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Mobile Payment gewinnt an Fahrt

Das Smartphone wird zum Zahlungsinstrument

01.10.2010 | Redakteur: Stefan Riedl

Paypal-Chef Gregor Bieler beschreibt die Funktionsweise des geplanten Paypal-Apps.
Paypal-Chef Gregor Bieler beschreibt die Funktionsweise des geplanten Paypal-Apps.

Unter den Begriffen Handy Payment oder Mobile Payment verbergen sich neue Zahlungsverfahren, die nach ersten Bestrebungen in den 90er-Jahren langsam aber sicher salonfähig werden. Der Erfindergeist in der Branche ist groß. Handys werden zum Barcode-Scanner, zur Preisvergleichshilfe und zum digitalen Geldbeutel.

Über spezielle Apps werden schon seit geraumer Zeit in Verbindung mit Handy-Payment-Systemen wie Crady, Mpass oder Aperto move Geldtransfers vom Smartphone aus ermöglicht. Die Anbieterfülle nimmt gegenwärtig zu, ebenso wie die Fülle an artverwandten Dienstleistungen rund um das mobile Bezahlen.

Handy als Barcode-Scanner

Wenn Kunden im Ladengeschäft Produkte mit ihren Smartphones fotografieren, hat das zurzeit in der Regel einen von zwei Gründen: Entweder schicken sie ihrem Lebenspartner eine MMS nach dem Motto: „Schau mal, dieses Notebook will ich kaufen. Ist die Farbe OK?“. Oder sie scannen damit den Barcode und überprüfen, wie viel andernorts für die gleiche Ware verlangt wird. Beispielsweise steht unter http://barcoo.mobi/ eine Beta-Version eines Barcode-Scanners für Handys zum Download bereit.

Handy als Zahlungsinstrument

Das Smartphone wird aber auch immer wichtiger als Zahlungsinstrument. Glaubt man einer Studie der Mobile Marketing Association (MMA), etabliert sich das Zahlen per Smartphone inzwischen auch in Deutschland. Vor allem digitale Produkte wie Apps, Klingeltöne, Audio- oder Videofiles werden derzeit mit mobilen Applikationen bezahlt. Aber digitale Produkte sind ein Einstieg ins M-Payment, wie es im Fachjargon heißt. Neben den Netzanbietern selbst tummeln sich immer mehr Anbieter auf dem Markt mobiler Payment-Dienstleistungen, denn das Marktpotenzial ist groß. Schon jetzt führt etwa jeder zehnte Handynutzer in Deutschland mobile Transaktionen durch, so der BVDW.

Beispiel Paypal

Auch Paypal zeigte in diesem Segment Erfindergeist und ermöglicht mittels Bump-Verfahren Zahlungsanweisungen per Berührung zweier Smartphones. Paypal-Deutschland-Chef Gregor Bieler erläuterte die Technologie dahinter: „Bump ist ein kostenloses App, das den Datenaustausch zwischen Smartphones nach einer einfachen Berührung der beiden Geräte ermöglicht.“ Gegenwärtig werden so beispielsweise Fotos ausgetauscht. Paypal hat jedoch ein bump-basiertes Payment-Verfahren auf den Markt gebracht, bei dem Käufer und Verkäufer mit Paypal-Konto nur ihre Smartphones aneinander halten müssen, um eine Zahlung anzustoßen. „Natürlich mit entsprechenden Sicherungsmechanismen“, so Bieler. Aus Bielers Sicht wird mobile Payment einen sehr großen Teil der Zukunft des Bezahlens ausmachen.

Apps als Zahlungshilfe

Der Erfolg eines Apps der Paypal-Mutter Ebay gibt ihm schon jetzt recht. Gegenwärtig werden über die Ebay-App für iPhone und iPad in den USA pro Jahr eine Milliarde US-Dollar umgesetzt. „Eine entsprechende Paypal-App gibt es noch nicht, aber spätestens bis Ende des Jahres soll diese kommen; nicht nur für die Apple-Welt, sondern auch für Android und später auch für das Betriebssystem Windows Mobile Phone 7, das erst in Kürze auf den Markt kommen wird“, verriet Bieler im Gespräch mit IT-BUSINESS.

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