Versionen, Kanäle, Ausblicke

Das Surface und die Handelskanäle dahinter

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Konsumentenverwirrung

Bei Samsung sieht man das offenbar anders. Die Versionsunterschiede könnten Verbraucher verwirren, fand der Elektronik-Riese. Zunächst stoppte der südkoreanische Konzern vor diesem Hintergrund den Vertrieb von bereits produzierten Tablets mit Windows RT in den USA. Später nahm Samsung das Ativ Tab auch hierzulande und andernorts aus dem Portfolio. So sieht ein Flop aus.

Active Directory

Die Einschränkungen der RT-Version haben auch etwas mit den Handelskanälen für die Microsoft-Hardware Surface RT zu tun. Es fehlt beim Betriebssystem Windows RT eine Unterstützung von Windows-Domänen, womit die Vorteile einer zentralen Steuerung über Gruppenrichtlinien entfallen. Eine Einbindung ins Firmennetzwerk über die Windows-eigenen Active-Directory-Dienste ist bei diesen Geräten nicht vorgesehen. Das macht das Surface RT klar zu einem Consumer-Produkt. Spannend für Systemhäuser und Fachhändler wird das Surface-Thema erst so richtig mit der Version Surface Pro, auf der „normale“ Windows-8-Versionen laufen und auch oben genannte Active-Directory-Dienste genutzt werden können.

Surface Pro

Jenes Surface Pro ist in den USA und Kanada bereits seit Anfang Februar zu Preisen ab 899 US-Dollar erhältlich. Laut Microsoft-Mitteilung wird es „in den nächsten Monaten“ in sieben weiteren Ländern – darunter Deutschland – erhältlich sein.

Nun wird es hinsichtlich der Vertriebskanäle spannend. Inwieweit wird auch der Fachhandel vom Vertrieb des smarten Tablets mit Andock-Tastatur profitieren können? Immerhin spielen bei dieser Version neben Consumern auch Firmenkunden eine wichtige Rolle.

IT-BUSINESS fragte Microsoft-Chef Illek. Im Interview sagte der Manager: „Es gibt keinen Grund, warum wir hier nicht den normalen Weg über die Distribution und den Fachhandel gehen sollten.“

Nachfrage zu groß?

Das hört sich nach einem „Ja“ an. Bei einigen Distributoren hat IT-BUSINESS nachgefragt, inwieweit bereits Informationen über einen kommenden Surface-Pro-Start in Deutschland vorliegen. Substanzielle Informationen kamen bis Redaktionsschluss nicht zusammen.

Doch warum schießt Microsoft beim Surface-Verkauf nicht aus allen Rohren? Warum bekommt der Direktvertriebskanal via Surface-Website Vorrang? Warum werden Vertriebskanäle nur nach und nach erweitert? Schließlich liegt das Leitmotiv nahe, die Multiplikatorwirkung der einzelnen Vertriebsformen möglichst umfassend auszunutzen und keine Vertriebspartner vertrösten zu müssen.

Das Statement

Illek begründet dies mit Lieferengpässen: „Wir kommen mit der Surface-Produktion gar nicht mehr hinterher“, so der Microsoft-Chef. Das Surface Pro mit 128 Gigabyte war in den USA schnell ausverkauft. Produktionskapazitäten werden derzeit erweitert. Vor diesem Hintergrund werden auch Systemhäuser und Fachhändler vom Surface-Geschäft profitieren können, so der Microsoft-Chef. □

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