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Studie: Mobilität von Fachkräften

Deutsche Fachkräfte stehen einem Wechsel des Wohnorts offen gegenüber

| Redakteur: Lena Gerhard

Laut StepStone Fachkräfteatlas zeichnen sich vor allem Arbeitnehmer in höheren Hierarchieebenen sowie Berufsanfänger durch eine überdurchschnittliche Mobilität aus.
Laut StepStone Fachkräfteatlas zeichnen sich vor allem Arbeitnehmer in höheren Hierarchieebenen sowie Berufsanfänger durch eine überdurchschnittliche Mobilität aus. (Bild: © Marco2811 - Fotolia)

56 Prozent der Fachkräfte in Deutschland sind grundsätzlich gewillt, ihren Wohnort für einen neuen Job zu wechseln. Dies gilt im Besonderen für Führungskräfte und Berufsanfänger. Dies geht aus einer Stepstone-Befragung von mehr als 50.000 Fach- und Führungskräften hervor.

In Düsseldorf ist die Bereitschaft zum Jobwechsel ist unterschiedlich stark ausgeprägt. 10 Prozent würden ihren Lebensmittelpunkt ohne Wenn und Aber aufgeben. Ebenfalls einer von zehn Befragten würde eine neue Anstellung jenseits seines aktuellen Wohnorts annehmen und am Wochenende in die Heimat pendeln. Ein Drittel (36 %) von ihnen macht einen berufsbedingten Umzug vom Standort abhängig. Das sind Ergebnisse des StepStone Fachkräfteatlas, für den Deutschlands führende Online-Jobbörse StepStone 50.000 Fach- und Führungskräfte befragt hat.

Durch eine überdurchschnittliche Mobilität zeichnen sich vor allem Arbeitnehmer in höheren Hierarchieebenen sowie Berufsanfänger aus – in beiden Gruppen sind mehr als 70 Prozent offen für eine Stelle fern der Heimat. Die Befragten in der oberen Managementebene würden für eine neue Position allerdings einen Zweitwohnsitz beziehen und am Wochenende pendeln. Mit Ausnahme der obersten Managementebene sinkt der Grad der Mobilität mit wachsender Berufserfahrung. Fachkräfte, die mehr als zehn Jahre im Beruf sind, zeigen sich unterdurchschnittlich mobil (51 %).

Je spezialisierter der Job, desto mobiler

Fachkräfte in Berufen mit einem hohen Spezialisierungsgrad, wie etwa Ärzte und Naturwissenschaftler, sind besonders flexibel hinsichtlich ihres Wohnortes. Eine Ausnahme bilden IT-Spezialisten, die sich vergleichsweise wenig umzugsbereit zeigen. Ein Blick auf die detaillierten Studienergebnisse zeigt, dass nur acht Prozent der befragten IT-Experten uneingeschränkt flexibel sind. Noch weniger gewillt, ihren Wohnort für einen neuen Job zu wechseln, sind nur Fachkräfte aus den Berufsfeldern Administration und HR.

Fachkräftemagnet Süddeutschland, begehrte Metropolen

Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und - mit etwas Abstand - Berlin sowie NRW sind aus Sicht der befragten Fachkräfte die attraktivsten Zielregionen für einen möglichen Jobwechsel. Die fünf stärksten Treiber der Mobilität sind eine bessere Bezahlung, ein interessanterer Arbeitsinhalt, Möglichkeiten zur Weiterentwicklung, bessere Aufstiegschancen und eine positivere Unternehmenskultur.

* Dieser Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke Laborpraxis. Verantwortlicher Redakteur: Matthias Back.

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