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Storage ist ein heißes Cloud-Thema

Data Fabric in der Multi-Cloud

| Redakteur: Wilfried Platten

Maik Höhne, Channel-Chef von NetApp
Maik Höhne, Channel-Chef von NetApp (Bild: NetApp)

In Zeiten der Cloud gilt Storage vielen als zweitrangiges Thema. Dabei ist es gerade deshalb spannender als je zuvor. Denn Multi-Cloud-Umgebungen sind in diesem Punkt besonders anspruchsvoll, wie Maik Höhne, Channel-Chef von NetApp weiß.

ITB: Von außen betrachtet hat man das Bild, dass es NetApp gerade unverschämt gut geht. Was ist dran an diesem Eindruck?

Höhne: Ich würde eher sagen, es geht uns verdientermaßen gut. Die Konkurrenzsituation spielt da eine gewisse Rolle, ist dafür aber nicht ursächlich. Wir haben in den letzten Jahren einen massiven Wandel vollzogen, der nicht immer lustig war, aber wir ernten jetzt die Früchte dieser Mühen. Ein komplettes Betriebssystem ­umzuschreiben, ist ein ambitioniertes Unterfangen. Aber nach zwanzig Jahren war es einfach notwendig. Und richtig Schwung aufgenommen haben wir dann mit der Data Fabric!

ITB: Schauen wir auf die Gründe für diese Wohlfahrt. Schwächelt etwa die Konkurrenz in Gestalt von EMC, respektive Dell EMC?

Höhne: Ich glaube, dass die jüngste Entwicklung bei Dell EMC dazu beigetragen hat, aber nicht entscheidend ist. Ausschlaggebend für den Erfolg ist unsere Neuaufstellung: Mit dem Aufkommen der Virtualisierung galt Storage vielen als tot. Wir haben das als Chance begriffen und Ontap komplett neu aufgesetzt. Und daraus entstand dann die die Idee der Data Fabric.

ITB: Apropos Wettbewerb und Virtualisierung: Wie hat sich die Übernahme des direkten Konkurrenten EMC durch Dell auf die Zusammenarbeit mit VMware ausgewirkt?

Höhne: Das hat toll funktioniert und ist ein wichtiger Teil der Erfolgsgeschichte. Da kann ich vor den VMware-Kollegen nur den Hut ziehen.

ITB: Was ist die Idee hinter dem Konzept der Data Fabric?

Höhne: Unsere Kunden haben viele gute Gründe, in die Cloud zu gehen, und dabei unterstützen wir sie. Es gibt Workloads, die in der Cloud hervorragend aufgehoben sind. Daten haben Lebenszyklen, und es gibt Phasen im Lebensalter einer Datei, in denen die rasche Verfügbarkeit keine große Rolle spielt. Lastspitzen, etwa der monatliche Rechnungsdruck, sind eine weitere typische Cloud-Anwendung, denn es müssen keine internen Ressourcen mehr dafür vorgehalten werden. Oder nehmen Sie Office365 und Exchange in der Cloud. Mit Cloud Control machen wir ein sicheres Backup dafür.

ITB: Wie sieht die Zusammenarbeit mit den Hyperscalern aus?

Höhne: Wir arbeiten mit allen Größen wie AWS, Azure, Google und IBM zusammen. Dazu kommen rund 60 Service Provider in Deutschland, die Services auf NetApp-Basis anbieten. Denn nicht jeder unserer Kunden will beispielsweise seine SAP-Anwendungen etwa bei AWS oder Azure hosten lassen. Viele nutzen dafür auch mehrere Anbieter, verfügen also über ­eine Multi-Cloud-Landschaft. Mit Private ­Storage for Cloud haben wir die passende Lösung für unterschiedliche Cloud-Nutzungen.

ITB: NetApp hat mit HCI jetzt auch eine hyperkonvergente Appliance im Portfolio. Wie läuft das Geschäft als Späteinsteiger?

Höhne: Wir haben unsere Erwartungen weit übertroffen. Das ist für uns ein Déjà-vu: Auch im Flash-Segment waren wir nicht die ersten und sind jetzt Marktführer in Deutschland. Und so spät sind wir mit HCI in Deutschland gar nicht dran. In Umfragen schätzen viele Anwender die Technologie noch als sehr jung ein.

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