Cloud Data Management

Daten-Management und Datensicherheit in der Hybrid Cloud

| Autor / Redakteur: Christian Scherf* / Ulrike Ostler

Christian Scherf von der Rubril Inc. stellt eine neue Datacenter-Disziplin vor, das Cloud Data Management.
Christian Scherf von der Rubril Inc. stellt eine neue Datacenter-Disziplin vor, das Cloud Data Management. (Bild: gemeinfrei: geralt/Pixabay / CC0)

Greifen Unternehmen auf die öffentliche Cloud zu, um Kosten zu senken sowie Produkte und Dienstleistungen schneller auf den Markt zu bringen, bringt dies aber auch einige Probleme oder zumindest Herausforderungen mit sich, die Datensicherheit und Daten-Management betreffen.

Durch die erweiterte Konnektivität über die eigenen Netzwerkgrenzen hinweg sind die Daten generell höheren Risiken ausgesetzt seitens externer Cyber-Bedrohungen. Daraus resultiert die Notwendigkeit, Daten in der Cloud, aber auch Daten bei der Übertagung und im Ruhezustand besser zu schützen.

Hinzu kommen Schwierigkeiten, umfangreiche Datenmengen zu verwalten und die sich immer wieder ändernden Datenschutzbestimmungen einzuhalten. Jüngste Beispiele sind die NIS-Richtlinie und die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO/GDPR) der Europäischen Union, die von den Mitgliedsstaaten bis Mitte 2018 in nationales Recht umgesetzt werden müssen.

Sichere – und auch rechtssichere – Datenverwaltung

Welche Techniken stehen Unternehmen zur Verfügung, um Daten, die zwischen eigenem Rechenzentrum und öffentlicher Cloud bewegt werden, sicher – und auch rechtssicher – zu verwalten?

Wiederherstellung, Verwaltung und Sicherung von Daten in privaten, öffentlichen und hybriden Clouds werden zu täglichen Routineaufgaben. Die Umsetzung dieser Aufgaben ist derzeit mehr oder weniger elegant gelöst mit einer Mischung aus zur Verfügung stehenden Inhouse-Tools und den rudimentären Daten-Management-Funktionen der Cloud-Betreiber. Eine konsistente Lösung, die auch die immer häufiger gegebenen Hybrid-Cloud-Szenarien abdeckte, fehlte bislang.

Genau für diese genannten Herausforderungen etabliert sich derzeit die Produktkategorie „Cloud Data Management“. Zu verstehen sind darunter Plattformlösungen zur Sicherung, Verwaltung und Wiederherstellung von Daten zwischen öffentlicher und privater Cloud oder eben innerhalb der Hybrid-Cloud. Eine solche Plattform ermöglicht es Unternehmen, öffentliche Cloud-Dienste zu nutzen und dabei Datensicherheit, Suche, Analyse, Archivierung, Compliance und Copy Data Management für alle ihre Workloads bereitzustellen.

Die IT-Abteilung kümmert sich

Datensicherheit ist dabei von entscheidender Bedeutung für Unternehmen, die in der Cloud aktiv sind und sollte daher ganz oben auf der Liste stehen bei der Evaluierung. Sicherheitsfunktionen wie etwa Verschlüsselung nach FIPS-140 Level 2-Standard werden hohen Anforderungen gerecht.

Neben der Datensicherheit, geht es vor allem um das Daten-Management an sich. Hierfür ist ein gut ausgebildetes, kompetentes IT-Personal unerlässlich. Die Lösung sollte dennoch eine einfache Handhabung aufweisen und sich in Automatisierungs- sowie Orchestrierungs-Tools einfach einbinden lassen, da das Cloud-Daten-Management nur eine von vielen Aufgaben für die IT-Abteilung darstellt, wenn auch eine zunehmend wichtigere.

Die Rubrik Inc. gehört luat Forbes zu den "Next Billion-Dollar Startups 2016". Cristian Scherf arbeitet als Account Executive für das Unternehmen.
Die Rubrik Inc. gehört luat Forbes zu den "Next Billion-Dollar Startups 2016". Cristian Scherf arbeitet als Account Executive für das Unternehmen. (Bild: Rubrik)

Cloud Data Management: Was gehört dazu?

Die folgenden Punkte zeigen auf, was eine Plattform für Cloud Data Management leisten sollte und welche Techniken und Funktionen zum Einsatz kommen:

  • Standardisierter Zugriff auf alle Daten: Cloud Data Management ermöglicht einen konsistenten, standardisierten Zugriff auf Daten in der privaten und öffentlichen Cloud. Bisherige Silostrukturen werden ersetzt durch eine einheitliche, erweiterbare Scale-out-Fabric.
  • Integrierte Datensicherheit: Cloud Data Management sorgt dafür, dass die Daten während der Übertragung, im Ruhezustand und während des Zugriffs sicher sind. Neben Verschlüsselung und Schlüssel-Management dient hierzu rollenbasierte Überwachung mit integrierten Audit-Prüfungen und -Berichten zur Sicherstellung der Compliance-Vorgaben an allen Datenstandorten.
  • Direkter nativer Zugriff: Die Daten sollten in den Sicherungs- und Archivierungsebenen in ihrem nativen Format zur Verfügung stehen. Native On-Demand-Datenübermittlungsdienste können einen nahtlosen interaktiven Zugriff (Wiederherstellungspunkte) in dem von der Anwendung angeforderten Format bereitstellen. Daraus resultieren ein verringerter Betriebsaufwand und ein reduziertes Risiko bei vielen verschiedenen Szenarien wie z.B. Wiederherstellung oder Compliance.
  • Erweiterte Suche und Abfrage: Hierzu zählen Indexierung, Analyse, Visualisierung und Optimierung von Live-Daten und historischen Daten. Cloud Data Management bietet eine nahtlose und leistungsstarke Suchabfrage über mehrere Datensätze, Anwendungen und Speicherorte, einschließlich virtueller Repositories, SaaS-Angebote und der Cloud.
  • Kontrolle über den gesamten Datenlebenszyklus: Die konsequente Verwaltung der Daten von Anfang an, über den gesamten Lebenszyklus hinweg, ermöglicht es Unternehmen, die dauerhafte Kontrolle über die Daten zu behalten – inklusive Sichtbarkeit und Sicherheit. Damit lässt sich das Risiko von Datenraub, Datenverlust oder Compliance-Fehlern deutlich reduzieren.
  • Inkrementelle Änderungserfassung: Change Block Tracking eröffnet die Möglichkeit, den Workload-Effekt bei Datensicherungsvorgängen drastisch zu reduzieren und gleichzeitig die Effizienz der Netzwerk- und Speicherauslastung zu steigern, indem nur Delta-Blöcke bewegt und nur einzelne, geänderte Blöcke gespeichert werden. Dies verringert die Bandbreiten- und Speicheranforderungen und liefert eine nahezu unbegrenzte Anzahl verfügbarer Wiederherstellungspunkte, was Backup-Software überflüssig macht.

Cloud Data Management – als neue Produktkategorie im Daten-Management und von Grund auf konzipiert für die Cloud-Ära – kommt zur rechten Zeit, denn der Umfang und die Art des Datenaustauschs und der Datennutzung werden sich weiter verändern. Hinzu kommen steigende Anforderungen an Sicherheit und Compliance. Es wird noch mehr Daten aus dem Internet der Dinge geben, generiert von intelligenten Geräten, vernetzten Maschinen und der Kommunikation von Maschine zu Maschine.

Diese Technologietrends haben erhebliche Auswirkungen auf die bisherigen Praktiken für IT-Management und Datenverwaltung. Um das wachsende Datenvolumen zu bewältigen und den gesetzlichen Vorgaben gerecht zu werden, muss jedes Cloud-affine Unternehmen sein Daten-Management neu bewerten und gezielt weiterentwickeln. Der neue Lösungsansatz Cloud Data Management liefert hierbei eine wertvolle Hilfestellung.

* Christian Scherf ist Account Executive bei der Rubrik Inc.

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