Einschätzungen von Gartner Deutscher PC-Markt kann nicht mithalten

Redakteur: Katharina Krieg

Laut den Analysten von Gartner feiert der westeuropäische PC-Markt gerade einen Zuwachs von mehr als elf Prozent im ersten Quartal 2007. Deutschland hinkt beim Wachstum allerdings hinterher. Die aktuellen Gartner-Zahlen für den hiesigen Markt zeigen die Gewinner und Verlierer unter den Herstellern.

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Während der gesamte westeuropäische PC-Markt mit einem zweistelligen Wachstum aufwartet, läuft Deutschland mit seinem einstelligen hinterher.
Während der gesamte westeuropäische PC-Markt mit einem zweistelligen Wachstum aufwartet, läuft Deutschland mit seinem einstelligen hinterher.
( Archiv: Vogel Business Media )

Während sich der gesamte westeuropäische PC-Markt derzeit über ein gelungenes erstes Quartal mit 11,25 Prozent Wachstum freut, zeigen die Zahlen in Deutschland ein anderes Bild. Zwar konnte sich der hiesige Markt laut Gartner in den ersten drei Monaten leicht von dem eher durchwachsenen Jahr 2006 erholen, der Zuwachs gegenüber dem Vorjahresquartal ist mit sechs Prozent allerdings nur einstellig.

»Dies mag zum einen daran liegen, das Microsoft Vista deutsche Unternehmen erst noch für sich gewinnen muss«, sagt der zuständige Gartner-Analyst Ranjit Atwal. »In Deutschland herrscht nach wie vor ein hoher Preisdruck im Markt mit Gewinnmargen, die durchschnittlich zwei Prozent unter denen der übrigen Länder liegen«, erklärt Atwal die Entwicklung.

Insgesamt wurden hierzulande rund 2,4 Millionen Desktops und Notebooks in den ersten Monaten des laufenden Jahres an den Mann gebracht. Im ersten Quartal 2006 waren es 2,3 Millionen Stück. Bei der Verteilung der Marktanteile tauschten einige Hersteller die Plätze. Fujitsu Siemens Computers ist zwar noch immer auf dem ersten Platz, verkaufte aber 6,2 Prozent weniger PCs und büßt deshalb satte zwei Prozent Marktanteil ein. Nun bestimmt der Hersteller in Deutschland nur noch 14,9 Prozent des Gesamtmarktes.

Einer der Gewinner im ersten Quartal ist Hewlett-Packard. Das Unternehmen kann sich über einen Zuwachs von fast dreißig Prozent freuen und sichert sich somit Platz zwei am deutschen Markt mit einem Anteil von 12,7 Prozent. Im ersten Quartal 2006 waren es nur 10,4 Prozent. Auf dem dritten Platz folgt Acer, der ebenfalls kräftig zulegte und seinen Marktanteil von 8,9 auf 9,6 Prozent steigern konnte. Damit zieht der Hersteller am Direktvermarkter Dell vorbei, der im Vergleich zum Vorjahr 0,1 Prozent an Marktanteil verliert und nun mit 9,4 Prozent auf den vierten Platz rutscht. Medion konnte sich im ersten Quartal wieder fangen und steigert seinen Anteil am deutschen PC-Markt von 8,2 Prozent im Vorjahr auf nun 9,1 Prozent.

Gartner geht davon aus, dass das erste Quartal für Westeuropa auch schon das beste dieses Jahres war. Daher schätzen die Marktforscher das Wachstum für die noch verbleibenden Monate auf durchschnittlich etwa fünf Prozent.

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