Suchen

Recht Deutsche Verkehrswacht fordert Fahrverbot bei Handynutzung

Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) hat auf ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung in Würzburg beschlossen, sich dafür einzusetzen, die Regelahndung für Handynutzung am Steuer strenger zu definieren.

Firmen zum Thema

Abgelenkt: Die Deutsche Verkehrswacht fordert ein einmonatiges Fahrverbot für das Telefonieren mit einem Handy am Steuer.
Abgelenkt: Die Deutsche Verkehrswacht fordert ein einmonatiges Fahrverbot für das Telefonieren mit einem Handy am Steuer.
(Bild: Pixabay/CCO)

Laut Delegiertenvotum sollen schwere Verstöße gegen §23 Abs. 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) zukünftig mit einem einmonatigen Fahrverbot geahndet werden. Nach §23 Abs. 1 der StVO dürfen Sicht und Gehör des Fahrers u.a. nicht durch Geräte beeinträchtigt werden, wobei sich Absatz 1a speziell auf die Nutzung eines Mobil- oder Autotelefons bezieht, wenn das Mobiltelefon oder der Hörer aufgenommen oder gehalten werden muss. Damit gilt die Forderung der DVW auch für Nutzer von Mobiltelefonen am Steuer.

Gefährdung im Straßenverkehr

Kurt Bodewig, Präsident der DVW und Bundesminister a.D.: „Telefonieren mit dem Handy während der Fahrt ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine große Gefährdung anderer im Straßenverkehr. Deshalb sind wir für ein einmonatiges Fahrverbot für Wiederholungstäter. Die DVW begrüßt das Vorhaben des Bundesverkehrsministeriums und der Verkehrsministerkonferenz, für diese Delikte einen neuen Sanktionsrahmen festzulegen. Wir hoffen, dass eine entsprechende Gesetzgebung baldmöglichst realisiert wird. Angesichts der hohen Unfallgefährdung, die von der Nutzung mobiler Endgeräte während einer Autofahrt ausgeht, besteht aus meiner Sicht dringender Handlungsbedarf.“

Handynutzung am Steuer lenkt den Fahrer ab

Laut einer repräsentativen forsa-Umfrage vom August 2016 gaben 30 Prozent der Autofahrer an, hin und wieder einen Blick auf ihr Mobiltelefon zu werfen um zu sehen, ob jemand angerufen oder geschrieben hat, ebenso viele gaben an, ihr Mobiltelefon während der Fahrt aktiv zu nutzen. Von den Befragten fühlen sich dabei 40 Prozent stark und weitere 20 Prozent sehr stark abgelenkt; Fahrfehler werden in Kauf genommen. Die forsa-Umfrage wurde von DVW und dem ACV Automobil-Club Verkehr in Auftrag gegeben.

Dieser Beitrag erschien zuerst in unserem Partnerportal Elektronikpraxis.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:44739572)

Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Redakteur, ELEKTRONIKPRAXIS - Wissen. Impulse. Kontakte.