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Studie des Forschungsinstituts Ibi Research

Das papierlose Büro ist noch lange nicht umgesetzt

| Autor: Heidemarie Schuster

Unsicherheiten

Neben der organisatorischen und technischen Umsetzung besteht bei den Unternehmen vor allem Informationsbedarf in Bezug auf die rechtliche Situation. Grundlagenwissen ist zwar oftmals vorhanden, aber nicht mehr als das. Beispielsweise schätzen nur 48 Prozent der Unternehmen ihren Kenntnisstand zu den rechtlichen Anforderungen der Rechnungsarchivierung als „umfassend“ ein. Dazu kommt, dass 9 Prozent die Rechtskonformität ihres elektronischen Archivs sogar für „mangelhaft“ oder „ungenügend“ halten.

Gesetzesgrundlage

Gerade in diesem Bereich hat sich aber durch die neuen und bereits wirksamen „Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“ (GoBD) in jüngster Zeit einiges getan.

Der Gesetzgeber hatte mit dem Steuervereinfachungsgesetz 2011 elektronische und papierhafte Rechnungen gleichgestellt und die Pflicht zur qualifizierten elektronischen Signierung von Rechnungen fallen gelassen. 48 Prozent der Unternehmen bringen das gestiegene Volumen elektronischer Rechnungen direkt mit diesen Änderungen in Verbindung, gar 89 Prozent sehen durch den Wegfall der Signaturpflicht den Versand elektronischer Rechnungen vereinfacht.

„Diese Daten zeigen, dass die Bundesregierung mit der Gleichstellung von papierhaften und elektronischen Rechnungen die Voraussetzungen geschaffen hat, die Unternehmen in Deutschland bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse zu unterstützen“, so Holger Seidenschwarz. „Unternehmen können durch konsequenten Einsatz der elektronischen Rechnungsabwicklung Wettbewerbsvorteile erzielen. Wie die Studie jedoch auch zeigt, ist hier bei vielen Unternehmen noch Luft nach oben, um langfristig den Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken.“

Zur Studie

Die eBusiness-Lotsen Ostbayern haben für die Studie das Forschungsinstitut Ibi Research an der Universität Regensburg beauftragt. Die Umfrage wurde unterstützt und gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Dafür befragt wurden im Februar und März 2015 insgesamt 356 Unternehmen aller Branchen und Unternehmensgrößen.

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