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Fokus auf Windows Dell stellt Vertrieb von Android-Produkten ein

Autor: Klaus Länger

Dell stellt den Vertrieb von Android-Produkten wie den Venue-Tablets oder dem Wyse Cloud Connect ein. Auch Support gibt es nur noch eingeschränkt.

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Aus für Android: Dell stellt den Vertrieb von Tablets wie dem Venue 8 7000 und des Wyse Cloud Connect ein. Auch neue OS-Versionen wird es nicht mehr geben.
Aus für Android: Dell stellt den Vertrieb von Tablets wie dem Venue 8 7000 und des Wyse Cloud Connect ein. Auch neue OS-Versionen wird es nicht mehr geben.
(Dell)

Gegenüber der IT-Publikation PC World hat ein Sprecher von Dell erklärt, dass der Hersteller den Verkauf der noch verbliebenen Android-Geräte einstellt. Betroffen sind die Tablets der Venue-Baureihe sowie der Stick-PC Wyse Cloud Connect. Neue Android-Geräte wird es vorerst nicht von Dell geben. Aus dem Geschäft mit Android-Smartphones hatte sich der texanische Hersteller schon vor geraumer Zeit zurückgezogen.

Die Android-Tablets der Venue-8-7000-Baureihe hatten 2015 für Aufmerksamkeit gesorgt. Die 8-Zoll-Geräte mit Intel Atom, AMOLED-Display und Intel-Realsense-Kamera waren die dünnsten Tablets auf dem Markt.

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Allerdings resultierte die Aufmerksamkeit aber wohl nicht in hohen Verkaufszahlen für die recht kostspieligen Tablets. Angesichts eines insgesamt schrumpfenden Absatzes von Android-Tablets und der immer härteren Konkurrenz durch chinesische Whitebox-Anbieter zieht Dell nun die Reißleine.

Neue Android-Versionen wird es für die Venue-Geräte laut Dell nicht mehr geben. Lediglich bestehende Garantie- und Service-Verpflichtungen werden noch erfüllt.

Fokus auf Windows-2-in-1-Tablets

Dell wird sich bei Tablets zukünftig auf Windows-Geräte konzentrieren. Die Venue-Pro-Tablets waren auch bislang schon mit Windows ausgestattet. 2-in-1-Tablets mit Microsoft-Betriebssystem und abnehmbarer oder umklappbarer Tastatur sind derzeit auch die einzige Marktsegment mit Wachstum.

Aus auch für Cloud Connect

Das Aus für Android bei Dell bedeutet auch das Ende für den Wyse Cloud Connect. Der kleine Rechner mit ARM-Prozessor und HDMI-Anschluss sollte aus jedem Monitor einen Thin-Client für Cloud-Anwendungen machen.

Komplett auf Windows wird sich Dell aber auch bei Client-Geräten weiterhin nicht stützen. So gibt es weiterhin ausgewählte Notebooks mit Ubuntu als Betriebssystem und auch Chromebooks im Sortiment von Dell.

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 Klaus Länger

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