Standardisierung auf die x86-Plattform Die EMC-World 2010 in Boston wirbelt die IT- und Storage-Landschaft durcheinander

Redakteur: Rainer Graefen

Das Thema Standardisierung auf die x86-Plattform bewegt viele Hersteller. SeachStorage.de, ein Schwesterportal von IT-BUSINESS.de, sprach auf der EMC-World 2010 mit Dennis Hoffman (EMC), Manjula Talreja (Cisco) und Ben Matheson (VMware) über Produkte und Entwicklungen, mit denen die VCE-Koalition dem Mitbewerb den Schneid abkaufen will.

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EMC und Cisco zusammen mit VMware haben sich zu der so genannten VCE Coaliton zusammengeschlossen. Was waren die Beweggründe und wie wird das IT-Infrastrukturen ändern?

Dennis Hoffman, Senior Vice President VCE Coalition bei EMC (Archiv: Vogel Business Media)

Dennis Hoffman: Die CEOs der drei Unternehmen haben sich zu dieser Koalition entschieden, um ihren Kunden eine integrierte Infrastruktur liefern zu können. Das ist zwar kein Merger, aber unsere Koalition ist auch mehr als eine strategische Allianz. Der Weg ist klar vorgezeichnet wie Joe Tucci in seiner Keynote schon deutlich machte. Es geht um „The Journey to the Private Cloud“. Die einfache Antwort auf die Frage, warum wir das getan haben, sind die Klagen unserer Kunden. Die IT kostet zu viel, ist schwer zu verwalten und lässt sich nur sehr umständlich für neue Geschäftsprozesse aktivieren. Als Gegenentwurf auf die überall zu findenden, rückständigen Silostrukturen, haben wir unsere Produkte und Kompetenzen zur Entwicklung einer neuen Architektur genutzt und gemeinsam „vBlock“ entwickelt. vBlock wird von einer Managementoberfläche verwaltet, die dabei hilft, marktfähige Lösungen zu konzipieren.

Manjula Talreja, Vice President VCE Coalition bei Cisco (Archiv: Vogel Business Media)

Manjula Talreja: Man könnte sich zudem fragen, warum jetzt die VCE-Koalition? Niemals war der Druck auf CIOs höher, eine service-orientierte Organisation zu schaffen. Jeder CIO würde gerne seine IT wie eine „Private Cloud“ behandeln, die weniger Komplexität, größere Mobilität, Abkehr von starren Strukturen bedeuten würde. Mit den gängigen Produkten und Werkzeugen ist das aber nicht erreichbar. Die Frage nach dem Zeitpunkt – darin sind wir uns einig – ist nicht rhetorisch zu verstehen. Für die Anwenderunternehmen hängt alles von der richtigen Antwort ab. Und wir als VCE-Koalition können mit unserem Ansatz die wirtschaftliche Erholung fördern.

Konvergierte Infrastrukturen ermöglichen eine neue Sichtweise auf die Installation von Anwendungen und Prozessen. Die VCE-Koalition hat deshalb einen weiteren IT-Stack kreiert. Macht das nicht zusätzliche Probleme bei der Integration bestehender Infrastrukturen?

Hoffman: Viele denken noch, die Integration bester Komponenten in einem Best-of-Breed-Ansatz kombiniert mit Service würde optimale Ergebnisse bringen. Aber das ist nicht unsere Motivation. Ich will zwar nicht bestreiten, dass IBM, HP und Oracle/Sun gute Technologien anbieten, allerdings bevorzugt jeder seinen eigenen IT-Stack. Wir bei VCE gehen davon aus, dass wir bei Netzwerk, Server und Storage technisch marktführend sind. Mit VMware haben wir glücklicherweise auch einen Koalitionspartner in unserer Runde, der zudem alle herstellerspezifischen Stacks unterstützt. Im Gegensatz zu einer Best-of-Breed-Lösung, die viel Integrationsdienstleistungen benötigt, haben wir beim VCE vBlock das Fingerpointing aus der Service-Gleichung herausgenommen. Egal wo der Kunde ein Problem hat, es gibt nur einen Ansprechpartner für ihn. Was erreichen wir damit? Wir befähigen den Kunden zu einem umfassenden Management, wir ermöglichen ihm Infrastruktur-Services zu reduzieren und er erhält mehr Flexibilität und Performance.

weiter mit: Der vBlock ist die Referenzarchitektur einer standardisierten IT

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