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Drucker & MPS

Schritt für Schritt zum erfolgreichen Schul-IT-Projekt – Teil 1

Der Bildungsmarkt und die IT-Ausstattung der Schule

| Redakteur: Jürgen Paukner

2. Ausstattungsempfehlungen der Bundesländer

Das digitale Klassenzimmer ist in aller Munde. Immer mehr Hersteller machen sich Gedanken über die besonderen Anforderungen einer Lehr- und Lernumgebung und bieten spezielle Hard- und Software-Lösungen für die Schul-IT an. Mit diesen Lösungspaketen können sich Systemhäuser an die Schulen wenden. Doch noch wichtiger ist es für Systemhäuser, zu wissen, wie man sich von schulischer Seite aus eine ideale IT-Ausstattung vorstellt.

Welche IT-Ausstattung gehört in ein digitales Klassenzimmer?

Medieninseln bzw. Medienecken bezeichnen die kleinstmögliche Form der schulischen IT-Ausstattung. Ein Klassenzimmer erhält ein bis vier Computerarbeitsplätze und Peripheriegeräte (z.B. Drucker, Flachbettscanner). Die Rechner sollten untereinander vernetzt sein und über das Schulnetz mit dem Internet verbunden werden können.

Bei der Komplettausstattung eines Raumes geht man laut Hessischem Bildungsserver von mindestens 16 Schülerarbeitsplätzen und einem Lehrerarbeitsplatz aus, die untereinander vernetzt sein müssen. Als Bildschirme werden LCD- statt Röhren-Monitore empfohlen. Auf dem Niedersächsischen Bildungsserver wird der Einsatz von Thin Clients als Alternative zum PC kritisch gesehen: „In der Schulpraxis hat sich allerdings gezeigt, dass diese in großen betrieblichen Netzen sehr erfolgreich eingesetzte Technologie bei der Installation und Nutzung multimedialer Unterrichtssoftware oftmals unüberbrückbare Schwierigkeiten verursacht.“ An zusätzlicher Peripherie sollte laut Hessischem Bildungsserver „ein netzwerkfähiger Laserdrucker, ein Farbdrucker, ein Flachbettscanner, ein Beamer und eine interaktive Tafel eingeplant werden.“

PC-Räume und Medieninseln sind an ihren Standort gebundene Systeme. „Diese statische Struktur wird in der Zukunft zunehmend aufgelöst durch den Einsatz von mobilen Rechnern in Form von Notebooks. Sie ermöglichen einen flexiblen Einsatz in beliebigen Klassenräumen oder sonstigen schulischen Lokalitäten“, so der Hessische Bildungsserver. Auch der Beraterkreis für Schulrechner des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus sieht in seinem „Votum 2010“ die mobilen Systeme auf dem Vormarsch: „Als Alternative zu stationären Computern mit einem Beamer pro Klassenzimmer haben sich an den Schulen transportable Rechner (z. B. Notebook für die Lehrkraft) oder fahrbare Einheiten bestehend aus Multimediarechner, Beamer und einem Drucker bewährt.“

Bei allen in der Schule eingesetzten Software-Programmen ist die Art der Lizenzierung wichtig. Der Schulausschuss der Kultusministerkonferenz der Bundesländer (KMK) hat hierzu „schulgerechte Konditionen für Softwarelizenzen“ beschlossen, die die wesentlichen Kriterien für Beschaffungsmaßnahmen von Software für die Schulen (kostenfrei angebotene Software, Schullizenz oder wenigstens Klassenraumlizenz) festlegen. „Viele Hersteller und Anbieter von Software für Schulen haben diese schulgerechten Konditionen anerkannt“, heißt es hierzu im bayerischen Votum.

Lesen Sie auf der nächsten Seite die Empfehlungen über die Vernetzung und den Support von Schul-IT-Projekten.

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