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IT-Trends 2017 Cybersecurity fordert bessere Vernetzung

Autor: Dr. Andreas Bergler

Zunehmend ganzheitliche Sicherheitskonzepte sieht Tommy Grosche von Fortinet auf dem Vormarsch. Das schließt auch mehr Zusammenarbeit unter den Herstellern mit ein.

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Tommy Grosche, Director Channel Sales Germany bei Fortinet
Tommy Grosche, Director Channel Sales Germany bei Fortinet
(Bild: Fortinet)

ITB: Welcher Trend wird aus Ihrer Sicht das IT-Jahr 2017 entscheidend prägen?

Grosche: Auch wenn noch immer eine große Unsicherheit gegenüber Cloud Services vorherrscht, haben die Unternehmen erkannt, dass die Schnelligkeit der Digitalisierung keine Alternative mehr zulässt. Bedenken werden ausgeblendet, um dem Innovationsdruck der Geschäftsbereiche nachzugeben. So wird 2017 weiter massiv in Cloud-Infrastrukturen investiert. Dies schließt auch unternehmenskritische Anwendungen mit ein, wenn dadurch die Digitalisierungsprojekte schneller realisiert werden können. Daraus ergibt sich eine direkte Implikation für die IT-Sicherheit. Um den potenziellen Sicherheitsrisiken in heterogenen Infrastrukturen entgegenzuwirken, werden Unternehmen zunehmend ganzheitliche und proaktive Sicherheitskonzepte umsetzen, die einerseits alle Infrastrukturen vom Rechenzentrum bis hin zu den Außenstellen und in der Cloud mit einschließen und andererseits potenziellen Angriffen proaktiv entgegenwirken und gegebenenfalls Abwehrmaßnahmen vollautomatisiert einleiten.

ITB: Welcher Trend wird aus Ihrer Sicht im IT-Jahr 2017 scheitern?

Grosche: Der seit vielen Jahren gelebte Ansatz des „Best of Breed“ wird in 2017 weiter zurückgehen und durch den „Best of Integrated“ Ansatz ersetzt werden. Die zunehmende Komplexität und die immer größer werdende Angriffsfläche von Unternehmen bedingen ein Umdenken aus vielen Gesichtspunkten heraus. Zum einen geht es um den Mangel an Fachkräften für die IT Security, zum anderen um den kosteneffizienten Betrieb der Cybersecurity-Infrastruktur und letztendlich selbstverständlich auch um den Grad der Sicherheit, die gewährleistet werden kann. Hier müssen auch Themen wie Cybersecurity Alliances, der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Herstellern beleuchtet werden. Denn was nützt die beste Lösung, wenn die Cyber-Security-Spezialisten im R&D-Bereich und in den Threat Response Teams nicht untereinander vernetzt sind?

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Über den Autor

Dr. Andreas Bergler

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CvD IT-BUSINESS, Vogel IT-Medien