beide Modellvarianten verfügen über einen siebenfachen optischen Zoom und einen 14-Megapixel-CCD-Sensor. Eine Stärke der ST5500 ist ihre Netzwerk-Kompetenz. So können via Bluetooth kabellos Bilder zu unterschiedlichen mobilen Endgeräten übertragen werden. Gleich nach der Aufnahme können die Bilder mittels WLAN und DLNA-Unterstützung direkt auf dem PC, dem Laptop, Handy oder TV-Gerät gezeigt werden. Und via WLAN sendet sie auch ohne den Zwischenschritt über den PC die Bilder direkt ins Internet. Über die Kamera lassen sich die Aufnahmen sogar mit Kommentaren versehen. Als „kleine Schwester“ der ST5500 verfügt die ST5000 über einen 3-5-Zoll-Touchscreen. Die ST5500 ist zum Preis von 449 Euro (unverbindliche Preisempfehlung), die Samsung ST5000 für 349 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) im Handel erhältlich. Beide Modelle kommen in den Farbvarianten Blau und Grau auf den Markt.

Zwei Displays für Selbstportraits

Mit den Kameras PL150 und PL100 gibt es zwei weitere Digitalkameras mit zwei Displays von Samsung. Zwölf Megapixel Auflösung und fünffacher beziehungsweise dreifacher optischer Zoom sorgen für die Bilder – dank des umfangreichen Automatikprogramms einfach per Knopfdruck. Das zweite Display auf der Kamera-Frontseite soll Selbstporträts ermöglichen. Die PL150 ist darüber hinaus mit 27 mm Weitwinkel sowie einem optischen fünffach Zoom ausgestattet. Sie soll 279 Euro (UVP) kosten. Die PL100 verfügt über einen dreifach Zoom und wird für 229 Euro (UVP) zu haben sein.

Zwölf Megapixel für den Einstieg

Mit zwei Einsteigerkameras ergänzt Samsung sein Digitalkamera-Sortiment. Die ES70 und ES65 richten sich an Nutzer, die eine unkomplizierte Handhabung schätzen und dabei Wert auf Design und Ausstattungsmerkmale wie Weitwinkel, Bildstabilisator, Szenenerkennung und moderne Porträtfunktionen legen. Die ES70 und ES65 verfügen jeweils über ein 27-mm-Weitwinkel-Objekiv und einen optischen fünffach Zoom, mit dem eine Brennweite von bis zu 135 Millimeter erreicht werden kann. CCD-Sensoren mit einer Auflösung von zwölf Megapixeln bei der ES70 beziehungsweise zehn Megapixeln bei der ES65 sorgen für Bilder, die auch Ausschnittvergrößerungen ermöglichen. Die ES70 soll 149 Euro (UVP) kosten, die ES65 wird für 129 Euro (UVP) verkauft.

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