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Intelligente Steuerung vom Sofa aus Das Smart Home im Überblick

Autor: Sarah Nollau

Nach Hause kommen, die Füße hochlegen und Alexa das Entertainment-System anschalten lassen – das ist der Inbegriff des Smart Homes. Sprachassistenten können den ein oder anderen Gang in den eigenen vier Wänden ersparen. Die Produktpalette reicht von Assistenten über Steckdosenleisten bis hin zum automatisierten Rasenmäher im Garten.

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Sprachassistenten helfen dabei, das Smart Home mit all seinen Komponenten zu steuern.
Sprachassistenten helfen dabei, das Smart Home mit all seinen Komponenten zu steuern.
(Bild: Syda Productions - stock.adobe.com)

Ob Informationen über die Fußballergebnisse des Champions-League-Spiels am Vorabend oder das Erstellen einer Einkaufsliste über Sprachbefehle – der Sprachassistent steht mit Rat und Tat zur Seite. Smart Home bedeutet aber viel mehr als nur ein digitaler Gesprächspartner auf dem Küchentisch.

WLAN-Sicherheitskameras

Für alle, die ihr smartes Heim sicherer machen möchten, bringt D-Link drei WLAN-Sicherheitskameras auf den Markt: die DCS-8010LH, die DCS-8300LH und die DCS-8525LH. Alle drei Kameras sind kompatibel mit Amazon Alexa, Google Assistant sowie IFTTT.

Steckdosenleiste von D-Link

Die D-Link-Steckdosenleiste ist WLAN-fähig und kann mit einer App gesteuert werden.
Die D-Link-Steckdosenleiste ist WLAN-fähig und kann mit einer App gesteuert werden.
(Bild: D-Link)

Viele Komponenten müssen zusammenarbeiten, um das Smart Home zu einem gemütlichen intelligenten Zuhause zu machen. Eine WLAN-Steckdosenleiste kann dabei helfen, Geräte über ein Steuerungselement ein- und auszuschalten. D-Link hat eine solche unter dem Namen Smart Power Strip DSP-W245 auf der CES 2018 vorgestellt. Bis zu vier Verbraucher können per App über die Steckdosenleiste gesteuert werden. Zu den Funktionen zählt auch das Ablesen des Stromverbrauchs jedes einzelnen Steckplatzes. Für den Verbrauch kann ein Limit festgelegt werden, der den Heizlüfter beispielsweise dann automatisch ausschaltet, wenn dieser die Stromgrenze erreicht hat. Die intelligente Steckdosenleiste ist kompatibel mit dem Automatisierungsdienst IFTTT, mit dem sich Aktionsmechanismen auslösen lassen, wenn eine vorher festgelegte Bedingung eintritt. Der Smart Power Strip DSP-W245 ist ab 117,90 Euro verfügbar.

Smart Display von Lenovo

Das Smart Display von Lenovo steuert das vernetzte Zuhause. Sprachbefehle reichen.
Das Smart Display von Lenovo steuert das vernetzte Zuhause. Sprachbefehle reichen.
(Bild: Lenovo)

Das Lenovo Smart Display wurde ebenfalls auf der CES 2018 und dem MWC 2018 vorgestellt. Neben gängigen Funktionen eines Tablets wie das Abspielen von YouTube-Videos oder das Tätigen von Video-Anrufen dient es als Steuerungselement für die einzelnen Komponenten im Smart Home. Der Google Assistant kann über einen Full-HD-Touchscreen bedient werden. Aber auch Sprachbefehle reichen schon aus. Das Smart Display wird mit 8 und 10 Zoll im Sommer auch in Deutschland verfügbar sein. Die Preise liegen bei 199 Dollar für die 8-Zoll-Variante und 249 Dollar für das 10-Zoll-Display. Offizielle Preise für den deutschen Markt gibt es noch nicht.

Die Befragung im Rahmen der Deloitte Smart Home Consumer Survey 2018 ergab, dass die beliebtesten Lösungen Mediaserver (14 Prozent) und Lautsprecher wie Amazon Echo (13 Prozent) sind. Mit deutlichem Abstand von sieben Prozentpunkten folgen Reinigungsgeräte. Besonders beliebt ist das Smart Home bei jungen Vielverdienern. Liegt der Netto-Verdienst des Haushalts über 5.000 Euro, haben 28 Prozent intelligente Geräte für das smarte Wohnen. Die Studie kam zu dem Schluss, dass das Smart Home zwar beliebt, aber für viele noch zu teuer ist.

Der smarte Garten

Das intelligente Zuhause macht nicht vor der Terrassentür Halt. Auch für die Grünfläche hinter dem Haus initiiert beispielsweise Gardena die Kooperation mit Smart-Home-Herstellern. Gardena öffnete sein Smart-System für Hersteller, um die Integration seines Systems mit Smart-Home-Lösungen zu unterstützen. Darunter zählt auch die Kompatibilität mit IFTTT, die Gardena 2018 anstrebt. Plattformen, die Smart Home und Smart Garden bereits verknüpfen, sind Conrad Connect und Innogy.

Große Zufriedenheit

Die Zufriedenheit mit Smart-Home-Produkten ist einer Bitkom-Studie zufolge mit 74 Prozent der Befragten groß. Besonders zufrieden sind die Smart-Home-User mit automatischen Rollläden (90 Prozent). Mit einem Prozentpunkt weniger folgen der Smart-TV und der Stromzähler. Kritik üben sie an der komplizierten Einrichtung (43 Prozent) und dem schlechten Service (33 Prozent). Hier scheint es also noch Luft nach oben zu geben.

Deutschland hat zunehmend weniger Berührungsangst mit der Vernetzung im Zuhause. Als Grund für die Steigerung des Marktvolumens bis 2022 führt die Studie von Eco und ADL allerdings das stetig wachsende Angebot an. Als jährliche Wachstumsrate wurde für die kommenden Jahre 26,4 Prozent prognostiziert. Damit soll der Umsatz bis 2022 auf 4,3 Milliarden Euro ansteigen. Die Umsätze werden sich damit verdreifachen.

Security und Datenschutz

Viele Komponenten – viel Potenzial für Schwachstellen: Wer einen Sprachassistenten in sein Heim lässt, sollte auch den Datenschutz im Blick behalten. Dafür sollten die Smart-Home-Geräte immer die neueste Firmware installiert haben. Daten sind nur dann ganz sicher vor Cyberkriminalität, wenn sie erst gar nicht geteilt werden.

Was passieren kann, wenn von Angreifern eingeschleuste Kommandos die Assistenten zu unerwünschten Aktionen verleiten, lesen Sie in folgendem Artikel:

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Über den Autor

 Sarah Nollau

Sarah Nollau

Redakteurin