KMU in der Krise Deutsche KMU fordern mehr staatliche Unterstützung

Von Agnes Panjas 2 min Lesedauer

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Obwohl etwas mehr als die Hälfte der deutschen KMU positiv in die Zukunft blickt, gibt es auch einige Hemmnisse, die die Stimmung trüben. Vor allem die mangelnde Unterstützung durch die Regierung lässt viele KMU mit Sorge in die Zukunft blicken.

KMU in Deutschland fordern mehr staatliche Unterstützung.(Bild:  hkama - stock.adobe.com)
KMU in Deutschland fordern mehr staatliche Unterstützung.
(Bild: hkama - stock.adobe.com)

Die Sage-Studie „Small Business, Big Opportunity“ belegt, dass deutsche KMU grundsätzlich positiv in die Zukunft blicken und ihren Optimismus weitgehend mit dem Einsatz digitaler Technologien begründen. Die Untersuchung im Auftrag von Sage identifiziert darüber hinaus aber auch einige Probleme.

Die Probleme der KMU

Vor allem beanstanden KMU einen Mangel an Unterstützung durch die Regierung. 53 Prozent der befragten KMU, die nicht zuversichtlich in die Zukunft blicken, nennen diesen Punkt als wesentlichen Faktor. Mit weitem Abstand folgen ein geringerer Cash Flow (33 %) sowie eine begrenzte Kundenbasis und operative Ineffizienzen mit jeweils 27 Prozent auf den Plätzen zwei und drei. Auch bei der schrittweisen Einführung der elektronischen Rechnung wünschen sich deutsche KMU verstärktes Engagement des Staates: 79 Prozent der Befragten befürworten eine staatlich gesteuerte elektronische Rechnungsstellung.

„Die Ergebnisse unserer SBBO-Studie untermauern die Forderungen des BDI nach einer einschneidenden Reformagenda“

Christian Mehrtens, Geschäftsführer der Region Central Europe bei Sage

Hohe Investitionsbereitschaft in KI

Zudem merkte Christian Mehrtens an: „Die Studie belegt, dass es KMU keinesfalls an Elan und Optimismus mangelt. Auch die Investitionsbereitschaft in neue Technologien wie KI ist hoch, weil die Unternehmen deren Mehrwert klar erkannt haben. Die kommende Regierung muss mit den entsprechenden Rahmenbedingungen nachlegen und dafür sorgen, dass sich die deutsche Wirtschaft wieder positiv entwickeln kann.“

Um ihre Konkurrenzfähigkeit zu sichern und sich fit für die Zukunft zu machen, wenden sich deutsche KMU digitalen Technologien zu. Das schlägt sich auch in ihrem Selbstbild nieder. So betrachten sich 80 Prozent der befragten deutschen KMU als Bestandteil der Digitalwirtschaft. Nur 6 Prozent messen digitalen Technologien keine Rolle für ihr operatives Geschäft bei, während 54 Prozent sie für sehr wichtig halten und 17 Prozent für kritisch.

Kaum Einschränkung durch Energiekosten

Angesichts der anhaltenden Inflation und insbesondere hoher Energiepreise zeigen sich deutsche KMU überraschend wenig beeinträchtigt. So berichten nur 14 Prozent der Befragten von signifikant und 34 Prozent von leicht gestiegenen Kosten in den letzten 12 Monaten, während 22 Prozent ihre Kosten leicht und 6 Prozent sogar signifikant senken konnten. Auch für die kommenden 12 Monate erwarten die meisten deutschen KMU keine Kostenexplosion. Immerhin 13 Prozent gehen von signifikant steigenden Kosten aus und 32 Prozent von einem leichten Anziehen der Kosten. 20 Prozent erwarten eine leichte Abnahme und 4 Prozent ein signifikantes Sinken der Kosten.

Über die Studie

Sage hat zusammen mit Strand Partners im Oktober 2024 eine Online-Umfrage unter 12.013 Führungskräften von KMU durchgeführt. Die in diese Studie einbezogenen Märkte sind Kanada, Frankreich, Deutschland, Irland, Portugal, Spanien, Südafrika, das Vereinigte Königreich und die USA. In jedem Markt mit Ausnahme der USA (wo aufgrund einer anderen offiziellen Definition des Begriffs „KMU“ eine spezielle Stichprobe für Unternehmen mit 250 bis 500 Mitarbeitern einbezogen wurde) wurden Entscheidungsträger in Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern befragt.

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