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Tag der offenen Tür 2018 DFKI Saarbrücken zeigt KI im und für den Alltag

| Redakteur: Jürgen Schreier

Künstliche Intelligenz für den Menschen steht im Mittelpunkt des Tags der offenen Tür beim DFKI Saarbrücken. Zu sehen gibt es unter anderem einen Roboter, der Verkaufsgespräche führt. Außerdem kann man im Supermarkt der Zukunft schon mal „probeshoppen“. Und der Kochbot findet zu vorhandenen Zutaten das passende Rezept.

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Das DFKI Saarbrücken lädt am 26. Mai 2018 ein zum Tag der offenen Tür.
Das DFKI Saarbrücken lädt am 26. Mai 2018 ein zum Tag der offenen Tür.
(Bild: DFKI)

Online die schnellste Route zum Reiseziel finden, einen Tipp für das neue Lieblingsrestaurant bekommen oder sich über einen Hinweis auf einen Topp-Film für den heimischen Filmabend freuen – solche passgenauen Empfehlungen bekommen wir heute meistens dank Künstlicher Intelligenz (KI). Und die große Mehrheit der Bundesbürger findet das gut. So befürworten drei Viertel (75 Prozent) KI-basierte Empfehlungen für die optimale Reiseverbindung. Und je fast zwei Drittel halten die KI-Empfehlung von Restaurants und Hotels (65 Prozent) oder von Filmen und Serien (62 Prozent) für sinnvoll – so eine repräsentative Umfrage des Digitalverbandes Bitkom unter mehr als 1.000 Bundesbürgern „Künftig werden immer mehr Dienste und immer mehr Produkte auf Maschinenintelligenz setzen, weil die Verbraucher diesen Komfort ganz selbstverständlich erwarten“, ist Bitkom-Geschäftsleiter Christian Kulick überzeugt.

Künstliche Intelligenz im Alltag angekommen

Was der Einsatz smarter Technik und Künstlicher Intelligenz in unserem Alltag bedeutet, will auch das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz Saarbrücken (DFKI) bei seinem Tag der offenen Tür demonstrieren. Am 26. Mai 2018 von 10 bis 14 Uhr heißen gleich zwei humanoide Roboter die Besucher im Foyer des DFKI Saarbrücken willkommen: Pepper, ein Shopping-Berater, der mit seinem menschlichen Gegenüber Verkaufsgespräche führen kann; und sein Kollege, der Unterhaltung bietet und auf Wunsch die kognitiven Fähigkeiten testet.

Die ausgewählten Projekte, Systeme und Prototypen, die DFKI-Forscher und studentische Mitarbeiter am Samstag, vorstellen, belegen, dass Künstliche Intelligenz im Alltag angekommen ist.

Die Live-Systemdemonstrationen im Einzelnen:

„Was kann ich für Sie tun?“ – Service-Roboter beim Shopping

Der humanoide Roboter Pepper. Eigens für die Interaktion mit Menschen entwickelt, ist er in der Lage, Verkaufsgespräche mit Kunden zu führen. Dabei kann er mittels unterschiedlicher Sensoren und spezieller Software die Gestik sowie Wortwahl und Stimmlautstärke seines Gegenübers analysieren. Damit ist es Pepper möglich, Motive und die emotionale Grundstimmung seines Gesprächspartners zu erkennen, passend zu reagieren und faire Verkaufsdialoge zu führen. Neben dem Einsatz als Einkaufsberater kann der Service-Roboter auch in Pflege, Vertrieb, Tourismus und weiteren Branchen tätig werden und als Unterstützung im Tagesgeschäft dienen.

Der Supermarkt der Zukunft – Das Innovative Retail Laboratory (IRL)

Das Forschungslabor für innovative Handelstechnologien von DFKI und GLOBUS lädt Interessierte in den Supermarkt der Zukunft ein: Gezeigt werden Assistenzsysteme wie das interaktive Müsliregal, die Allergie-App, die mittels „Augmented Reality“ (AR) auf die individuelle Verträglichkeit von Produkten hinweist sowie ein digitales Haushaltsbuch, welches automatisiert Kassenbons einliest, Artikel kategorisiert und Preise extrahiert. Gemeinsam mit dem Studiengang Medieninformatik der Saar-Uni entwickelt das IRL Technologien für den Einkauf der Zukunft.

Kochbot – Kochen mit Köpfchen...

„Heute möchte ich etwas mit Tomaten, Hackfleisch und Möhren kochen.“ Auf Zuruf findet Kochbot das passende Rezept und liest es vor, überwacht die Kochzeiten und steuert Geräte in der intelligenten Küchenumgebung. So brennt nichts an und Kochbücher, Smartphones oder Tablets werden weder nass noch klebrig. Zusätzlich zur Sprachinteraktion wird ein Brain-Computer-Interface gezeigt, der die Steuerbefehle für die Küche aus Aktivitätsmustern des Gehirns ermittelt.

Robotic Process Automation meets AI – RPAi

Im Rahmen des Center of Competence for Tax Technology wird derzeit die Technologie „Robotic Process Automation“ mit modernen Ansätzen der Künstlichen Intelligenz kombiniert. Der Demonstrator RPAi zeigt, wie monotone Büroarbeiten, wie sie häufig vor allem im Steuerbereich auftreten, von Robotern automatisch erledigt werden. Dazu kommen tiefe Neuronale Netze zum Einsatz, die kognitive Aufgaben, wie das Herausfiltern von relevanten Informationen aus Dokumentbergen, übernehmen und Roboter, die diese Informationen wie ein Mensch über grafische Benutzeroberflächen in Informationssysteme übertragen.

Pepper testet kognitive Fähigkeiten

Der etwa 1,20 m große humanoide Roboter Pepper wird im Foyer des DFKI unterwegs sein, sich gern mit den Besuchern unterhalten und auf Nachfrage einen Test zur Früherkennung von Demenz anbieten. Pepper wurde gezielt als robotischer Gefährte für die Interaktion mit Kunden oder Patienten konzipiert. Durch entsprechende Programmierung ist Pepper in der Lage, menschliche Mimik und Gestik zu analysieren, emotionalen Zuständen zuzuordnen und angemessen auf diese zu reagieren. Der Roboter ist Teil des DFKI-Kompetenzzentrums Ambient Assisted Living (CCAAL), eine standort- und forschungsbereichsübergreifende Einrichtung des DFKI, die innovative Lösungen für intelligente Alltagsumgebungen entwickelt und evaluiert.

Das vollständige Programm finden Sie unter /www.uni-saarland.de/aktuelles/veranstaltungen/.

Dieser Beitrag erschien zuerst in unserem Partnerportal Industry of Things.

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