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Tipps für Endanwender von IDC

Das müssen Sie beachten, wenn es um Speichertechnologien geht

| Autor / Redakteur: Mark Schulte, Consultant bei IDC / Harry Jacob

Mark Schulte, Consultant bei IDC in Frankfurt
Mark Schulte, Consultant bei IDC in Frankfurt

Die Anforderungen an Data Center in Unternehmen sind in den vergangen Jahren kontinuierlich gestiegen. Eine Zunahme von Unternehmensdaten, mobilen Endgeräten, Nutzern und virtuellen Maschinen tragen zu dieser Entwicklung bei; zudem ergeben sich Herausforderungen durch den ständigen Kostendruck. Dies führt auch zu gestiegenen Anforderungen gegenüber einer entscheidende Komponente des Rechenzentrums: Storage.

Speichertechnologien rücken zusehends in den Fokus, um die Effizienz und Flexibilität des Data Centers zu steigern und einen Beitrag zur Kostenminimierung zu leisten. Dies stets unter der Prämisse, Speicherkapazität skalierbar und hochverfügbar im Unternehmen bereitzustellen.

Eine starke Zunahme des Datenvolumens in den kommenden 24 Monaten wird von einer Vielzahl an Unternehmen erwartet: Zwei von drei Betrieben antizipieren einen Zuwachs von über 20 Prozent in diesem Zeitraum. Neben der Analyse und der Ausschöpfung des Informationspotentials (Stichwort Big Data), dürfen die technologischen Auswirkungen des Datenzuwachses – insbesondere auf Speicher und Netze – jedoch nicht vernachlässigt werden.

Prioritäten

IT-Verantwortlichen ist der Handlungsbedarf bewusst: Auf der Prioritätenliste für die kommenden 12 Monate stehen die Erhöhung der Storage-Kapazität und die Sicherstellung der Datenaufbewahrung und Compliance ganz oben. Auch der Schutz der virtuellen Serverinfrastruktur, die Steigerung der Storage-Performance und die Reduzierung der Storage-Kosten sind wichtige Ziele der befragten IT-Entscheider.

Handlungsempfehlungen

Die Studie „Storage in Deutschland 2013“, für die IDC im Mai 2013 219 IT-Fach- und Führungskräften aus Unternehmen in Deutschland befragte, hat gezeigt, dass sich IT-Organisationen mit stark steigenden Datenmengen und neuen Anforderungen an ihre Speichertechnologien beschäftigen müssen. IT-Entscheider sollten sich daher über verschiedene Aspekte Gedanken machen, um den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen.

Auf Basis der Befragungsergebnisse empfiehlt IDC Anwenderunternehmen deshalb folgendes:

1. Erstellen Sie ein Lagebild und antizipieren Sie zukünftige Anforderungen

Um geeignete Maßnahmen zu ergreifen, ist es von großer Bedeutung, sich über die Anforderungen an die Speicherkomponente in Ihrem Rechenzentrum in den nächsten drei bis fünf Jahren klar zu werden. Erstellen Sie dazu ein aktuelles Lagebild über die Skalierbarkeit, Kapazität, Performance, Verfügbarkeit, Effizienz und Kosten Ihrer Speichersysteme.

Prüfen Sie anschließend kritisch, welches Datenwachstum und welche Anforderungen an die Speichertechnologien Sie in den kommenden Jahren in Ihrem Unternehmen erwarten. Als größte Treiber des Datenvolumens gaben die befragten Unternehmen grafische Daten, Dateien mit unstrukturiertem Inhalt, Transaktionsdaten aus Business-Anwendungen und Daten aus IT- und TK-Systemen an.

2. Prüfen Sie, inwieweit Ihre bestehenden Speichertechnologien für die Entwicklungen gewappnet sind

Nachdem Sie sich das zukünftige Anforderungsprofil an Ihre Speichertechnologien bewusst gemacht haben, prüfen Sie, inwieweit Ihre bestehenden Speicher-Lösungen für diese Anforderungen gewappnet sind. Legen Sie hier offen, wo Lücken zwischen aktueller Leistungsfähigkeit und dem zukünftigen Anforderungsprofil liegen. Diese sollten Sie strategisch adressieren und mit Maßnahmen hinterlegen, die einer Überlastung Ihrer Speichersysteme in den kommenden Jahren entgegenstehen.

3. Identifizieren Sie die für Ihr Unternehmen adäquaten Storage-Lösungen

IDC hat in dem vorliegenden Dokument sechs innovative Speichertechnologien untersucht, die einen wesentlichen Beitrag zur Ausrichtung der Speicherkomponente auf zukünftige Herausforderungen im Hinblick auf die Skalierbarkeit, Performance oder Effizienz der Speichersysteme leisten können. In jedem Unternehmen herrscht jedoch eine spezifische Storage-Infrastruktur, so dass individuell geprüft werden muss, welche Lösungen zur aktuellen Ausgangssituation passen.

Informieren Sie sich im Detail, welche Technologie Ihrem Bedarf am besten gerecht wird. Achten Sie auf die Zukunftsfähigkeit der unterschiedlichen Ansätze und Anbieter und nicht zuletzt auf die Gewährleistung einer hohen Ausfallsicherheit. Nutzen Sie dazu das Beratungsangebot von Storage-Anbietern und greifen Sie auf Erfahrungen anderer IT-Verantwortliche zurück.

4. Stellen Sie kurzfristige Kosteneinsparungen nicht über Investitionen

Die Untersuchung hat gezeigt, dass IT-Verantwortlichen der Handlungs- und Investitionsbedarf im Hinblick auf ihre Speichertechnologien bewusst ist. Gleichzeit stehen Sie vor der Herausforderung, Kosten einzusparen und somit einen Beitrag zur Senkungen der IT-Kosten zu leisten. Um jedoch langfristig Kosteneinsparungen im Speichersegment zu erreichen, sind Investitionen in zukunftsorientierte Storage-Lösungen notwendig.

Schieben Sie daher Investitionen in innovative Speichertechnologien nicht auf die lange Bank. Die überwiegende Mehrheit der befragten Unternehmen hat dies erkannt und wird daher ihr Storage-Budget in den nächsten 24 Monaten steigern.

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