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Der Smartphone-Markt im Umbruch

25.03.2009 | Redakteur: Susanne Ehneß

Am Anfang war das iPhone – jetzt erfindet sich die Mobilfunkbranche neu.
Am Anfang war das iPhone – jetzt erfindet sich die Mobilfunkbranche neu.

Die Wachstumsrate bei den Smartphone-Verkäufen flacht ab, Navigations-Hersteller drängen neu in den Markt, PC-Hersteller denken auf einmal laut über Konkurrenzprodukte nach und dann ist da ja auch noch die Wirtschaftskrise. Kurzum: Im Jahr 2009 werden die Karten im Smartphone-Markt neu gemischt. Manche Unternehmen sind darauf besser vorbereitet als andere.

Apple kommt mit dem Produzieren nicht mehr hinterher, Palm kommt aus den roten Zahlen nicht mehr hinaus – so unterschiedlich sind die Befindlichkeiten im Mobilfunkmarkt. Beide Beispiele stehen symbolisch für das etwas marode gewordene Gefüge einer Branche, die jahrelang nach festen Regeln funktionierte.

Nokia der Marktführer, RIM dahinter und alle anderen spielten im Smartphone-Segment nur noch eine Nebenrolle, so war die klare Rollenverteilung. Als Apple dann vor knapp zwei Jahren sein iPhone vorstellte, begann eine neue Ära. Auf einmal setzte ein Unternehmen aus der IT-Branche die Highlights. Es dauerte einige Zeit, bis die anderen Smartphone-Hersteller überhaupt adäquate Produkte auf die Bahn bringen konnten. Bis dahin hatte sich Apple den dritten Platz auf der Rangliste bereits gesichert und hält ihn bis heute. Diese kleine Revolution zeigt, dass es heute eben nicht mehr genügt nur immer mehr Features in ein Produkt zu packen. Diese müssen einfach zu bedienen sein und einen echten Mehrwert bieten. Als einziger Hersteller hat Apple von Anfang an darauf gesetzt, nicht nur ein Smartphone, sondern auch die dazu passenden Dienste anzubieten. Sei es der iTunes-Store oder jetzt auch der App-Store, in dem Anwendungen für das iPhone angeboten werden.

Entwickler dringend gesucht

In diesem Bereich liegt auch die Stärke von Research-in-Motion (RIM). Das kanadische Unternehmen besetzte mit seinen Blackberrys jahrelang eine Marktlücke. Denn Push-Mail auf das Handy, das konnte sonst keiner. Da war es nur eine logische Folge, bald auch auf eine breite Entwicklerbasis zu setzen, die dem Blackberry weiteres Leben einhauchen sollte, und eine Plattform aufzusetzen, auf der sich sowohl Entwickler als auch Anwender wohl fühlen. Gerade diese Strategie trägt im Moment auch dazu bei, dass sich RIM immer noch relativ ungefährdet auf dem zweiten Platz behauptet und im vergangenen Jahr seine Anteile dort deutlich ausbauen konnte.

Palm: Top oder Flop?

Wenn von Entwicklerbasis und Applikationen die Rede ist, dann fällt Traditionalisten noch immer das Unternehmen Palm ein. Dieses war vor zehn Jahren im Applikations-Bereich exzellent aufgestellt. Die Geräte - damals noch PDAs - hatten Kultstatus, niemand sonst hatte so viele Applikationen für Geschäftsanwendungen im Portfolio und niemand so viele Entwickler. Aber das Unternehmen hat den Aufsprung auf den Smartphone-Zug verpasst und rudert nun dem Markt verzweifelt hinterher. Die Investoren-Gruppe Elevation Partners verpasst dem Unternehmen eine Finanzspritze nach der anderen und hat damit die Entwicklung des Palm Pre erst möglich gemacht. Dieses Smartphone ist für Mitte des Jahres angekündigt und mit dessen Erfolg oder Misserfolg werden auch die Geschicke Palms stehen oder fallen. Die Besonderheit: Palm entwickelt auch gleich das Betriebssystem namens WebOS mit und greift nicht auf Android, Symbian oder Windows Mobile zurück.

Lesen Sie auf der nächsten Seite was Navigation mit Telefonieren zu tun hat.

 

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