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Digital Workplace & Mobility

Individuelle und schnell einsetzbare Client-Umgebungen

Der Arbeitsplatz der Zukunft ist Chefsache

| Autor / Redakteur: Doris Albiez / Andreas Donner

Hinter einem „Digital Workspace“ steckt ein integriertes Framework, das für die Bereitstellung und Verwaltung von Anwendungen, Daten und Geräten entwickelt wurde.
Hinter einem „Digital Workspace“ steckt ein integriertes Framework, das für die Bereitstellung und Verwaltung von Anwendungen, Daten und Geräten entwickelt wurde. (Bild: © Impact Photography - stock.adobe.com / Dell Technologies [M])

Auf dem Weg zum „Arbeitsplatz der Zukunft“ stehen zwei Dinge im Vordergrund: die Mitarbeiter auf der einen Seite, die Infrastruktur und IT-Sicherheit auf der anderen. Vor allem deshalb ist die so genannte Workforce Transformation nichts anderes als Chefsache.

Die Digitalisierung verändert nicht nur Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle – auch die Arbeitswelt wandelt sich nachhaltig. „Die Arbeit“ ist immer weniger ein Ort, an den man geht und sich acht Stunden am Tag aufhält. Vielmehr ermöglichen Mobilgeräte, die breite Verfügbarkeit des Internets und digitale Kommunikationsmittel neue flexible Arbeitsplatz- und Arbeitszeitmodelle, die zunehmend traditionelle Strukturen verdrängen. So vollzieht sich im Rahmen der Digitalen Transformation auch ein fundamentaler Wandel der Arbeitswelt, oder neudeutsch eine „Workforce Transformation“. Ihr können sich die Unternehmen genauso wenig entziehen wie der generellen Digitalisierung – denn auch hier riskieren sie bei einer Nicht-Transformation erhebliche Wettbewerbsnachteile und vor allem einen Verlust ihrer besten und qualifiziertesten Mitarbeiter.

Viele Unternehmen haben inzwischen einzelne Elemente einer „Digital Workspace“-Strategie eingeführt, aber einen ganzheitlichen, integrierten Ansatz verfolgen nur wenige. So haben laut einer von IDC im November 2018 durchgeführten Umfrage erst 29 Prozent der europäischen Firmen ein Konzept für den Arbeitsplatz der Zukunft ausgearbeitet, und lediglich neun Prozent der im Rahmen der IDC-Studie befragten Unternehmen stellen ihren Mitarbeitern Arbeitsplätze und -modelle bereit, die wirklich agil und anpassungsfähig sind.

Technik und Kultur zusammen machen den Unterschied

Ein agiler Arbeitsplatz ist zunächst einmal ein flexibler Arbeitsplatz. Das erfordert die Ausstattung der Mitarbeiter mit modernsten mobilen Arbeitsgeräten, ihre umfassende Vernetzung sowie den Einsatz digitaler Kommunikationsmittel wie Messenger, Video-Chat-Systeme oder Conferencing-Tools. Beim Digital Workspace reicht heute ein One-size-fits-Most-Ansatz jedoch bei weiten nicht aus, denn jeder Mitarbeiter hat individuelle Anforderungen und Bedürfnisse, die berücksichtigt werden müssen.

Vergleichbar mit der Customer Journey sollten die CIOs also mit auf die „Employee Journey“ gehen. Damit können sie herausfinden, wie Mitarbeiter jeden Tag durch ihre Aufgaben und Entscheidungen navigieren, wann sie mit welchen Kollegen kommunizieren und wie sie Technologien nutzen. Ziel ist, die IT an jedem Arbeitsplatz innovativer, nutzerfreundlicher und individueller zu gestalten.

Eine Unified-Workspace-Lösung liefert umfassende Informationen darüber, wie Mitarbeiter ihre Geräte einsetzen – angefangen vom Akkuverbrauch und der Speichernutzung über Mobilitätsanforderungen bis hin zu den am häufigsten verwendeten Applikationen. Das hilft Unternehmen bei der Auswahl des passenden Geräts und der richtigen Anwendungen für jeden einzelnen Mitarbeiter. Da die personalisierten Clients vorkonfiguriert, vorinstalliert und mit allen benötigten Anwendungen und Sicherheitsfunktionen ausgeliefert werden, wird die IT-Abteilung über den gesamten Lebenszyklus hinweg von ansonsten zeitaufwendigen Aufgaben entlastet. Den Mitarbeitern wiederum ermöglicht eine Lösung mit Single-Sign-On einen nahtlosen Zugriff von jedem Gerät aus auf alle nativen, SaaS- oder internen Anwendungen. Frustrationen, wenn wieder einmal etwas oder jemand nicht erreichbar ist, gehören damit der Vergangenheit an.

Silos müssen aufgebrochen werden

Für den Arbeitsplatz der Zukunft ist es darüber hinaus auch wichtig, dass Mitarbeiter aufgrund ihrer Fähigkeiten und nicht aufgrund ihrer Position oder ihres Titels in Teams eingebunden werden. Dadurch werden klassische Silos überwunden und eine funktionsübergreifende Zusammenarbeit gefördert. Zudem dürfen sich Unternehmen nicht nur auf die reine Büroumgebung konzentrieren, denn auch die Arbeitsplätze von Produktions- und Frontline-Mitarbeitern – ob nun im Einzelhandel, Gesundheitswesen, Bankwesen oder in vielen anderen Bereichen – müssen für die Zukunft gerüstet werden. Hier können intelligente Technologien wie Künstliche Intelligenz, IoT, Virtual Reality und Augmented Reality Arbeitsabläufe automatisieren und gleichzeitig neue Möglichkeiten zur Wertschöpfung schaffen. KI-fähige SFA-Anwendungen (Sales Force Automation) beispielsweise nehmen Bestellungen an und erleichtern Vertriebsleitern mit Hilfe von Business Intelligence die Entscheidungsfindung.

Sicherheit rückt in den Fokus

Durch das immer häufigere Wegfallen fester Arbeitszeiten und Arbeitsplätze entstehen allerdings „grenzenlose Unternehmen“, die den IT-Sicherheitsverantwortlichen Kopfzerbrechen bereiten können. Immerhin werden Daten über die verschiedensten Geräte und in den unterschiedlichsten Netzen genutzt – ein Umstand, dem herkömmliche Sicherheitsinfrastruktur-Designs nicht mehr gewachsen sind.

Abhilfe verspricht ein mehrschichtiger Ansatz: Zunächst sollten die Endgeräte auf Hardware-Ebene geschützt werden. Das ist vor allem für mobile Geräte wichtig, denn sie können verlorengehen oder gestohlen werden. Mit Hardware-basierten Lösungen für die Authentifizierung wie Fingerabdruck- und Smartcard-Lesegeräten oder Kameras mit Iris-Scan lässt sich der Zugriff seitens des Finders oder auch Diebes auf die Daten der Geräte unterbinden.

Eine Mehr-Faktor-Authentifizierung, die solche Features untereinander oder mit zusätzlichen Methoden wie einer PIN-Eingabe verknüpft, erhöht die Sicherheit zusätzlich. Zudem müssen alle Geräte natürlich vor Schadsoftware geschützt werden. Als zeitgemäß gelten Anti-Viren- und Anti-Malware-Lösungen, die künstliche Intelligenz und dynamische mathematische Modelle nutzen, um Dateien vor ihrer Ausführung zu analysieren und so zu ermitteln, ob sie tatsächlich sicher sind.

Darüber hinaus sollten die Zugriffe der Endgeräte auf Unternehmensressourcen abgesichert und die Verwendung von mobilen Apps und Cloud-Diensten kontrolliert werden. Optimal dafür sind spezielle Unternehmensplattformen, die gezielt für die Einrichtung sicherer digitaler Arbeitsplätze konzipiert sind. Sie erlauben es Endnutzern, über ein Selbstbedienungs-Portal ihr individuelles Portfolio aus Unternehmensanwendungen sowie freigegebenen Apps und SaaS-Lösungen zusammenzustellen und per Single-Sign-On auf alle davon zuzugreifen.

Eine Kombination aus Identitäts- und Gerätemanagement-Funktionen sorgt dabei für die nötige Datensicherheit. Bevor die Endgeräte Zugriff auf das Firmennetz erhalten, werden sie auf ihre Übereinstimmung mit zuvor definierten Richtlinien geprüft. Für besonders geschäftskritische Daten lassen sich dabei etwa biometrische Identifizierungsverfahren oder Multi-Faktor-Authentifizierung festlegen. Dieser Ansatz gibt Unternehmen die Möglichkeit, nicht nur ihre eigenen, sondern auch private Geräte ihrer Mitarbeiter, die beruflich genutzt werden, zu verwalten.

Lösungen wie Dell Technologies Unified Workspace automatisieren das Patchen und unterstützen Benutzer proaktiv dabei, alltägliche IT-Probleme wie Passwort-Rücksetzungen, Zugriff auf Anwendungen und verlorene VPN-Verbindungen zu lösen. In Kombination mit VMware Workspace ONE wird der Status von Gerät, Nutzer, Netzwerk und Anwendungen laufend überwacht und validiert. Beim ersten Anzeichen einer Bedrohung verlangt die Lösung nach einer Multi-Faktor-Authentifizierung und kann abhängig von der Bedrohungsstufe sogar den Nutzerzugriff blockieren und Daten von einem Gerät löschen.

Doris Albiez.
Doris Albiez. (Bild: Dell Technologies)

Im „War for Talents“ ein entscheidendes Argument

Die Umsetzung der Workforce Transformation ist alles andere als einfach – sie aber zu ignorieren, ist definitiv keine Option. Es geht um handfeste Wettbewerbsvorteile wie Produktivitätssteigerungen. Der Arbeitsplatz der Zukunft sollte aber nicht nur auf die Bedürfnisse des Unternehmens ausgerichtet sein, sondern vor allem auf die Menschen, die ihn täglich nutzen. In Zeiten notorischen Fachkräftemangels kann es verheerende Folgen haben, wenn es einem Unternehmen nicht gelingt, seine Know-how- und Leistungsträger an sich zu binden.

Über die Autorin

Doris Albiez ist Senior Vice President und General Manager von Dell Technologies Deutschland. Dell Technologies

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Keynotes, Peer References und Thinktanks versprechen intensiven Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe, wertvolle Use Cases zu den Themen Virtual Desktop Infrastructure, Workplace-as-a-Service, Collaboration und Unified Endpoint Management runden die prall gefüllte Agenda ab. Als besonderes Highlight gibt die ISS-Astronautin Suzanna Randall Insights zu ihrem „Work-Space“.

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