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GfK Konsumklima

Deutsche Konsumlaune stabilisiert sich

| Autor: Heidemarie Schuster

Die Konsumausgaben sind derzeit stabli, können aber durch politische Faktoren jederezeit ins Wanken geraten.
Die Konsumausgaben sind derzeit stabli, können aber durch politische Faktoren jederezeit ins Wanken geraten. (Bild: Jürgen Priewe - stock.adobe.com)

Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland ist im April 2019 nicht einheitlich. Die Einkommenserwartung und die Anschaffungsneigung legen auf ihrem bereits hohem Niveau nochmal zu, während die Konjunkturerwartung einen wesentlichen Teil ihrer Vormonatsgewinne wieder abgeben muss. Der Brexit könnte aber alles durcheinander bringen.

Im Februar und März musste das Konsumklima Rückschläge hinnehmen, im April hat es sich nun wieder stabilisiert, so die Konsumklima-Studie des Marktforschungsunternehmen GfK.

Konjunkturerwartung

Die bereits seit über einem Jahr trüben Konjunkturaussichten der Verbraucher setzen sich – nach einer kurzen Unterbrechung im Vormonat – im April fort. Der Indikator Konjunkturerwartung verliert 5,1 Zähler und sinkt damit auf 6,1 Punkte. Somit hat die Konjunkturstimmung in den letzten zwölf Monaten mehr als 31 Punkte verloren.

Bei den Verbrauchern nimmt die Unsicherheit im Hinblick auf die weitere konjunkturelle Entwicklung in Deutschland wieder etwas zu. Eine globale Abschwächung der Konjunktur, das nicht endende Hin und Her um den Brexit sowie der anhaltende Handelskonflikt mit den USA sorgen dafür, dass das Risiko einer Rezession zuletzt wieder etwas gestiegen ist. Vor allem Handelsbeschränkungen, wie zum Beispiel höhere Zölle, sind für die Exportnation Deutschland eine ständige Bedrohung, erklärt die GfK.

Auch die Bundesregierung hat jüngst ihre Wachstumsprognose für Deutschland für dieses Jahr von einem auf 0,5 Prozent abgesenkt. Die Regierung geht allerdings nur von einer vorübergehenden Schwächephase aus, denn bereits im kommenden Jahr soll das Wirtschaftswachstum wieder 1,5 Prozent betragen.

Einkommenserwartung

Der Indikator Einkommenserwartung gewinnt 2,5 Zähler und steigt auf 58,4 Punkte. Dadurch kompensiert er einen wesentlichen Teil der im Vormonat erlittenen Verluste von 4,1 Punkten. Im Vorjahresvergleich ist derzeit sogar ein Plus von 4,9 Zählern zu verzeichnen. Somit geht auch die Schere zwischen Konjunktur- und Einkommenserwartung wieder weiter auf.

Da die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt trotz wirtschaftlicher Schwächephase stabil bleiben soll, sehen die Konsumenten bislang offenbar keinen Grund, ihren Einkommensoptimismus aufzugeben, erklären die Marktforscher. Vor allem die anhaltend positive Entwicklung der Löhne und Gehälter als Folge eines florierenden Arbeitsmarktes sei eine entscheidende Stütze. Zumal von der guten Lohnentwicklung auch in diesem Jahr die Rentner profitieren würden.

Anschaffungsneigung

Von den steigenden Einkommensaussichten profitiert im April auch die Anschaffungsneigung. Der Indikator steigt nach einem Plus von 4,6 Zählern auf 54,8 Punkte. Damit sind die Vormonatsverluste in Höhe von 3,4 Punkten mehr als ausgeglichen. Nach wie vor ist die Konsumlaune der Bundesbürger sehr ausgeprägt.

Die Konsumstimmung bleibt trotz der schwächelnden Konjunktur auch im Frühjahr 2019 gut. Damit das auch in Zukunft so bleibt, darf für Beschäftigte auf dem Arbeitsmarkt keinerlei Verunsicherung entstehen. Sollten die Hinweise, dass Unternehmen aufgrund des Handelsstreits oder des Brexits ihre Beschäftigungspläne überdenken, zunehmen, wäre das sicherlich eine Belastung für die Konsumlaune.

Konsumklima

Für Mai zeigt sich das Konsumklima im Vergleich zum Vormonat mit einem unveränderten Wert von 10,4 Punkten und kann sich nach zwei Rückgängen in Folge wieder stabilisieren.

Trotz des konjunkturellen Gegenwindes geht die GfK nach wie vor davon aus, dass die privaten Konsumausgaben in diesem Jahr um etwa 1,5 Prozent steigen werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Verunsicherung durch die weltwirtschaftliche Eintrübung, den Handelskonflikt sowie den Brexit unter Beschäftigten nicht weiter ansteigt. In diesem Fall wäre sicherlich auch die Konsumkonjunktur betroffen und die aktuelle Prognose wahrscheinlich nicht zu halten.

Zur Studie

Der Befragungszeitraum für die aktuelle Analyse war vom 1. bis 15. März 2019. Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie „GfK-Konsumklima MAXX“ und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indikatoren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte.

Konsumlaune war schon besser

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28.03.19 - Die Stimmung der Verbraucher ist im März 2019 im Vergleich zum Vormonat etwas angeschlagen. Die Konjunkturerwartung legt hingegen wieder zu. Dagegen verlieren sowohl die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung etwas. lesen

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