Panasonic, Nikon, Fujifilm, Agfaphoto und Pentax läuten den Kamera-Frühling ein Das sind die Kamera-Trends 2009

Redakteur: Sylvia Lösel

Die Kamerahersteller geben sich in diesem Frühjahr kreativ. Panasonic, Nikon, Pentax, Fujifilm und Agfaphoto haben ihre Modelle Outdoor- und Youtube-fähig gemacht. Es gibt Neues an der Sensor-Front, und das Ende der Megapixel-Schlacht bringt nun eine Modellvielfalt mit sich, bei der der Handel ganz individuell beraten kann.

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Die Coolpix S630 ist mit einem mechanischen Bildstabilisator ausgerüstet und bietet siebenfachen optischen Zoom.
Die Coolpix S630 ist mit einem mechanischen Bildstabilisator ausgerüstet und bietet siebenfachen optischen Zoom.
( Archiv: Vogel Business Media )

Egal ob man die Kinder beim Fußball spielen fotografieren, die Kamera beim Schnorcheln dabei haben möchte oder gerne auch einmal einen kleinen Film dreht – mit der aktuellen Produktpalette lässt sich fast jeder Kundenwunsch erfüllen. Die Auflösung bei den neuen Kompaktkameras hat sich im Schnitt bei zehn Megapixel eingependelt. Bietet eine Kamera »nur« acht Megapixel, glänzt sie dafür oft mit einem größeren Zoom oder sticht durch andere Features aus der breiten Masse hervor.

Im Trend liegen in diesem Frühling weiterhin farbenfrohe Modelle. Rubinrot, schokobraun, blau, orange und pink – hier ist für jeden Geschmack etwas geboten.

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Ferner geht die Tendenz zu größeren Zoombereichen. So finden sich im Einstiegsbereich jetzt auch vermehrt Modelle mit einem fünffachen Zoom, wo bisher ein Dreifach-Zoom Standard war. Den Rekord unter den Neuvorstellungen stellt dabei Nikons P90 mit einem 24-fachen optischen Zoom auf.

Lächelautomatik, Gesichtserkennung und ein mechanischer Bildstabilisator sind bei Preisen bis zu 250 Euro keine Seltenheit mehr.

Mit Panasonic in die harte Wildnis

Panasonic gibt bei seinen Lumix-Modellen richtig Gas und stellt gleich sechs Kameravarianten vor. Ins Auge fallen dabei sowohl das Touch-Modell DMC-FX550, die erste Outdoor-Kamera von Panasonic (DMC-FT1) und eine Hybrid-Kamera (DMC-TZ7), die Foto- und Video-Funktionen bietet.

Letztere ist eine Zehn-Megapixel-Kamera, die über einen Zwölffach-Zoom mit einer Brennweite von 25-300 Millimetern verfügt. Zusätzlich kann die Kamera Videos im AVCHD-Lite-Video-Modus aufzeichnen. Damit sind fast doppelt so lange Video-Aufnahmen in HD-Qualität möglich wie bislang mit dem Motion-JPEG-Format, verspricht Panasonic. Für die Tonqualität sorgt unter anderem das Stereo-Mikrofon, das oben auf der Kamera angebracht ist. Die Kamera wird es ab März für 429 Euro (UVP) in den Farben Silber, Schwarz, Chocolate und Rot geben.

Für Outdoor-Fans hat Panasonic jetzt erstmals eine »Tough«-Kamera im Portfolio: Die DMC-FT1 ist bis drei Meter Tiefe wasserdicht, zudem staubdicht und verträgt Stürze aus bis zu 1,5 Metern Höhe. Dazu kommt ein Zwölf-Megapixel-CCD und ein Objektiv mit einer Brennweite von 28-128 Millimetern. Auch diese Kamera nimmt Videos im AVCHD-Lite-Video-Modus auf. Die Lumix DMC-FT1 ist ab März für 399 Euro (UVP) in den Farben Silber, Orange und Blau zu haben.

Navigation per Touchscreen bietet die Lumix DMC-FX550. Die Grundeinstellungen werden allerdings weiter über Cursor-Tasten vorgenommen, die Feineinstellungen können durch Antippen oder Verschieben virtueller Bedienelemente auf dem Display geändert werden. Die Zwölf-Megapixel-Kamera ist mit einem Fünffach-Zoom ausgestattet und ab März in den Farben Silber und Schwarz zu einem Preis von 379 Euro (UVP) zu haben.

»Kleine Kamera, großer Zoom, intelligente Automatik« – so definiert Panasonic die Lumix DMC-TZ6. Zehn Megapixel, ein Zehnfach-Zoom und die Möglichkeit, das richtige Motivprogramm automatisch zu finden, das sind die Highlights der kompakten Kamera die 349 Euro kosten soll und in den Farben Silber und Schwarz zu haben sein wird.

Zwanzig Euro weniger muss man für die Lumix DMC-FX40 hinblättern. Die Zwölf-Megapixel-Kamera wird mit einem fünffachen Zoom ausgeliefert.

Im Einstiegsbereich platziert Panasonic die Lumix DMC-FS25. Sie hat eine Auflösung von zwölf Megapixeln und einen fünffachen Zoom. Das Modell kostet 249 Euro (UVP).

Lesen Sie weiter, mit welchen Kameras Nikon, Fujifilm, Agfa und Pentax aufwarten.

Nikon überbrückt Welten

Den Spagat zwischen Kompakt- und Spiegelreflex-Kamera versucht Nikon mit der Coolpix P90. Die Bridgekamera verfügt über einen 24-fachen Zoom mit einer Brennweite von 26 bis 624 Millimetern. Damit sind auch Nahaufnahmen mit einem Abstand von nur einem Zentimeter vom Objekt möglich. Außerdem können Serienaufnahmen mit bis zu 45 Bildern bei 15 Bildern pro Sekunde gemacht werden. Die P90 verfügt über eine Auflösung von zwölf Megapixeln und eine Empfindlichkeit von ISO 6.400. Die Kamera wird ab März verfügbar sein und soll 429 Euro (UVP) kosten.

Die Coolpix-S-Serie ergänzt Nikon gleich um fünf Modelle. Der »Mercedes« dieser Klasse ist die Coolpix S630, die eine Auflösung von zwölf Megapixeln mit einem siebenfachen optischen Zoom kombiniert. Auch sie bietet Sport-Serienaufnahmen mit einer Geschwindigkeit von zehn Bildern pro Sekunde. Gesichtserkennung und Lächelmodus sind ebenfalls an Bord. Die S630 gibt es bereits ab Ende Februar für 319 Euro (UVP).

Ebenfalls zwölf Megapixel, aber »nur« ein vierfach-Zoom-Objektiv bietet die Coolpix S620. Sie verfügt mit einem Empfindlichkeitsbereich von ISO 6.400 und einem mechanischen Bildstabilisator über eine tolle Ausstattung für diese Preisklasse. Die Kamera gibt es in den Farben Silber, Schwarz, Magenta und Rosa ab Ende Februar für 269 Euro.

Mit einem Touchscreen glänzen die drei Modelle Coolpix S230, S220 und S225, die alle zehn Megapixel Auflösung mit einen Dreifach-Zoom kombinieren. Sie kosten 209 (S230) und 159 Euro (S220/S225).

Für 270 Euro gibt es die L100, die bei einer Auflösung von zehn Megapixeln auch noch einen 15-fachen Zoom spendiert bekommen hat. Mit einer Brennweite von 28 bis 420 Millimetern hat sie ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Sport-Serienaufnahmen (13 Bilder pro Sekunde), ein mechanischer Bildstabilisator und hohe Empfindlichkeit von ISO 3.200 machen diese »Kompaktkamera« zu einem echten Schnäppchen.

Mit etwas weniger Ausstattung, dafür für nur 140 und 110 Euro zu haben, platziert Nikon seine Einsteigermodelle L20 und L19. Großer Vorteil dieser beiden Kompaktkameras: Sie können mit zwei AA-Batterien betrieben werden. Teure Ersatzakkus sind damit nicht erforderlich.

Lesen Sie auf der nächsten Seite Details über die neue Sensortechnologie von Fujifilm

Fujifilm zeigt extremen Sensor

Mit neuer Technologie macht Fujifilm von sich reden. Bereits auf der Photokina konnte man den neuen Sensor »Super CCD EXR« bewundern. Dieser ist nun erstmals in einer Kamera verbaut worden. Die Finepix F200 EXR soll mit dessen Hilfe flexibler bei der Gestaltung der Fotos werden. Auf dem Sensor der Größe 1/1,6 Zoll befinden sich zwölf Megapixel. Diese Auflösung kann bei guten Lichtverhältnissen voll ausgenutzt werden. Bei schlechteren Lichtverhältnissen, wenn nicht so viel Licht auf ein Pixel fällt, können mit einem Knopfdruck auch jeweils zwei benachbarte Pixel zu einem einzigen »verschmolzen« werden. Dadurch wir die Lichtempfindlichkeit erhöht und das Bildrauschen reduziert. Als dritte Option bietet die Kamera die Einstellung »weiter Dynamikumfang«. Dabei werden die beiden, zusammengefassten Pixel unterschiedlich belichtet. Die Kamera nimmt zum gleichen Zeitpunkt zwei Bilder mit einer Auflösung von sechs Megapixeln auf. Ein Bild mit hoher und eines mit niedriger Empfindlichkeit, die dann beide zu einem Bild zusammengeführt werden. Darüber hinaus verfügt die Kamera über einen fünffachen optischen Zoom, ein Drei-Zoll-Display sowie einen mechanischen Bildstabilisator. Die Kamera gibt es ab März zu einem Preis von 349 Euro (UVP).

Wiederbelebungsmaßnahmen von Agfaphoto

Nachdem Agfaphoto im vergangenen Jahr seine Kameras mit dem roten Knopf wiederbelebt hat, betreibt das Unternehmen jetzt weitere Re-Animations-Versuche. 1959 wurde nämlich die erste analoge Kamera mit automatischer Programmwahl mit dem Namen Optima auf den Markt gebracht. Unter diesem Markennamen gibt es jetzt – fünfzig Jahre später – drei digitale Modelle.

Die Kamera Optima 1438m bietet einen Zehn-Megapixel-CCD-Sensor und einen vierfachen optischen Zoom.

Mit Touchscreen arbeitet die Optima 1338mT. Das Drei-Zoll-Display gibt auch die aufgezeichneten Videos wieder, die im Youtube-Format (Flash-Video) abgespeichert werden können.

Ein Acht-Megapixel-CCD und ein dreifacher optischer Zoom zeichnen das Einsteigermodell Optima 8328m aus. Die Optima 1438m wird 190 Euro kosten, die 1338mT ist für 180 Euro und die 8382m für 130 Euro zu haben.

Pentax for Beginners

Zu einem Preis von unter hundert Euro verhilft Pentax Hobbyfotografen zum Einstieg in die digitale Fotowelt. Die Pentax Optio E70L arbeitet mit AA-Batterien, erkennt Gesichter, hat ein dreifaches Zoomobjektiv und ein Zehn-Megapixel-CCD.

(ID:2019208)