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IDC-Prognose

Der deutsche IT-Markt 2014 – Die Zeichen stehen weiterhin auf Wachstum

| Autor / Redakteur: Sabrina Stadler, Consultant bei IDC in Frankfurt / Heidemarie Schuster

IDC schätzt, dass sich die IT-Ausgaben in diesem Jahr um etwa 18 Millionen erhöhen werden.
IDC schätzt, dass sich die IT-Ausgaben in diesem Jahr um etwa 18 Millionen erhöhen werden. (© JiSIGN - Fotolia.com)

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland bleibt weiterhin auf Wachstumskurs, Bestätigungen dafür geben nicht nur die Wirtschaftsindikatoren sondern auch die von IDC prognostizierten IT-Ausgaben für Hardware, Software und Services. Für das Jahr 2014 erwartet IDC im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der IT-Investitionen um rund 3,5 Prozent auf über 60 Milliarden Euro.

Einfluss auf das Wachstum des IT-Markts in Deutschland nehmen vor allem die anteilig größten Branchen, aber auch kleinere Industriezweige mit einem überdurchschnittlich hohen Wachstum. Aus dem verarbeitenden Gewerbe, der Kredit- und Versicherungswesen und der öffentliche Verwaltung kommen knapp 60 Prozent aller IT-Investitionen, was einem Marktvolumen von rund 35 Milliarden Euro entspricht. So Unterschiedlich wie die Industriezweige selbst sind auch die Faktoren, die die IT-Investitionen in diesen Branchen im Jahr 2014 beeinflussen.

Industrie 4.0 und Internet der Dinge treibende Kraft in Fertigungsindustrie:

Wirtschaftsexperten gehen für das Jahr 2014 in allen Bereichen der verarbeitenden Industrie von einem steigenden Produktionswachstum aus, vor allem aber werden sich die Automobilindustrie und die Elektrotechnik positiv entwickeln. Wir gehen davon aus, dass sich dieser positive Schub auch auf die IT-Ausgaben auswirken wird. IDC schätzt, dass sich die IT-Ausgaben auf zirka 18 Milliarden Euro im Jahr 2014 erhöhen werden, was ein überdurchschnittliches Wachstum von etwa vier Prozent verglichen mit dem Vorjahr bedeutet. Die wichtigsten Treiber für IT-Investitionen in der Industrie sind die sich ständig verändernden Kundenanforderungen, steigende Service-Anforderungen und immer kürzer werdende Produkt-Lebenszyklen. Voraussetzung für viele Unternehmen ist eine Anpassung ihrer Geschäftsprozesse mit dem Ziel einer optimierten Wertschöpfungskette. Informationstechnologie nimmt dabei insbesondere in Hinblick auf das Internet der Dinge und Industrie 4.0 eine Schlüsselrolle ein.

Langsam steigende Investitionen im Kredit- und Versicherungswesen

Auch wenn sich die Kredit- und Versicherungsbranche bisher noch nicht in dem Maße erholt hat wie die deutsche Wirtschaft insgesamt, ist sie für den deutschen IT-Markt eine der bedeutendsten Branchen. IDC erwartet, dass die IT-Ausgaben in diesem Wirtschaftszweig im laufenden Jahr um etwa 3,5 Prozent auf zirka zehn Milliarden Euro wachsen.

Einen wachsenden Trend sieht IDC für das Kredit- und Versicherungswesen im Online- und Mobile-Banking, denn diese Zahlungsmethoden stehen nach wie vor an der Schwelle zum Mainstream. Für das Jahr 2014 geht IDC davon aus, dass die Akzeptanz dieser Zahlungsmethoden weiter zunehmen wird.

Stagnierendes Wachstum der Ausgaben in der Öffentlichen Verwaltung

Die öffentliche Verwaltung ist in Deutschland nach wie vor einer der wichtigsten und größten Arbeitgeber. IDC rechnet für diese Branche in 2014 mit einem Anstieg der IT-Ausgaben auf knapp sieben Milliarden Euro. Allerdings geht IDC dabei nur von einem marginalen Wachstum in Höhe von knapp 0,3 Prozent aus. Hintergrund ist vor allem die schlechte Haushaltsituation und die hohe Verschuldung von Bund, Ländern und Gemeinden. Daher werden die öffentlichen Haushalte auch in diesem Jahr in IT nur sehr gezielt und mit Bedacht investieren.

Zur Modernisierung der Verwaltung wird in den kommenden Jahren insbesondere in Software und Services investiert werden. Standardisierung und E-Government-Initiativen sollen dazu beitragen, eine einheitliche Basis für eine effiziente und bürgerfreundliche Verwaltung für Bund, Länder und Gemeinden zu schaffen. Zusätzlich werden Big Data Analytics, Social und Mobility immer mehr zur Grundlage für eine intelligente Wirtschaft und dadurch auch verstärkt von der öffentlichen Verwaltung adoptiert werden, was die Investitionen treibt.

Heterogenes Bild in einzelnen Industriezweigen

Interessant sind aus Sicht von IDC vor allem die Wachstumstreiber in den kleineren Branchen wie etwa der Energie- und Wasserversorgung sowie dem Bildungs- und Gesundheitswesen. Die vom Investitionsvolumen eher kleineren IT-Märkte werden in den kommenden zwölf Monaten überdurchschnittlich wachsen. So erwarten wir einen Anstieg von rund sieben Prozent bei den Energie- und Wasserversorgern.

Ein wesentlicher Treiber hierfür ist der Ausbau von intelligenten Stromnetzen und Stromzählern. Für das Bildungswesen erwartet IDC ein Wachstum von knapp 4,5 Prozent. Die Branche investiert verstärkt in Software-Lösungen für die Verwaltung von Bildungseinrichtungen und treibt E-Learning-Plattformen weiter voran. Für das Gesundheiteswesen prognostiziert IDC ein Wachstum von rund vier Prozent, hier Modernisierungsmaßnahmen eingeleitet sowie eHealth-Initiativen weiterverfolgt werden.

Der Ausblick in die Zukunft zeigt, dass die drei größten deutschen Branchen das IT-Marktwachstum wie in der Vergangenheit tragen und demnach auch nachhaltig beeinflussen werden. Überdurchschnittlich wachsen allerdings vor allem die kleineren Industriezweige. Insgesamt geht IDC für 2014 von einem Gesamtmarktvolumen der IT-Ausgaben von gut 60 Milliarden Euro aus.

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