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Solange es X-Serve noch gibt

Das Erfolgsgeheimnis beim Verkauf von Apple-Servern

10.11.2010 | Redakteur: Daniel Feldmaier

Der X-Serve soll jüngsten Berichten zufolge zum 31. Januar 2011 eingestellt werden, trotz seines unterschätzten Erfolgs.
Der X-Serve soll jüngsten Berichten zufolge zum 31. Januar 2011 eingestellt werden, trotz seines unterschätzten Erfolgs.

Im Desktop- und Notebook-Segment ist Apple schon lange eine beachtenswerte Größe. Im Serverbereich muss sich Think-Different-Hardware noch beweisen. Entsprechende Produkte sind da.

Wenn es um die Wahl des richtigen Servers geht, wird ein Anbieter gerne übersehen. „Aber es gibt weit mehr Apple-Server in den Unternehmen, als man denkt“, eröffnet Ulrich Ocker, Regionalmanager Business Solutions bei Cancom. Er muss es wissen, denn Cancom ist exklusiver Service-Partner von Apple für Deutschland mit Ausnahme der Stadt Dresden.

Mac Mini als Server-Alternative
Mac Mini als Server-Alternative

Natürlich richtet sich Apple traditionell an ein spezielles Kunden-Clientel, und die Integration in heterogene Umgebungen ist etwas für Spezialisten – und doch sind X-Server im Enterprise-Umfeld durchaus verbreitet. Wer als Händler auf die Designer-Marke setzt, beginnt beim Mac Mini Server, der sich für kleine Unternehmen bis zehn Mitarbeiter, wie etwa Arztpraxen, eignet. Mit rund 1.500 Euro nimmt er Rücksicht auf kleine Budgets, spart aber mit einem Terabyte Festplatte und acht Gigabyte Arbeitsspeicher nicht an Ausstattung. Als Flaschenhals erweist sich hier das Datenaufkommen. Zu viele multimediale Inhalte können die Notebook-Komponenten des Mac-Mini, wie das Mainboard und die Festplatte, überfordern. Hier kommt der X-Server ins Spiel, ein Server, der alle Ansprüche an ein hochperfomantes System erfüllt. Auch Hochverfügbarkeit wird durch redundante Komponenten, RAID-Verbund und zwei identische X-Server mit automatischem IP-Failover gewährleistet.

Aber wie soll ein Händler die Marke Apple beim Kunden verkaufen? Apple-Profi Ocker weiß Rat: „Das Betriebssystem Mac OS X Server kommt mit einer Lizenz für unbegrenzte Client-Installationen – ein Alleinstellungsmerkmal. Bei Unternehmen mit typischerweise 30 bis 40 Mitarbeitern ist eine Apple-Infrastruktur eine gute Wahl und sollte zumindest vom Händler als Alternative angeboten werden. Und natürlich arbeit nichts besser mit einem Apple-Rechner zusammen als ein Apple-Server“, schließt der Apple-Spezialist.

Gut zu wissen

Ohne Ankündigung oder Pressemitteilung liefert Apple seine Server mit MacOS-X-Serverbetriebssystem seit August 2010 ohne vorinstalliertes Boot Camp aus. Kunden die dennoch Windows XP installieren wollen, sollen auf Drittanbieter ausweichen, Im Client-MacOS X blieb es erhalten.

Wie erst jetzt bekannt wurde möchte Apple den X-Serve noch bis Januar 2011 ausliefern und dannach ersatzlos aus dem Programm streichen. Die Ersatzteilversorung und der Support sollen aber noch einige Jahre erhalten bleiben. Apple-Fans laufen derzeit Sturm gegen diese Pläne und haben eine Internet-Petition zur Rettung des X-Serves ins Leben gerufen.

 

Cancom exklusiv, manchmal

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