Besondere PC-Konzepte gesucht Desktop-Rechner für alle Gelegenheiten

Redakteur: Christian Träger

Ein rückläufiger Markt macht es besonders schwierig, Kunden für sich zu gewinnen. Ein Weg führt über den günstigsten Preis, bedeutet aber wenig Gewinn. Eine andere Möglichkeit besteht darin, besondere Konzepte zu entwickeln, die den Kunden überzeugen.

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Sony lässt den All-in-one-PC wieder aufleben – in einem 19-Zoll-Widescreen-Display.
Sony lässt den All-in-one-PC wieder aufleben – in einem 19-Zoll-Widescreen-Display.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Markt der Desktop-PCs ist zwar rückläufig, aus dem Büro sind die Rechner jedoch nicht wegzudenken, so dass vor allem Business-Kunden dieses Segment mittragen. Der Trend geht zu stromsparenden und leisen Computern.

Viele Kunden wollen vor allem bei der Anschaffung von PCs sparen. Allerdings wirkt dies nur vordergründig. Inzwischen gibt es verschiedene Ansätze, um auf lange Sicht Geld bei den Betriebskosten einzusparen.

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Bei den jüngst vorgestellten Veriton-Pro-Modellen von Acer sorgt Intels aktuelle CPU-Generation unter anderem für einen niedrigen Stromverbrauch. Hier kommt ein Core 2 Duo zum Einsatz, dessen Powermanagement wie bei Notebooks funktioniert. Der geringe Stromverbrauch senkt nicht nur die Betriebskosten, sondern reduziert gleichzeitig die entstehende Abwärme, so dass die Kühlung weniger aufwändig und damit leiser ist. Dies wirkt sich in einer Umgebung mit zahlreichen PCs positiv auf die Geräuschkulisse aus. Außerdem ist der schonende Umgang mit Energie ein Beitrag zum Umweltschutz. Durch Intels V-Pro-Technologie wird zudem die Verwaltung der Rechner vereinfacht.

Grün ist Chic

Fujitsu Siemens Computers betont ebenfalls sein Engagement für die Umwelt und bietet so genannte Green-PCs an, für die das Unternehmen ein eigenes Label kreiert hat. So gekennzeichnete Computer erfüllen die Kriterien verschiedener Umweltzeichen wie »Nordic Swan«, »Energy Star« oder »Blauer Engel«. Einen Kernbereich bilden die Anforderungen der RoHS, der EU-Richtlinie zur Vermeidung gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten.

Den ersten Green-PC hat das Unternehmen bereits im Jahr 2002 vorgestellt. Aufgrund der Weiterentwicklungen ist es inzwischen nach Aussage von Bernd Bischoff, President und CEO von Fujitsu Siemens Computers, möglich, bis zu 50 Prozent der normalerweise benötigten Energie einzusparen. Green-PCs aus der Esprimo-Serie beinhalten zudem die »Switched Monitor Outlet«-Technologie, die den Monitor automatisch abschaltet, wenn der PC heruntergefahren wird. Laut Unternehmensangaben lassen sich auf diese Weise weitere 40 Prozent Strom beim Betrieb des Monitors sparen.

Leise ist »In«

Als Einstiegsgeräte für kleine und mittlere Unternehmen hat Hewlett-Packard die jüngst vorgestellten Modelle dx2300 und dx2250 konzipiert. Dank aktueller Intel- und AMD-Dualcore-CPUs kommen in den Rechnern aus dem Mobil-Bereich bekannte Energiesparfunktionen zum Einsatz, so dass diese leise arbeiten und gleichzeitig helfen, Betriebskosten zu senken.

Auch Tarox bietet mit der Eco-Serie besonders stromsparende Rechner, die helfen, Energiekosten zu senken. Darüber hinaus hat das Unternehmen mit der Business Silent Serie sehr ruhige PCs im Sortiment.

Den Trend zu kleinen Baugrößen hat Lynx mit dem »Silent PC Design« vorgestellt. Dieser nimmt wenig Raum ein und soll ein Betriebsgeräusch von nur 20 Dezibel haben.

Einen kleinen Rechner für Business-Anforderungen hat auch Lenovo mit der A55-SFF-Serie vorgestellt. Das SFF steht dabei für Small Form Faktor.

Einsparungen durch den Einsatz von mindestens zwölf Monate lang einsetzbaren Software-Images verspricht Maxdata mit seiner Favorit-Stable-A-Serie. Die Basis der AMD-CPUs bildet Nvidias Business Plattform.

Wortmann setzt im Business-Bereich auf Intels V-Pro-Technologie, mit der sich die Administration vereinfacht. Eine Besonderheit ist der »Marathon-PC«, der dank besonderer Komponenten für den Dauereinsatz konzipiert ist.

Rechner für Zuhause

HP und Sony haben der Idee vom kompakten All-in-one-PC frisches Leben eingehaucht. HP bietet seinen Touchsmart PC mit einem 19-Zoll-Display an, das auf Berührung reagiert. Der Rechner ist aber derzeit nur in England erhältlich.

Sony hat mit dem VGC-LA2 einen All-in-one-PC in einem sehr modernen und eleganten Design vorgestellt. Das Display bietet eine Diagonale von 19 Zoll. Dahinter steckt ein kompletter Rechner mit Core-2-Duo-CPU und einer Geforce Go 7400 von Nvidia. Als Betriebssystem kommt hier Windows Vista Home Premium mit seinen Media-Center-Funktionen zum Einsatz. Den empfohlenen Verkaufspreis gibt Sony mit knapp 2.000 Euro an.

Seit Ende März bietet Lenovo nun Desktop-PCs speziell für Privatanwender an. Die Lenovo 3000 K100 werden zunächst über Fachhändler, Lenovo Stores und Online-Händler angeboten, im Laufe des Jahres sollen die Vertriebswege jedoch weiter ausgebaut werden. Derzeit stehen vier Desktops zur Auswahl, bei denen sich die Taktrate der CPU über einen Drehknopf an der Gehäusefront einstellen lässt.

Acer setzt im Consumer-Bereich unter anderem auf kleine Bauformen und präsentiert mit dem Aspire L100 den Drei-Liter-PC. Der Nforce-430-Chipsatz bildet die Basis für AMD-CPUs für den Sockel AM2. Die Grafik liefert der integrierte Geforce-6150-Grafikprozessor.

Mit integrierter Grafik

Gerade für Einsteiger-PCs werden häufig Mainboards mit integrierter Grafik verwendet, da diese als besonders günstig gelten. Allerdings waren die Grafiklösungen oftmals wenig leistungsfähig. Nun haben AMD/ATI und Nvidia vergleichsweise leistungsfähige Chipsatzgrafiken präsentiert. AMD hat den 690 Chipsatz im Programm, der eine Radeon X1200 oder X1250 beinhaltet. Dabei enthält die 1250-Variante bereits eine HDMI-Schnittstelle. Dies bietet auch Nvidias Geforce-7050-Lösung, die ab Sommer auf den Markt kommen soll. Beide Lösungen erlauben günstige Rechner mit anspruchsvollen Multimediafunktionen.

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