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Bitkom-Umfrage

Das Home Office wird zur Normalität

| Autor: Heidemarie Schuster

Viele Chefs sind dem Home Office gegenüber skeptisch.
Viele Chefs sind dem Home Office gegenüber skeptisch. (Bild: Pixabay)

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Seit 2014 ist die Zahl der Unternehmen, die ihre Mitarbeiter von Zuhause aus arbeiten lassen, laut dem Bitkom um zehn Prozent gestiegen.

In 30 Prozent der deutschen Unternehmen können einer Umfrage des Bitkom zufolge Mitarbeiter ganz oder teilweise von Zuhause aus arbeiten. Das sind zehn Prozentpunkte mehr gegenüber 2014. Laut Bitkom wird sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen. 43 Prozent der befragten Unternehmen erwarten, dass der Anteil der Home-Office-Mitarbeiter in den kommenden fünf bis zehn Jahren weiter steigen wird, während jedes zweite (50 Prozent) davon ausgeht, dass er konstant bleibt.

„Viele Jobs können dank digitaler Technologien zu jeder Zeit und von jedem Ort aus erledigt werden“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Nach anfänglicher Zurückhaltung wird Home Office bei vielen deutschen Unternehmen zum Alltag. Aber die Erfahrungen zeigen auch, dass dieses Modell nicht in jedem Fall geeignet ist.“

Gründe gegen das Home Office

Unternehmen, die bislang keine Mitarbeiter im Home Office beschäftigen, führen dafür unterschiedliche Gründe an. 63 Prozent sagen, dass Home Office nicht für alle Mitarbeiter möglich sei und eine Ungleichbehandlung vermieden werden solle. 46 Prozent befürchten, dass ohne direkten Austausch mit Kollegen die Produktivität sinke. 39 Prozent erklären, dass gesetzliche Regelungen Home Office verhinderten. 31 Prozent meinen, Mitarbeiter seien im Home Office nicht jederzeit ansprechbar. Jedes fünfte Unternehmen (20 Prozent) sorgt sich um die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Arbeitgeber und knapp jedes sechste (16 Prozent) um die Datensicherheit.

„Immer mehr Arbeitnehmer wünschen sich eine bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit. Aber flexibles und agiles Arbeiten wird durch gesetzliche Regelungen erschwert“, so Rohleder. „Vorgaben wie die starre elfstündige Mindestruhezeit und der Acht-Stunden-Tag statt einer flexiblen Wochenhöchstarbeitszeit sind nicht mehr zeitgemäß und müssen reformiert werden.“ Um Missverständnisse zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu vermeiden, rät Rohleder Unternehmen, klare Regeln für die Heimarbeit zu formulieren und über Rechtslage und Gesundheitsschutz aufzuklären. Produktivität im Home Office setze voraus, dass Arbeitnehmer Prioritäten setzen können und ein hohes Maß an Eigenverantwortung aufbringen.

Zur Studie

Die Umfrage wurde von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt. Dabei wurden 1.534 Unternehmen befragt.

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