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So sehen die Anforderungen und Herausforderungen aus

Die Bedeutung der Digitalen Transformation für den CIO

| Autor / Redakteur: Jörg Knippschild / Andreas Donner

Einige Herausforderungen und Faktoren entscheiden über den Erfolg der digitalen Transformation – und die weitere Karriere des CIOs!
Einige Herausforderungen und Faktoren entscheiden über den Erfolg der digitalen Transformation – und die weitere Karriere des CIOs! (Bild: © Olivier Le Moal - stock.adobe.com)

Wir leben im digitalen Zeitalter – und wollen Unternehmen die Nase vorne behalten, ist Digitalisierung Pflicht. Gründe dafür sind etwa steigende Kundenanforderungen oder neue Mitbewerber. Aber: weil sich die Technologie schnell weiterentwickelt und Geschäftsmodelle sich komplett ändern, ist die Digitale Transformation ein Langstreckenlauf, bei dem viele komplexe Herausforderungen auf CIO und Management warten.

Kein Digitalisierungs-Projekt gleicht dem anderen. Je nachdem, ob CIOs in einem Cloud basierten Startup loslegen oder ein traditionelles Unternehmen transformieren: Sie sollten sich von Beginn an über die gewünschten Ergebnisse im Klaren sein.

Was will das Unternehmen durch die Digitale Transformation eigentlich erreichen? Geht es darum, Legacy Infrastrukturen aufzubrechen oder darum, neue Umsatzquellen zu schaffen? Außerdem brauchen CIOs grundlegenden Einblick in die Geschäftsmodelle ihres Unternehmens, um abschätzen zu können, was genau die Digitalisierung beeinflusst.

Flexibel auf Herausforderungen reagieren

Erst das Wissen um diese Feinheiten und Ziele ermöglicht es CIOs, die Umstellung effektiv umzusetzen. Im Idealfall geht die digitale Transformation von einer guten Geschäftsidee oder bestimmten Prämisse aus, die CIO und IT-Abteilung aufgreifen und dann alles Nötige bereitstellen, um diese umzusetzen.

Hier klingt eine neue Realität an: Die Rolle des CIOs wandelt sich bei digitalen Geschäftsmodellen. CIOs müssen bei diesen Initiativen über das Unternehmen hinweg und von Anfang an mit ihren Managementkollegen zusammenarbeiten. Denn im digitalen Zeitalter beschränkt sich die Rolle der IT nicht länger auf traditionelle Effizienzziele. Es geht vielmehr darum, primäre Unternehmensziele, wie Wachstum, Rentabilität oder Innovation, zu ermöglichen. Die Kolleginnen und Kollegen direkt an Bord zu holen, erleichtert nicht nur die Umsetzung der Initiativen, sondern bietet die Chance, Veränderungen frühzeitig zu messen und auf gesteckte Ziele hinzuarbeiten. Auch wenn es nicht rund läuft, bringt Kooperation dabei Vorteile: Dann können CIOs und IT einen Schritt zurücktreten, herausfinden, wo es bei einer digitalen Initiative hakt und das Problem lösen, bevor die Initiative voll ausgerollt ist.

Jede digitale Initiative birgt Chancen und Risiken, weshalb die richtige Balance zwischen Flexibilität und Risikominimierung wichtig ist. Ohne Flexibilität keine Innovation, ohne jedes Risiko aber eben auch. Die Verantwortlichen müssen deshalb dabei den nötigen Spielraum haben, etwas auszuprobieren und herauszufinden, ob sie die gewünschten Ergebnisse dabei erreichen. Das kann einerseits den üblichen Umgang mit Projekten und Investments beeinflussen (etwa, weil es sie verlangsamt). Andererseits bietet sich bei Erfolg die Gelegenheit zu expandieren und zu skalieren. Zusammengefasst: Es ist entscheidend, dass alle beteiligten Business Partner eine Vision teilen und am gleichen Strang ziehen.

Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und ROI verbinden

Hat eine neue Lösung für digitale Prozesse die ersten Hürden genommen und ist bereit für Funktionstests mit einer Probegruppe, muss sie schnell skalierbar sein und bei der Zielgruppe eingesetzt werden können. Neue Anwendungen und Services einzuführen, erfordert genaue Planungen seitens der Unternehmen. Viele vergessen dabei, die neue Lösung kontinuierlich zu überwachen. Denn obwohl alles oberflächlich reibungslos läuft, könnte es Probleme geben. Integriertes Performance Management in Produktion und weiteren Releases einzubinden, ist deshalb entscheidend.

Warum? Die Verantwortlichen können es sich nicht erlauben, dass digitale Anwendungen oder Systeme auf einmal nicht mehr funktionieren. Die Anwender und Kunden sind es gewohnt, dass sie mit einem Klick alles Benötigte bekommen – Ausfälle werden nicht toleriert. Ein Beispiel: Große Logistikunternehmen transportieren weltweit riesige Mengen an Fracht auf unzähligen Schiffen. Die Anwendungen für Logistik und Timing sind dafür extrem wichtig, weil es im hart umkämpften Markt auf jede Minute ankommt. Jeder Ausfall der Anwendungen wird entsprechend teuer.

Was müssen Unternehmen tun, um die Digitalisierung erfolgreich umzusetzen? Sie sollten einen Schritt weiter gehen, als nur in die Digitale Transformation zu investieren. Stattdessen sind dazu Performance Management Lösungen nötig, um in Echtzeit für Einblicke und Transparenz in jeden Aspekt der Endnutzererfahrung sorgen. Erst so können Unternehmen messen, was funktioniert und was nicht, um schnell darauf zu reagieren. So können CIOs und IT Abteilungen nicht nur gute und schlechte Performance erfassen. Es stellt ihnen die nötigen Einblicke bereit, um dem Management den ROI zu belegen und zu zeigen, wieviel Zeit und Geld sie gespart oder welche „digitale Katastrophe“ sie verhindert haben.

Trotz Veränderungen alle an Bord holen

Heutzutage hat im Grunde jede C Level Funktion, vom CMO zum CEO, einen Anteil am digitalen Erfolg eines Unternehmens. Tatsächlich ist Digitalisierung so bedeutsam geworden, dass manche Firmen neue Positionen dafür schaffen – etwa die des Chief Digital Officer (CDO). Sie haben oft unterschiedliche Aufgabenprofile, doch geht es in der Regel darum, Geschäftsmodelle technologiebasiert weiterzuentwickeln. Müssen sich CIOs deswegen Sorgen machen? Nein. Das enorme Interesse an digitalen und neuen Technologien kann dem CIO sogar die Chance bieten, eine größere Rolle zu spielen – indem er sich in die Diskussionen über die Rolle und Stoßrichtung der Technologie im Unternehmen einklinkt.

Denn ein Teil der Herausforderungen an CIOs ist es, alle Aufgaben im Unternehmen zu ermöglichen und wertvolle Technologieerfahrung einzubringen, damit die allgemeinen Geschäftsziele erreicht werden. Wenn sich allerdings im Unternehmen das Gefühl breitmacht, der CIO unterstützt die digitale Transformation nicht ausreichend, kann er die Kontrolle verlieren. Der Trick, rollenübergreifend alle bei der Stange zu halten und zur weiteren Kooperation zu motivieren, besteht aus verschiedenen Aspekten: Zum einen muss ein Dialog mit allen Beteiligten und Positionen geführt, zum anderen Fachwissen kontinuierlich bewiesen und ausgebaut werden. Zu guter Letzt geht es darum, ununterbrochen Engagement zu beweisen, um das Unternehmen als Ganzes voranzubringen.

Jörg Knippschild.
Jörg Knippschild. (Bild: Riverbed)

Fazit

Was CIOs immer im Kopf behalten sollten: Es gibt keine Veränderung ohne Herausforderung. Die Digitale Transformation ist eben ein Langstreckenlauf, der als Initiative startet, sich ständig weiterentwickelt und sich mit aufkommenden, neuen Technologien oder Trends immer wieder verändert. Zugleich ist der Wandel eine der größten Chancen für den CIO, sein Unternehmen zu stärken, Einblicke zu liefern, Expertise und Führungsstärke zu beweisen und so dazu beizutragen, das Unternehmen zukunftssicher aufzustellen sowie Umsätze zu sichern.

Über den Autor

Jörg Knippschild ist Senior Manager Solutions Engineering bei Riverbed Technology.

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