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GfK-Studie

Das Konsumklima sinkt leicht

| Autor: Sarah Nollau

Trotz gesunkener Konjunkturerwartung ist die Anschaffungsneigung in Deutschland hoch.
Trotz gesunkener Konjunkturerwartung ist die Anschaffungsneigung in Deutschland hoch. (Bild: Pixabay / CC0)

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Die derzeitige geopolitische Lage verunsichert Verbraucher. Obwohl die Arbeitslosenquote sinkt und Verbraucher nicht um ihren Job bangen müssen, dämpfen der Syrien-Konflikt und die Handelspolitik der USA das Konsumklima durch sinkende Konjunkturerwartungen.

Nach aktuellen Daten der GfK sinkt das Konsumklima leicht. Als Grund wird die unsichere geopolitische Lage genannt, die Verbraucher zunehmend vor allem im Hinblick auf die konjunkturellen Aussichten in Deutschland verunsichert.

Sinkende Konjunkturerwartung

Die Entwicklung der einzelnen Indikatoren im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr
Die Entwicklung der einzelnen Indikatoren im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr (Bild: GfK)

Die Konjunkturerwartung ist im April um 8,5 Zähler auf 37,4 Punkte gefallen. Damit liegt das Plus im Vergleich zum Vorjahresniveau nur noch bei 8 Zählern. Neben der Zuspitzung der Syrien-Krise und der Handelspolitik der USA werden die starken Schwankungen der Aktienmärkte als Grund für den Verlust angeführt.

Im Inland sind die Rahmenbedingungen allerdings positiv zu bewerten, denn die Arbeitslosigkeit sinkt. Experten glauben sogar, dass das letztjährige Wachstum von 2,2 Prozent in diesem Jahr noch übertroffen werden kann.

Steigende Anschaffungsneigung

GfK-Indikator Konsumklima: Das Konsumklima gibt den Vormonatszuwachs wieder ab.
GfK-Indikator Konsumklima: Das Konsumklima gibt den Vormonatszuwachs wieder ab. (Bild: GfK)

Der Einkommensindikator sinkt um 1,4 Zähler auf 53,5 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Verlust um 4 Punkte. Die leichten Verluste tun aber der Anschaffungsneigung keinen Abbruch. Im Gegenteil: Sie steigt mit 0,9 Zählern auf 60 Punkte und verpasst damit knapp das Vorjahresniveau von 60,2 Punkten. Dies lässt sich anhand der guten Beschäftigungslage begründen. Verbraucher verspüren dadurch eine Planungssicherheit. Hinzu kommt, dass Sparen aufgrund der Niedrigzinsphase keine Alternative ist. Damit sind Verbraucher offener für größere Ausgaben. Hinzu kommt eine moderate Preisentwicklung.

Der Konsumklimaindikator im Mai wird von der GfK auf den Wert von 10,8 Zählern prognostiziert. Im April lag dieser bei 10,9. Die Prognose zu Beginn des Jahres, dass der reale private Konsum 2018 um etwa 2 Prozent zulegen wird, bestätigte die GfK unter der Voraussetzung, dass die Verunsicherung der Verbraucher nicht weiter wächst.

Über die Studie

Für die Studie werden monatlich im Auftrag der EU-Kommission rund 2.000 Verbraucher-Interviews geführt. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 durchgeführt. Das Konsumklima bezieht sich auf die gesamten privaten Konsumausgaben. Der Einzelhandel macht etwa 30 Prozent der privaten Konsumausgaben aus. Weitere Teile sind Dienstleistungen, Reisen, Miete, Gesundheitsdienstleistungen sowie der gesamte Wellness-Bereich.

Die Anschaffungsneigung ist ein Stimmungsindikator. Dafür werden Verbraucher gefragt, ob sie es derzeit für ratsam halten, größere Anschaffungen zu tätigen. Wenn sie dies mit „Ja“ beantworten, müssen zwei weitere Voraussetzungen gegeben sein: Der Verbraucher muss das nötige Geld für solche eine größere Anschaffung besitzen und eine Notwendigkeit für diese Anschaffung sehen. Außerdem handelt es sich um langlebige Gebrauchsgüter, die ein größeres Budget erfordern.

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