Grafik im Zeichen von DirectX 10 Der Spiele-Markt schürt die Nachfrage nach High-End-Grafikkarten

Redakteur: Christian Träger

Langsam kommt der Markt für DirectX-10-Grafikkarten richtig in Schwung, denn mit der Erweiterung des Angebots an den entsprechenden DX-10-Spielen wird die Kauflust der Kunden weiter zunehmen. Gute Aussichten haben vor allem Karten mit speziellen Features.

Firmen zum Thema

Animationen und Spiele sollen möglichst realistisch werden.
Animationen und Spiele sollen möglichst realistisch werden.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Bereich der Grafikkarten stand in den vergangenen Monaten ganz im Zeichen von DirectX 10, das mit Windows Vista eingeführt wurde. Zu dessen Launch im Herbst 2006 konnte Nvidia bereits die ersten Karten der 8000er-Serie präsentieren. Hier reicht das Angebot schon seit einiger Zeit von den Einstiegs- bis zu den High-End-Lösungen und deckt damit praktisch alle Anforderungen der Kunden ab.

Mit den Geforce-8-GPUs hat zudem die von Nvidia entwickelte CUDA-Technologie Einzug gehalten. Die Abkürzung steht für »Compute Unified Device Architecture« und bedeutet, dass die Rechenkerne der GPU miteinander kommunizieren können. In diesem Fall werden diese Stream-Prozessoren als Thread-Prozessoren verwendet, die gemeinsam komplexe Anforderungen berechnen. Rechenoperationen werden damit laut Nvidia bis zu 100-mal schneller gelöst.

Bildergalerie

Um die CUDA-Technologie zu nutzen, können Entwickler auf spezielle Computing-Treiber zurückgreifen, die mit DirectX und OpenGL kommunizieren.

AMD hat nachgezogen

Etwa ein halbes Jahr nach Nvidia konnte AMD unter der Marke ATI die ersten Karten mit DirectX-10-Unterstützung vorstellen. Im Mai waren die High-End-Modelle HD 2900 XT verfügbar. Diese wurden im Juli um die Serien HD 2400 und HD 2600 ergänzt.

In die jüngste Generation der ATI-Grafikkarten sind wichtige Entwicklungen aus dem Xenos-Design der Xbox-360-Grafik eingeflossen. So wurde für die HD-2000-Serie beispielsweise die Unified-Shader-Architektur adaptiert und weiterentwickelt. Diese Technologie sorgt für eine bessere Auslastung der Grafikkarte und damit für eine deutlich verbesserte Performance.

Während zum Beispiel in der Radeon X1900-Serie jeweils bis zu 48 spezialisierte Vertex- und Pixel-Shader zum Einsatz kamen, stehen in der HD-2000-Reihe bis zu 320 Stream-Prozessoren zur Verfügung, die sowohl Vertex- als auch Pixel-Shader-Berechnungen durchführen können.

Kundeninteresse

Obwohl sich die Absätze an Grafikkarten bereits gut entwickelt haben, war DirectX 10 zunächst nur ein Schlagwort, das noch jegliches Leben vermissen ließ. Es fehlte und fehlt vor allem an Spielen, die den Standard unterstützen und damit noch mehr Realismus auf den PC bringen – zumal sich auch alle Grafikspielereien von Vista mit einer DX9-Karte nutzen lassen.

Zum Weihnachtsgeschäft soll sich das Blatt aber gewendet haben. Die Spieleprogrammierer haben dann die neue Generation an PC-Games in den Regalen und werden damit auch die Nachfrage nach den Grafikkarten weiter ankurbeln.

Dann werden neben den Standard-Karten der beiden Chiphersteller vor allem die Speziallösungen der einzelnen Partner die Kunden überzeugen. So hat Sapphire bereits die HD 2600 XT X2 vorgestellt, eine Grafikkarte mit zwei 2600-XT-GPUs, an der sich insgesamt vier Bildschirme betreiben lassen. Oder die zahlreichen Lösungen mit eigens entwickelten Kühllösungen – wie sie zum Beispiel HIS im Sortiment hat – mit denen Overclocker die letzten Leistungsreserven aus den Karten herauskitzeln können. Für Nvidia hat MSI zum Beispiel die NX8800GTX OC Liquid Edition im Sortiment, die mit einer Flüssigkühlung out of the Box läuft.

(ID:2007886)