Support-Vereinbarung Dell bastelt mit an der Windows-Linux-Brücke

Redakteur: Katharina Krieg

Direktvermarkter Dell legt sich Linux-Support-Lizenzen von Microsoft zu. Der Software-Riese hatte im November vergangenen Jahres ein entsprechendes Abkommen mit Novell geschlossen, um der Interoperabilität von Windows und Linux auf die Sprünge zu helfen. Dell will nun auch mitspielen und Kunden gewinnen.

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Als erster großer Systemanbieter steigt Dell in die Linux-Kooperation von Microsoft und Novell ein. Die Vereinbarung vom November 2006 beinhaltet neben einem gegenseitigen Patentschutz auch die Abgabe von Coupons für Linux-Wartung und -Support an die Redmonder.

»Dies war die Antwort auf den Wunsch unserer Kunden nach mehr Interoperabilität und IP-Sicherheit innerhalb der Branche«, erläutert Susan Hauser, die bei Microsoft für strategische Partnerschaften und die Lizenzvergabe verantwortlich ist. »Die Reaktionen unserer Kunden auf diese Zusammenarbeit sind sehr positiv«, so Hauser weiter.

Um mit an der Brücke zwischen den beiden Plattformen Windows und Linux zu bauen, kauft Dell nun Support-Zertifikate für Suse Linux Enterprise Server von Microsoft und vertreibt sie dann weiter. Der Einstieg dient Dell vor allem zur Gewinnung neuer Kunden. »Wir haben vor, hier eine Führungsposition einzunehmen«, kündigt Rick Becker, Vice President Solutions der Dell Product Group, an. So stehen ab sofort Linux-Nutzer, die bislang keine Kunden von Dell sind, auf dem Plan des Direktvermarkters. Diese Zielgruppe soll für die Migration auf Suse Linux Enterprise Server gewonnen werden.

Der Hersteller hat seinen beiden Kooperationspartnern daher das Versprechen gegeben, ein eigenes Service- und Marketing-Programm mit Workshops für Interoperabilität, Proof-of-Concepts im Bereich Migration sowie Migrations-Services auf die Beine zu stellen. »Dell hat die Nachfrage nach mehr Interoperabilität erkannt und ist nun Vorreiter in der Branche«, unterstützt Hauser den gerade gewonnenen Partner.

Der geht nun also mit diesem neuen Verkaufsargument auf Kundenjagd und beteiligt sich daran, die Lücke zwischen Windows und Linux kleiner zu machen. Doch auch in anderer Hinsicht begibt sich der Systemanbieter nun zwischen zwei Stühle. Denn Dell bietet seine Server bereits seit 1999 mit Linux an und setzt hier auch weiterhin auf Red Hat, den schärfsten Konkurrenten des neuen Partners Novell.

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