Dekra Arbeitsmarktreport Das sind die Top-10-Berufe 2025

Von Agnes Panjas 2 min Lesedauer

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Die deutsche Wirtschaft leidet unter Handelskrisen, Konjunkturflaute und verschärftem internationalen Wettbewerb. Auch im Stellenmarkt macht sich das turbulente Arbeitsmarktumfeld bemerkbar.

Der Dekra Arbeitsmarktreport 2025 hat 8.944 Stellenangebote in zwei Online-Jobbörsen untersucht. Auffällig dabei: Unter den Top-25-Berufen finden sich nur halb so viele Akademiker wie 2024. Bei Ingenieur- und IT-Berufen wird ein Tiefstand erreicht. (Bild: ©  xyz+ - stock.adobe.com)
Der Dekra Arbeitsmarktreport 2025 hat 8.944 Stellenangebote in zwei Online-Jobbörsen untersucht. Auffällig dabei: Unter den Top-25-Berufen finden sich nur halb so viele Akademiker wie 2024. Bei Ingenieur- und IT-Berufen wird ein Tiefstand erreicht.
(Bild: © xyz+ - stock.adobe.com)

Die schwächelnde Konjunktur ist am Stellenmarkt angekommen – auch bei Berufsgruppen, in denen es lange nur bergauf ging. Bei Ingenieur-und IT-Berufen wurde ein Tiefstand erreicht. Über alle Berufe hinweg gesehen fällt auf: In akademischen Berufen hat sich die Fachkräftesituation etwas entspannt. Unter den Top-25-Berufen befinden sich nur drei akademische Spezialisierungen – so wenige wie noch nie seit Erhebungsbeginn 2008.

In den Engpassberufen bleibt der Fachkräftebedarf weiterhin hoch, wie die Analyse von 8.944 Stellenangeboten zeigt: Elektronikerinnen und Elektroniker sowie Gesundheits- und Krankenpflegekräfte haben fast schon eine Dauerkarte an der Spitze aller Berufe. Doch auch im Einzelhandel, in der Lagerlogistik oder der Sozialarbeit suchen Arbeitgeber dringend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie der Blick auf die Top-10-Berufe zeigt.

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Über den Dekra Arbeitsmarktreport

Im Erhebungszeitraum Ende Februar 2025 wurden 8.944 Stellenangebote in zwei Online-Jobbörsen ausgewertet. Der Report beinhaltet eine Überblick über die Entwicklung der Berufe und Tätigkeitsfelder, eine vertiefende Analyse der Stellenangebote für IT-Security-Fachkräfte und der Tätigkeit von Fachkräften für Arbeitssicherheit. Mehr Informationen hier.

Wer ist nicht mehr in den Top-10 dabei?

Fünf der Top-10-Berufe der letzten Jahre sind nicht mehr ganz vorn dabei. Vor allem der starke Rückgang bei Jobangeboten für Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik überrascht (Platz 20). Vermutlich ist es nur ein „Zwischentief“ aufgrund der schwächelnden Baukonjunktur. Denn Fachkräfte mit dieser Ausbildung spielen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der Energiewende.

Ingenieure haben ITler überholt

Im Vergleich zum letzten Jahr haben sich die Anteile von manchen der 28 Tätigkeitsbereiche auffällig stark verschoben. Den größten Zuwachs gab es bei den Gesundheits- und Pflegeberufen. Sie haben den höchsten Anteil an der Gesamtstichprobe und gut jedes zehnte Stellenangebot richtet sich an Jobsuchende mit einer Ausbildung in diesem Bereich.

Das sind die Top-10-Tätigkeitsbereiche im Jahr 2025 im deutschen Arbeitsmarkt.(Bild:  Dekra Akademie)
Das sind die Top-10-Tätigkeitsbereiche im Jahr 2025 im deutschen Arbeitsmarkt.
(Bild: Dekra Akademie)

Die IT-Berufe sind weniger beliebt. Sie sind erstmals seit 2013 hinter die Ingenieure zurückgefallen. Beide Tätigkeitsbereiche waren in der Stichprobe so schwach vertreten wie noch nie seit Erhebungsbeginn 2008. Zum Vergleich: Vor vier Jahren war noch jedes zehnte Jobangebot in der IT zu besetzen. Softwareentwickler wurden erstmals von den Systemadministratoren überholt (Rang 23 vs. 21) und bei den Ingenieurdisziplinen hat sich das Gewicht zugunsten Architektur bzw. Bauingenieurwesen verschoben. Architekt ist der einzige Ingenieurberuf unter den Top 25 (Position 18).

Quo vadis Arbeitsmarkt?

„Der Arbeitsmarkt war trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Schwäche lange stabil. Dieses Jahr macht sie sich jedoch durch vermehrte Entlassungen am Stellenmarkt bemerkbar,“ erklärt Katrin Haupt, Geschäftsführerin bei der Dekra Akademie.  „Die Turbulenzen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die digitale und ökologische Transformation voll im Gange ist. Jetzt kommt es darauf an, dass sich Arbeitgeber sowie alle Akteure im Bereich Bildung und Arbeitsmarktpolitik intensiv mit den Konsequenzen auseinandersetzen, vor allem, welche Kompetenzen und Berufsprofile wichtiger oder vielleicht auch weniger relevant werden. Unsere Hausaufgabe lautet dann: Beschäftigte fit für den Wandel zu machen, passende Qualifizierungsangebote zu entwickeln und Arbeitgeber mit den passenden Rahmenbedingungen zu unterstützen.“

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