Bitkom-Studie Darauf achten Eltern bei Schulen

Von Ann-Marie Struck

Spezielle Schwerpunkte wie Musik oder Sport sowie engagierte Lehrkräfte, diese Alleinstellungsmerkmale für Schulen reichen nicht mehr aus. Einer Studie des Bitkom zufolge steht das Bildungssystem vor einen Wandel. Eltern haben nun andere Prioritäten.

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Neben der Technik ist vielen Eltern die Verpflegung der Kinder an der Schule wichtig.
Neben der Technik ist vielen Eltern die Verpflegung der Kinder an der Schule wichtig.
(Bild: anaumenko - stock.adobe.com)

Was macht eine gute Schule aus? Diese Frage hat der Bitkom 1.005 Deutschen ab 16 Jahren gestellt, darunter 234 Eltern schulpflichtiger Kinder. An erster Stelle steht bei den Umfrageteilnehmern die Technik. Für 80 Prozent der Befragten ist die technische Ausstattung des Schulgebäudes ein entscheidendes Merkmal für eine gute Schule. Platz zwei bekommt mit 75 Prozent eine gesunde Verpflegung, gefolgt von der Einbindung der Eltern. Weiteren 70 Prozent sind zusätzliche Angebote zur Vermittlung von Medien- und Digitalkompetenz wichtig. Ebenso vielen Befragten ist der Ruf der Schule relevant (70 %).

Außerdem ist für 66 Prozent ein überzeugendes Digitalkonzept der Schule sowie für 59 Prozent die technische Ausstattung der Schüler ein Merkmal für eine gute Schule. Ferner sind für 56 Prozent Ganztagsangebote und Arbeitsgemeinschaften wichtig. Außerdem achten 55 Prozent auf die Lage und Anbindung sowie 46 Prozent auf den Online-Auftritt. Außerschulische Aktivitäten wie Sommerfeste und thematische Schwerpunkte, wie eine naturwissenschaftliche oder musische Ausrichtung sind für jeweils 44 Prozent von Relevanz.

Eltern ist Medienkompetenz wichtig

Unter den befragten Eltern wird die Wichtigkeit von Technik nochmals deutlich. So zeigt sich, dass unter den Befragten mit schulpflichtigen Kindern zusätzliche Angebote zur Vermittlung von Medien- und Digitalkompetenz das mit Abstand wichtigste Merkmal einer Schule (95 %) ist. Sie kommt noch vor dem Online-Auftritt (89 %) und einer gesunden Verpflegung (85 %).

Wandel im Schulsystem

Der Studie zufolge steht das deutsche Schulsystem vor einem Wandel. Mit der Digitalisierung wird lebenslanges Leben immer wichtiger. Folglich sind 57 Prozent der Meinung, es sei zwingend notwendig, sich ein Leben lang weiterzubilden, um nicht den Anschluss an die digitale Gesellschaft zu verlieren. 53 Prozent sehen das Potenzial dafür in dem Einsatz digitaler Medien. 43 Prozent der Befragten geben an, mehr von der Digitalisierung wissen zu wollen, um besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.

Mit der zunehmenden Digitalisierung soll sich auch das Berufsbild des Lehrers ändern. Die Hälfte der Befragten sind davon überzeugt, dass sich die Rolle der Lehrkräfte in den kommenden zehn Jahren ändern wird. 33 Prozent glauben sogar, dass Lehrkräfte zunehmend durch Computerprogramme ersetzt werden. Um diesen Wandel zu gestalten, fordern 40 Prozent, dass Unternehmen, die Lösungen zu KI-basiertem Lernen entwickeln, stärker vom Staat gefördert werden sollen.

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