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Good-Morning-Editorial vom 15.03.2017 Der Usability-Supergau

| Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Diskutieren Sie mit! Hier finden Sie noch einmal unser Good-Morning-Editorial zum Nachlesen.

Software kann Emotionen hervorrufen.
Software kann Emotionen hervorrufen.
(Bild: © alphaspirit - Fotolia.com)

Dank so genanntem Usability-Engineering bekommen Anwender stets intuitive Software mit besonders leicht verständlichen Systemdialogen, die die Interaktion via User-Interface zu einer wahren Freude machen. Das könnte man glauben, denn schließlich gibt es sogar Normen wie die EN ISO 9241, die für Ergonomie in der Mensch-System-Interaktion sorgt. Bei unserem Redaktionssystem kommt es beispielsweise vor, dass eine immer wiederkehrende Fehlermeldung lächelnd und ohne weitere erkennbare Folgen mit „OK“ wegbestätigt werden muss.

Schlimmer sind da schon Szenen wie die folgende: Der User klickt auf „Abbruch“; das System will daraufhin per Dialogfeld wissen: „Wollen Sie wirklich abbrechen?“ und stellt zur Auswahl „Abbruch“ oder „Fortsetzen“.

  • Wird mit „Abbruch“ der Abbruch-Vorgang abgebrochen oder der Abbruch initiiert?
  • Wird mit „Fortsetzen“ der Abbruchvorgang fortgesetzt oder der abgebrochene Vorgang?

Wer zu lange darüber nachdenkt fällt unweigerlich dem Wahnsinn anheim.

Wann fühlten Sie sich zuletzt von einer Software auf den Arm genommen?

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